Andrea Koenecke – författare
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Walter Rossow, neben seiner planerischen Tätigkeit Hochschullehrer in Berlin und Stuttgart, hat 1991 dem Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, seinen umfangreichen beruflichen Nachlass übergeben. Für die Erforschung der jüngeren Professionsgeschichte der Landschaftsarchitektur stellen derartige, in ihrem Kontext erhaltene Archivalien eine aufschlussreiche Quelle dar. Ergänzt um Literaturstudien und Zeitzeugengespräche bilden sie die Grundlage der vorliegenden Arbeit.Im Fokus dieses Bandes stehen das öffentlichkeitsbezogene Wirken und die fachliche Positionierung Rossows - in den Debatten der ersten Nachkriegsjahre, im Aufbau der Bundesrepublik und im Zuge des Wandels planerischer und gesellschaftlicher Leitbilder. Frühe fachliche und politische Orientierungen Rossows werden dabei deutlich, sein Eintreten für einen sachlichen, von ideologischen Überformungen befreiten Landschaftsbegriff, für vorausschauende Planung mit dem Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten. Die Interbau Berlin 1957, die Werkbundtagung 1959 in Marl mit der darauf folgenden Kampagne gegen die "Große Landzerstörung" und weitere Aktivitäten werden in ihren Bezügen auch zu zeitgleichen Veranstaltungen wie den Naturschutztagen oder der "Grünen Charta von der Mainau" untersucht. Angesichts des zunehmenden Flächenverbrauchs und der Gefährdung natürlicher Ressourcen geht es um eine Suche nach planerischen Strategien, um die Aktivierung der Öffentlichkeit und letztlich um ein engagiertes Eintreten für eine demokratische Baukultur.
Del 8 - CGL-Studies
Die Kunst, Landschaft neu zu erfinden
Zu Werk und Wirken von Bernard Lassus
Inbunden, Engelska, 2010
727 kr
Tillfälligt slut
Bernard Lassus hat der internationalen Landschaftsarchitektur der vergangenen drei Jahrzehnte wie nur wenige andere wichtige Impulse gegeben. Er ist nicht nur ein querdenkender Landschaftsarchitekt und Künstler, sondern wirkt in seinen Arbeiten auch als Historiker, Konservator, Archäologe, Botaniker und Gärtner. Mit seinen Projekten widmet er sich den Landschaften von Autobahnen und Industriebrachen ebenso wie historischen Gärten und den «vernacular gardens», den nicht-professionell angelegten Gärten und der Ideenwelt ihrer Besitzer. Anlässlich seines 80. Geburtstags ist ihm ein Band gewidmet, der wesentliche Facetten seines Werks und Wirkens für ein internationales und deutschsprachiges Fachpublikum erschließen möchte. Die diesen Band einleitenden Beiträge beleuchten Lassus Werk aus einer internationalen Perspektive. Mit Stephen Bann, Michel Conan und John Dixon Hunt nehmen Autoren dazu Stellung, die seit drei Jahrzehnten mit Lassus zusammenarbeiten und mit seinen landschaftsarchitektonischen Projekten wie auch mit seinen theoretischen Vorstellungen vertraut sind wie wohl niemand sonst. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Wirken von Lassus in Deutschland und vor allem an der Gesamthochschule Kassel in den 1980er Jahren sowie aktuell an der Leibniz Universität Hannover. Eine Auswahl von Beiträgen Bernard Lassus aus deutschsprachigen Fachzeitschriften und Buchpublikationen wird im zweiten Teil des Bandes präsentiert und bietet einen Einblick in seine Sicht der Landschaftsarchitektur.