Bernhard Kaiser – författare
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PDF, Tyska, 2019698 kr
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Anachronismen werden ublicherweise als Fehler in der zeitlichen Zuordnung verstanden und konnen tatsachlich aus Unkenntnis oder Unachtsamkeit zustande kommen. Zugleich ist es aber auch denkbar, dass Elemente, die verschiedenen Zeitepochen anzugehoren scheinen, absichtsvoll in einer bestimmten Weise verbunden oder, wie der titelgebende Begriff der "e;Zeitmontage"e; versinnbildlicht, ineinander montiert werden. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes untersuchen die Formen und Funktionen solcher Zeitmontagen anhand von Beispielen aus der Alten Geschichte, der Archaologie und der Klassischen Philologie. Die Beitrage zeigen: Es lohnt sich, Anachronismen entgegen dem ersten Reflex als gezielt verwendete Gestaltungsmittel in den Blick zu nehmen und danach zu fragen, welche zusatzlichen Bedeutungsnuancen in der Verschrankung unterschiedlicher Zeitbezuge angelegt sind.
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PDF, Tyska, 2021750 kr
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Nach vorherrschender Meinung veranschaulicht Platon im Gorgias die Wirkungslosigkeit der Sokratischen Gesprachsmethode, da er Sokrates vor allem heftige Vorwurfe und Spott ernten lasst. Bernhard Kaiser argumentiert hingegen dafur, die emotionalen Reaktionen als Indikator zu werten, dass die Gesprachspartner wirksam in ihrem Selbstverstandnis erschuttert werden. Sokrates' Vorgehen ist in Analogie zur medizinischen Behandlung als Seelentherapie konzipiert, wobei der Akzent der Darstellung auf dem Schmerz liegt, den die Behandlung haufig mit sich bringt. Die verbalen Angriffe gegen Sokrates lassen sich somit als Abwehrreaktionen auf die unangenehmen Begleiterscheinungen der psychischen Transformationsprozesse lesen, die durch die argumentativen Widerlegungen eingeleitet werden. Die Einbettung der Konfliktsituationen in das Handlungsgeschehen bietet zugleich die Gelegenheit, die therapeutischen Tugenden des Sokrates unter Beweis zu stellen: Platon lasst ihn im Interesse der Gesprachspartner stets besonnen reagieren und unerschrocken gegen die Widerstande ankampfen. Die erhobenen Vorwurfe erweisen sich dabei als unzutreffend. Kaiser arbeitet insbesondere heraus, dass Sokrates auf den Gebrauch der eironeia verzichtet.
Häftad, Tyska, 2007
539 kr
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