Anamaria Depner – författare
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Warum bauen Menschen zu Dingen eine Beziehung auf? Einen Beitrag zur Klärung dieser Frage bietet Anamaria Depners ethnologische Betrachtung des Umzugsprozesses ins Altenheim. Hierbei überrascht der Umgang mit den eigenen Sachen - nicht zuletzt, weil er mitunter destruktiv ist. Die Analyse der Beobachtungen zum situativen Bedeutungswechsel der Dinge und der Emotionen, die Menschen ihnen entgegenbringen, bilden die Grundlage für eine allgemeine Objekttheorie, die zeigt: Der Mensch-Ding-Beziehung liegt weniger die sogenannte Agency der Dinge zu Grunde als vielmehr ihre physisch-materielle Präsenz.Die Untersuchung liefert ein empirisch fundiertes, theoretisches Modell für die Material Culture Studies sowie unterschiedliche Anknüpfungspunkte für gerontologische Forschung.
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Ob Einmalhandschuh oder High-Tech-Gerät - Dinge spielen in Pflege und Care eine große Rolle. Doch wie tragen sie dazu bei, Pflege und Care zu konstituieren? Wie werden gesellschaftliche Vorstellungen und Ordnungen in Pflegedinge eingeschrieben und welchen Einfluss haben umgekehrt Gegenstände bei deren Entstehung?Solche von der Forschung bislang vernachlässigten Fragen rückt der Band in den Fokus. Die Beiträger_innen zeigen auf, wie Menschen und Dinge in unterschiedlichen historischen und gegenwärtigen Settings von Pflege und Care interagieren und wie Objekte dazu beitragen können, Normalität, Nähe oder Wissen herzustellen bzw. zu verhindern.Mit Fotografien von Thomas Bruns.