Britta-Juliane Kruse – författare
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Verborgene Heilk Nste
Geschichte Der Frauenmedizin Im Sp Tmittelalter
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Gelehrtenkultur und Sammlungspraxis
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In einer virtuellen Rekonstruktion werden der Sammlungsort der Universitätsbibliothek im Juleum zu Helmstedt, seine Ausstattung, die Objektsammlung und historische Schriftstücke im Bibliotheksarchiv erforscht. Der Name des einzigartigen Renaissancegebäudes erinnert an Herzog Julius, Gründer der Universität und der Hofbibliothek in Wolfenbüttel. Neu entdeckte Architekturzeichnungen von Georg Christoph Sturm zeigen, dass die 1759 eingerichtete Saalbibliothek ältere Bibliotheksräume ersetzte. Seine Raumkonzepte wurden zusammen mit handschriftlichen Inventaren, Bibliotheksordnungen, Katalogen und Korrespondenzen archiviert. Die Analyse der Dokumente zur Wissensorganisation wird in dieser Studie mit Ergebnissen zur Materialität und Benutzungsgeschichte historischer Hand- und Druckschriften verknüpft ‒ so erhalten soziale Praktiken schärfere Konturen. Als die Universität 1810 geschlossen wurde, standen in der Saalbibliothek etwa 24.000 Bücher aus Nachlässen oder säkularisierten Klöstern. Hinzu kamen Belegexemplare oder Ankäufe bei Auktionen. Beschriebene oder erhaltene Gemälde, Münzen, Kuriositäten und Herbarien sind zur interdisziplinären Erforschung der Gelehrtenkultur und institutionellen Sammlungspraxis von besonderem Interesse.
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In einer virtuellen Rekonstruktion werden der Sammlungsort der Universitätsbibliothek im Juleum zu Helmstedt, seine Ausstattung, die Objektsammlung und historische Schriftstücke im Bibliotheksarchiv erforscht. Der Name des einzigartigen Renaissancegebäudes erinnert an Herzog Julius, Gründer der Universität und der Hofbibliothek in Wolfenbüttel. Neu entdeckte Architekturzeichnungen von Georg Christoph Sturm zeigen, dass die 1759 eingerichtete Saalbibliothek ältere Bibliotheksräume ersetzte. Seine Raumkonzepte wurden zusammen mit handschriftlichen Inventaren, Bibliotheksordnungen, Katalogen und Korrespondenzen archiviert. Die Analyse der Dokumente zur Wissensorganisation wird in dieser Studie mit Ergebnissen zur Materialität und Benutzungsgeschichte historischer Hand- und Druckschriften verknüpft ‒ so erhalten soziale Praktiken schärfere Konturen. Als die Universität 1810 geschlossen wurde, standen in der Saalbibliothek etwa 24.000 Bücher aus Nachlässen oder säkularisierten Klöstern. Hinzu kamen Belegexemplare oder Ankäufe bei Auktionen. Beschriebene oder erhaltene Gemälde, Münzen, Kuriositäten und Herbarien sind zur interdisziplinären Erforschung der Gelehrtenkultur und institutionellen Sammlungspraxis von besonderem Interesse.
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In dieser Geschichte der Gynäkologie des Spätmittelalters wertet Britta-Juliane Kruse bislang unbekannte Rezeptsammlungen und Traktate aus, auf deren Grundlage Ärztinnen und Hebammen Krankheiten therapierten oder die zur Eigenbehandlung von Frauen dienten. Das Alltagsleben von Frauen, das Geschlechterverhältnis, Sexualität, Menstruation, Unfruchtbarkeit, Schwangerschaft und Geburt werden in diesen Texten ebenso thematisiert wie die medizinische Praxis von Frauen im Spätmittalalter. Kruse kann zeigen, wann und wo Ärztinnen praktizierten, welche Tätigkeiten Hebammen ausführten und wie sie dafür entlohnt wurden; wie groß die Wertschätzung war, die Hebammen genossen, wie sehr sie aber auch Diffamierung und Verfolgung ausgesetzt waren. Die beiden ersten Kapitel führen mit einem Überblick über die bisher bekannten frauenmedizinischen Texte in das Thema ein. Kapitel 3 enthält eine Zusammenschau der Inhaltsstoffe und Anwendungsformen der gynäkologischen Rezepte, Kapitel 4 die Behandlungsmethoden der wichtigsten Frauenkrankheiten, Kapitel 5 einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und Funktion der frauenmedizinischen Texte, das folgende Kapitel eine Darstellung der Gesundheitsversorgung von und durch Frauen und speziell der Lebenssituation der Hebammen, wobei der Anteil von Chirurgen und Ärzten bei der Therapie von Frauen thematisiert wird. Daran schließt sich die Einführung in die mittelalterliche Sicht von Sexualität, Unfruchtbarkeit und Empfängnisverhütung, Schwangerschaft und Geburt sowie die Kinderfürsorge an (Kapitel 7). Es folgt in Kapitel 8 die geschichtliche Einordnung der mittelalterlichen Vorstellungen vom Frauenkörper. Den Band beschließen drei frauenheilkundliche Texte, die ins heutige Deutsch übertragen wurden. Sie zeigen den theoretischen und praktischen Kenntnisstand des Spätmittelalters und vermitteln eine Vorstellung von der medizinischen Praxis dieser Zeit.
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Diese interdisziplinäre Untersuchung erschließt den Inhalt nur in historischen Publikationen erhaltener und bisher kaum erforschter Texte für den Witwenstand: Witwenspiegel, Gebetbücher, Traktate und Predigten. Deren Verfasser waren vor allem Theologen, die das Verhalten von Witwen innerhalb der Gesellschaft beeinflussen, ihnen aber zugleich Lebenshilfe und Trost bieten wollten. Die literaturwissenschaftliche Analyse ergänzt eine mikrohistorische Studie zu den Lebensverhältnissen von Witwen in Nürnberg. Diese informiert in Text und Bild über deren Berufe und Wohnorte, Trauerkleidung und Rechtsverhältnisse sowie Maßnahmen zur Armenfürsorge vor der Einführung von Witwenkassen. Vielfältige kulturhistorische Dokumente belegen die bisher unterschätzte Stiftungspraxis von Witwen. Briefe und Selbstzeugnisse von Nürnberger Patrizierinnen oder Pfarrwitwen vermitteln facettenreiche, lebensnahe Eindrücke der Chancen und Probleme des Lebens im Witwenstand.
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Tillfälligt slut