Aita hat das heimatliche Unterengadin nach dem Abitur verlassen und in Wien ein neues Leben gefunden, in der Hauptstadt am Inn , wie Johannes ihr zuliebe sagt. Schlielich ist der Inn in Passau, wo er mit der Donau zusammenfliet, der breitere der beiden Flusse. Erst nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter kehrt Aita zuruck ins Heimatdorf, aber es ist nicht mehr das Zuhause ihrer Kindheit. Die alten Engadiner Hauser werden eines nach dem anderen an den Meistbietenden verkauft. Der Luxusimmobilienmarkt boomt, und auch Aitas Bruder wollen davon profitieren. Aita kann es nur traurig geschehen lassen, wahrend ihr alter Schulfreund Luis, der den Dorfladen ubernommen hat, immer verzweifelter nach Strate-gien des Widerstands gegen die Kommerzialisierung der Natur und der lokalen Traditionen sucht. Nebelfluchtige ist ein vielstimmiger, poetischer und packender Roman uber das Aufeinanderprallen heutiger Lebenswelten.