Carl-Friedrich Geyer – författare
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Häftad, Tyska, 2010
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English summary: Alfred F. Loisy's "The Gospel and the Church" offers the opportunity to examine the beginnings of Catholic critical scholarship with a view toward the implications of that scholarship for the task of contemporary theology. The book marks a beginning and implies a shift from one intellectual horizon (traditional Catholicism) to another (historical consciousness). In an ecumenical age Loisy's apologetic concerns may be somewhat out of place. His criticism of Protestant liberalism raises the question of whether there is a distinction between the Protestant and the Catholic position. Loisy's objective was twofold: to establish critical scholarship within Roman Catholicism and to work out the implications of that scholarship for the stance of the church within modern society. Carl-Friedrich Geyer tries to assess the Loisy's significance and his understanding of religion as a living fact, not a concept of mind. German description: Jesus verkundete das Reich Gottes, gekommen ist die Kirche - diese einpragsame Formel Loisys wird oft und gerne zitiert, dies meist, ohne um ihre Ambivalenz zu wissen oder das Werk Loisys naher zu kennen.Der Vertiefung beider Aspekte dient das vorliegende Buch, das auch den Text Loisys in einer deutschen Ubersetzung zuganglich macht. Carl-Friedrich Geyer arbeitet die theologischen Implikationen heraus und konfrontiert die Thesen Loisys mit den gegenwartigen Fragen und Problemen einer Neugewichtung der christlichen Uberlieferung am Beginn des 21. Jahrhunderts. Loisy zahlt zum theologischen Modernismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Seine in apologetischer Absicht verfasste und eher in kritischer Stossrichtung rezipierte epochale Schrift L'Evangile et L'Eglise verbindet auf faszinierende Weise im Ruckgriff auf ein evolutionistisches Geschichtsdenken die Intentionen der christlichen Uberlieferung seit der Entstehung des Neuen Testamentes mit den Erwartungen der Moderne, unter anderem den Fragen nach einem sogenannten Wesen des Christentums (Harnack). Die Parallelen wie die Differenzen zu Troeltsch Konzeption einer Absolutheit des Christentums sind augenfallig.Nicht gegen, sondern mit der historisch-kritischen Methode versucht Loisy, die Spannung zwischen transkategorialer, religios-apokalyptischer Verheissung und historischer Verfasstheit kontingenter Religionsbildung zu uberwinden, wobei die Reich-Gottes-Verheissung der urchristlichen Gemeinde und die Utopie einer Religion, welche die peripheren Religionsgebilde transzendiert, nahezu deckungsgleich werden. Brisanz gewinnt diese These gegenwartig im spatmodernen Neben- und Miteinander der Weltreligionen sowie in der Frage nach einer Zukunft des Christentums nach den vielen, nicht nur historisch unabweisbaren notwendigen Abschieden des tradierten und nach wie vor konfessionell gespaltenen Christentums und seiner Theologie. Wie dessen Zukunft aussehen konnte, zeigt Loisys Retrospektive, ein Ruckblick, der zugleich ein Ausblick und eine bedenkenswerte Perspektive darstellt, die ihre Verdeutlichung in der vorliegenden Publikation auch dadurch erfahrt, dass der Text Loisys hier in einer Neuubersetzung vorliegt, die einer weitergehenden Rezeption den Weg bereiten kann.
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PDF, Tyska, 20101 169 kr
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»Jesus verkündete das Reich Gottes, gekommen ist die Kirche« – diese einprägsame Formel Loisys wird oft und gerne zitiert, dies meist, ohne um ihre Ambivalenz zu wissen oder das Werk Loisys näher zu kennen. Der Vertiefung beider Aspekte dient das vorliegende Buch, das auch den Text Loisys in einer deutschen Übersetzung zugänglich macht. Carl-Friedrich Geyer arbeitet die theologischen Implikationen heraus und konfrontiert die Thesen Loisys mit den gegenwärtigen Fragen und Problemen einer Neugewichtung der christlichen Überlieferung am Beginn des 21. Jahrhunderts. Loisy zählt zum theologischen Modernismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Seine in apologetischer Absicht verfasste und eher in kritischer Stossrichtung rezipierte epochale Schrift »L''Evangile et L''Eglise« verbindet auf faszinierende Weise im Rückgriff auf ein evolutionistisches Geschichtsdenken die Intentionen der christlichen Überlieferung seit der Entstehung des Neuen Testamentes mit den Erwartungen der Moderne, unter anderem den Fragen nach einem sogenannten »Wesen des Christentums« (Harnack). Die Parallelen wie die Differenzen zu Troeltsch Konzeption einer Absolutheit des Christentums sind augenfällig. Nicht gegen, sondern mit der historisch-kritischen Methode versucht Loisy, die Spannung zwischen transkategorialer, religiös-apokalyptischer Verheißung und historischer Verfasstheit kontingenter Religionsbildung zu überwinden, wobei die Reich-Gottes-Verheißung der urchristlichen Gemeinde und die Utopie einer Religion, welche die peripheren Religionsgebilde transzendiert, nahezu deckungsgleich werden. Brisanz gewinnt diese These gegenwärtig im spätmodernen Neben- und Miteinander der Weltreligionen sowie in der Frage nach einer Zukunft des Christentums nach den vielen, nicht nur historisch unabweisbaren »notwendigen Abschieden« des tradierten und nach wie vor konfessionell gespaltenen Christentums und seiner Theologie. Wie dessen Zukunft aussehen könnte, zeigt Loisys Retrospektive, ein Rückblick, der zugleich ein Ausblick und eine bedenkenswerte Perspektive darstellt, die ihre Verdeutlichung in der vorliegenden Publikation auch dadurch erfährt, dass der Text Loisys hier in einer Neuübersetzung vorliegt, die einer weitergehenden Rezeption den Weg bereiten kann.
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Im Vergleich mit anderen Texten aus der Antike ist die Philosophie Epikurs (341-270 v. Chr.) viel stärker in den Lebensalltag eingeschrieben. Statt auf Abstraktion und Systemgeist verlässt sie sich auf die Erfahrung. Das gilt besonders für das Leitmotiv Epikurs: dass der Mensch nicht in Freude leben kann, ohne gleichzeitig vernünftig, anständig und gerecht zu sein, wie er auch nicht vernünftig, anständig und gerecht sein kann, ohne in Freude zu leben. Der »Philosophie der Freude« widmet Geyer besondere Aufmerksamkeit und zeigt, dass die epikureische »hedone« nicht eine Philosophie der Amoral propagiert, sondern zum richtigen Leben anleiten will.