Alexander Aichele – författare
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Christian Wolff (1679-1754) war ohne Zweifel der historisch bedeutendste und sowohl national wie international – bis in die seinerzeit gerade erst entstehenden Vereinigten Staaten von Amerika – einflussreichste Philosoph der deutschen Aufklärung, ja vielleicht der Aufklärung überhaupt. Seine konsequent durchgeführte, auf der mathematischen Methode samt (soweit nur möglich) empirischer Bestätigung der Resultate beruhende Systematik umfasst alle akademischen Wissensgebiete und Disziplinen, inklusive von Mathematik und Theologie, und berücksichtigt ebenso ihre praktische bzw. technische Anwendung.Wolffs einheitliches und durchaus enzyklopädisch angelegtes System des Wissens basiert auf klar und deutlich erkannten, d. h. vollständig analysierten und beweisbaren, Prinzipien in Logik, Metaphysik und Moral. Aus ihnen werden deduktiv durch gültige Schlüsse alle wahren Sätze abgeleitet, und zwar sowohl die notwendigen als auch die kontingenten. Da letztere allerdings widerspruchsfrei verneint werden können, macht ihr Beweis darüberhinaus auch eine empirische Bestätigung nötig. Schon deswegen bemüht sich Wolff um die Integration aller seinerzeit vorliegenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisse (Newton) und ihrer technischen Anwendungen. Was derart für die theoretische Philosophie von der Ontologie über Kosmologie (Physik) und Psychologie bis zur Theologie gilt, gilt ebenso für die praktische Philosophie: Aus unabänderlichen moralischen Prinzipien, die auch für Gott selbst gelten und die auch Er nicht hätte anders machten können, entwickelt Wolff auf der irdischen Basis der Goldenen Regel seine Ethik aus dem Begriff des Glücks, während er sein – erstaunlich liberales – System des (Natur)Rechts unter Gebrauch desselben Prinzips auf die Begriffe von Eigentum und subjektiven Rechten gründet. Dieser universalistische Anspruch Wolffs bei gleichzeitiger Säkularität seines Systems alles möglichen Wissens führen neben allerhand philosophischen Einwänden, wie sie v.a. A.G. Baumgarten und Kant artikulieren, zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Kirche im allgemeinen und dem Pietismus im besonderen, die zwar unterdrückt, jedoch nie aufgelöst werden konnten.Trotz Wolffs überragender Bedeutung und trotz der Tatsache, dass sein kaum überschaubares Riesenwerk eine solche besonders wünschenswert macht, liegt bislang keine kurze und einem breiten Publikum von Studierenden, Fachleuten und philosophisch, historisch bzw. kulturell interessierten Lesern allgemein zugängliche, auf ca. 150 Seiten angelegte Einführung in seine Philosophie vor. Sie könnte innerhalb eines Jahres ab Beginn der Arbeit hergestellt werden.
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Der sog. „Rechtspopulismus“ (AfD, Pegida, Identitäre Bewegung) lässt große Teile der Öffentlichkeit rat- und hilflos zurück. Verweise auf ‚längst überwunden geglaubte Positionen’ verschleiern nur deren Unkenntnis oder Vergessenheit. Dabei gibt es eine lange Tradition des Deutsch-Denkens, die zwar unappetitlich sein mag, deren Stifter aber keineswegs intellektueller Bedeutungslosigkeit geziehen werden kann. Johann Gottlieb Fichte lieferte mit seinen Reden an die deutsche Nation (1808), aber auch mit anderen Schriften (Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Der geschloßne Handelsstaat, Staatslehre), ein Strukturmodell, dessen ‚völkischer’ Nationalismus, Chauvinismus, Isolationismus, Ausländerfeindlichkeit, Aufklärungsverachtung und Sendungsbewusstsein bei gleichzeitiger Existenzangst und daraus folgender Kampfbereitschaft sich wie eine Blaupause der sog. „Neuen Rechten“ liest. Dies gilt umso mehr dann, wenn man, wie im Nationalsozialismus geschehen, Fichtes idealistische Begründung deutscher Überlegenheit durch eine quasi-naturwissenschaftliche bzw. biologische, mithin der Moderne scheinbar angemessenere ersetzt. Das auf ca. 150-200 Seiten angelegte Buch soll die verschämte Ignoranz der einschlägigen, insb. philosophischen Forschung durchbrechen und die angedeutete Geschichte des Deutsch-Denkens von Fichte über seine nationalsozialistischen Ausleger (Bergmann, Faust, Schwarz, Gehlen) bis zur Neuen Rechten erzählen. Ziel des Projekts ist die Aufklärung über deren denkerische Vorläufer bzw. Grundlagen, um auf Basis dieser Parallelen zu einer argumentativen und sachlichen Auseinandersetzung mit neu-rechten Positionen und Zielen zu gelangen, die sich nicht nur in hilfloser Empörung erschöpft und auf diese Weise nur bösen Populismus mit gutem Populismus kontert.
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1 485 kr
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Mit diesem Buch wird erstmals ein umfassendes und systematisches Referenzwerk zu Christian Wolff vorgelegt, das alle wichtigen Aspekte zu Leben und Werk des Philosophen behandelt. Das Handbuch ist von international renommierten Experten verfasst und behandelt die Biographie, das philosophische und naturwissenschaftlich-mathematische Werk sowie die philosophiegeschichtliche Rolle von Christian Wolff.
815 kr
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Alexander Gottlieb Baumgarten
Sinnliche Erkenntnis in der Philosophie des Rationalismus
Häftad, Tyska, 2025
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Del 50 - Brill's Companions to the Christian Tradition
Companion to Luis de Molina
Inbunden, Engelska, 2013
4 526 kr
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Since his rediscovery by Alwin Plantinga in the 1970s, the possibility of counterfactuals of freedom in Molinism has become one of the main issues in the contemporary analytic philosophy of religion. Notwithstanding this, Luis de Molina (1535-1600) remains one of the most influential and least known authors of late scholasticism and early modern philosophy. The papers collected in this volume treat the whole range of issues posed by his metaphysics as set out in his revolutionary "Concordia" and in his practical philosophy - especially concerning law and economics - in his groundbreaking work "De Justitia et Jure". They also examine Molina's historical commitments and his influences on philosophy. In this way this Companion offers the first comprehensive and thorough overview of Molina's thought.