Medizin, Kultur, Gesellschaft – serie
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6 produkter
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Häftad, Tyska, 2021
785 kr
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Forschung und Behandlungsmethoden der psychiatrisch tätigen Ärzte in der Zeit der Romantik wurden von der Philosophie des deutschen Idealismus, der romantischen Bewegung mit ihrer naturphilosophisch orientierten Weltsicht und den Erkenntnissen der aufgeklärten französischen Psychiater geprägt. Die „Psychiker“ vertraten die Ansicht, bei der Selbstmordneigung sei die Seele erkrankt, für die „Somatiker“ stellte sie sich als Folge einer körperlichen Erkrankung dar. Es wird ein Bogen geschlagen zu den Selbstmordtheorien im 20. und 21. Jahrhundert; dabei wird deutlich, dass einige Ideen und Vorstellungen überraschend aktuell geblieben sind.
Häftad, Tyska, 2022
842 kr
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Wie gehen Menschen mit einer hoch ansteckenden Erkrankung um, die nur bedingt therapierbar ist? Bereits vor Corona gab es Krankheiten, die den Patienten, sein soziales Umfeld, die Gesellschaft und die Medizin forderten. Bis in die 60er Jahre waren auch zahlreiche Kinder von Tuberkulose betroffen. Dieses Buch bietet erstmals Einblick in den Alltag einer Tuberkulose-Kinderheilstätte, in die damaligen Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten.In der Prinzregent-Luitpold-Kinderheilstätte in Scheidegg (Allgäu) lebten bis zu 300 Kinder, die u.a. an Lungen- und Knochen-Tuberkulose erkrankt waren. Die Therapie der Tuberkulose bedingte in der Regel mehrmonatige bis jahrelange und sich wiederholende Klinikaufenthalte. Die Berichte von Zeitzeugen zeigen u.a., wie die Kinder ihre Krankheit, die lange Trennung von der Familie erlebten und welche biografischen Einflüsse die Zeit in der Heilstätte hatte.Neben den Berichten der Zeitzeugen, bietet dieses Buch Informationen und umfangreiches Bildmaterial aus Archiven und Nachlässen, die die Entwicklung der Heilstätte, die Behandlungsmöglichkeiten der Tuberkulose und die Betreuung der Kinder im sozialen und historischen Kontext sachlich einzuschätzen helfen.Das Buch bietet wichtige Impulse für weitere wissenschaftliche Untersuchungen u.a. im Rahmen der Medizingeschichte, der Pädagogik, der Soziologie und in der Resilienzforschung.
Häftad, Tyska, 2023
880 kr
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Der Wiener Narrenturm, eröffnet 1784, steht am Beginn der modernen Anstaltspsychiatrie. Seine Geschichte blieb bis dato jedoch größtenteils unerforscht. Dieser Band widmet sich als erstes Werk der vollständigen Geschichte des Wiener Narrenturms und erforscht dabei das größere psychiatrische Versorgungsnetzwerk, in dessen Zentrum er stand. Das Ziel des vorliegenden Buches ist es, ein differenziertes und faktenuntermauertes Bild der frühen niederösterreichischen Psychiatrie von 1784 bis 1870 zu zeichnen. Es liefert eine umfassende Darstellung aller während dieser Zeit als Irrenanstalten genutzten Gebäude, präsentiert Statistiken zu Anzahl, Geschlecht, Sterblichkeit und Krankheitsbildern der behandelten PatientInnen und beschreibt die wechselnde Rezeption der Einrichtungen in der Öffentlichkeit. Die Arbeit plädiert für einen faktenbewussten Geschichtsdiskurs und möchte einen Beitrag zur Aufklärung über die Entstehung der modernen Psychiatrie leisten.
Häftad, Tyska, 2023
818 kr
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Kommunikation im Kontext der Organspende gehört zu den sensibelsten und herausforderndsten Aufgaben im Klinikalltag. Angehörige und medizinisches Fachpersonal begegnen sich in einer äußerst belastenden Phase der Unsicherheit, Trauer und Verletzlichkeit. Dennoch müssen sie gemeinsam klären, ob ein Organspendeausweis vorliegt und das bereits intensivmedizinisch betreute Familienmitglied einer Organspende zustimmen würde. Die Interessen der Beteiligten unterscheiden sich und treffen sich zugleich in der Zielsetzung, den Willen des Patienten mit dieser Entscheidung umzusetzen. Der interdisziplinär angelegte Band reflektiert die im Feld bestehenden Kontingenzen. Er zielt auf eine Präzisierung der Wahrnehmung und erörtert Handlungsoptionen, die dazu beitragen können, diese spezifische Kommunikationssituation konkret zu entlasten.
Häftad, Tyska, 2023
890 kr
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Die Covid-19-Pandemie hat in den einzelnen Regionen der Welt eine ganz unterschiedliche Dynamik entfaltet, z. B. bei Inzidenzwerten, Sterberaten sowie den Bekämpfungsmaßnahmen. Dieser Band entwickelt ein umfassendes und systematisches Verständnis dieser Unterschiede, indem er nicht nur global vergleichend, sondern interdisziplinär die gesundheitswissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und philosophischen Grundlagen für die breite Variation von Ursachen und Wirkungen der Pandemie in den Blick nimmt. Dieses Buch kann als Blaupause bzw. Übung für den Klimawandel gelesen werden.
Häftad, Tyska, 2023
842 kr
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Der Schwangerschaftsabbruch ist ein vielschichtiges und kontrovers diskutiertes Thema. Relativ wenig Beachtung finden dabei jedoch die Ursachen von Abtreibungen. Dieses Buch stellt die Gründe für den Schwangerschaftskonflikt in den Kontext der Abtreibungsdebatte in Deutschland. Dazu wird in einem historisch-theoretischen Teil zunächst die Geschichte und der Diskurs um den Schwangerschaftsabbruch und § 218 StGB bis ins Jahr 2021 dargestellt. Thematisiert wird insbesondere die seit dem 1. Oktober 1995 bestehende Gesetzgebung mit der sogenannten Beratungsregelung im Zentrum und ihre medizinrechtlichen und -ethischen Folgen. Anschließend untersucht ein empirischer Teil die Gründe für den Schwangerschaftskonflikt. Dazu wird ein detaillierter Forschungsansatz auf Grundlage von über 1800 Konfliktfällen präsentiert. Die Ergebnisse werden mit den wenigen bereits existierenden Daten zu den Gründen des Schwangerschaftskonflikts abgeglichen. Es zeigt sich, dass Schwangerschaftskonflikte multikausal sind, wobei Partnerschaftsprobleme und die Einflussnahme Dritter, insbesondere die ablehnende Haltung des Kindesvaters, von besonderer Bedeutung sind. Diese Erkenntnisse sind eine wesentliche Ergänzung für den gesellschaftspolitischen Diskurs und beleuchten das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung der Frau und Lebensrecht des Kindes neu. Auch lassen sich daraus verbesserte Hilfen für Schwangere entwickeln. All dies wird abschließend vor dem Hintergrund etwaiger Reformbestrebungen diskutiert.