Charlotte Hanisch – författare
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Häftad, Tyska, 2024
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Das Schulcoaching SCEP richtet sich an Fachkräfte, die Lehrpersonen im Umgang mit expansiv-auffälligen Schülerinnen und Schülern, v. a. an Grundschulen, fortbilden möchten. Unter expansiven Auffälligkeiten wird dabei aggressives, oppositionelles, unaufmerksames, impulsives und hyperaktives Verhalten verstanden, das die Leistung der betroffenen Schülerinnen und Schüler beeinträchtigt und besondere Herausforderungen an die Lehrperson stellt. SCEP wurde auf der Grundlage verhaltenstherapeutischer Methoden entwickelt und hinsichtlich seiner Wirksamkeit überprüft.Das Schulcoaching bietet zwei (auch unabhängig voneinander durchführbare) Anwendungsmöglichkeiten:- Eine eintägige Fortbildung, die als Prävention mit einem Schulkollegium (max. 25 Personen) durchgeführt werden kann.- Ein Einzelcoaching über etwa 12 Wochen, das für die individuelle Weiterbildung von ein bis zwei Lehrkräften und die fallbezogene Anwendung auf ein konkretes Kind mit expansivem Problemverhalten konzipiert wurde. Der modulare Aufbau mit 12 Bausteinen bzw. Sitzungen bietet die Möglichkeit, die Auswahl der Inhalte und die Reihenfolge der Bausteine individuell an den Bedürfnissen der jeweiligen Lehrperson auszurichten und so auch die Dauer des Coachings zu variieren.Alle Materialien für die Fortbildung (Power-Point-Folien, Handouts etc.) und das Einzelcoaching (Arbeitsbücher, Arbeitsblätter etc.) befinden sich auf einer beiliegenden CD-ROM und können den teilnehmenden Lehrpersonen als Ausdruck zur Verfügung gestellt werden.
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Die Schule spielt eine sehr groe Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen, sie kann entwicklungsforderlich wirken, aber auch als Belastung erlebt werden, wenn beispielsweise Leistungsanforderungen nicht erfullt werden oder soziale Desintegration droht. Verschiedene psychische Storungen des Kindes- und Jugendalters gehen mit schulischen Problemen einher. Am haufigsten mussen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen mit Personen im Bereich der Schule in Kontakt treten, wenn sie Kinder und Jugendliche mit ADHS behandeln. Aber auch in der Therapie von Leistungs- und sozialen Angsten, Schulvermeidung, Depressionen, Storungen des Sozialverhaltens oder Autismus-Spektrum-Storungen werden in der Regel schulbezogene Themen angesprochen. Der Leitfaden legt den Fokus auf Schule und ist damit eine Erganzung der storungsspezifischen Bande der Reihe. Zunachst werden die theoretischen Grundlagen sowie nationalen und internationalen Befunde zu wirksamen schulischen Interventionen bei emotionalen und Verhaltensproblemen berichtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung von Leitlinien zur Diagnostik, Interventionsplanung und Verlaufskontrolle sowie zu schulischen Interventionen. Es geht darum, die individuellen und schulischen Beziehungen und Rahmenbedingungen zu analysieren, um relevante Kontextbedingungen zu erkennen, die die Entstehung und Aufrechterhaltung der emotionalen und Verhaltensprobleme begunstigen. Ein gemeinsam erarbeitetes Bedingungsmodell dient dann als Basis fur die weitere Interventionsplanung. Die Ma nahmen konnen an verschiedenen Ebenen ansetzen: So geht es z.B. um die Aufklarung und Beratung der Lehrkraft, der Verbesserung der Beziehung zwischen Lehrkraft und betroffenem Kind, um die Beziehungen innerhalb der Lerngruppe bzw. Klassengemeinschaft und um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Wenn schulische Ma nahmen nicht ausreichen, mussen gegebenenfalls weitere au erschulische Hilfen zur Unterstutzung hinzugezogen werden. Diese Interventionen sind Teil storungsspezifischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und konnen zeitweise sogar im Vordergrund der Behandlung stehen. Die vorgestellten Interventionen konnen aber auch in schulpsychologischen oder sonderpadagogischen Kontexten genutzt werden, um uber schulbasierte Interventionen emotionale und Verhaltensprobleme in der Schule zu reduzieren. Ein abschlie endes Kapitel stellt hilfreiche Materialien bereit, die zur Exploration, Bedingungsanalyse, Interventionsplanung und -umsetzung genutzt werden konnen.
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Die Schule spielt eine sehr groe Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen, sie kann entwicklungsforderlich wirken, aber auch als Belastung erlebt werden, wenn beispielsweise Leistungsanforderungen nicht erfullt werden oder soziale Desintegration droht. Verschiedene psychische Storungen des Kindes- und Jugendalters gehen mit schulischen Problemen einher. Am haufigsten mussen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen mit Personen im Bereich der Schule in Kontakt treten, wenn sie Kinder und Jugendliche mit ADHS behandeln. Aber auch in der Therapie von Leistungs- und sozialen Angsten, Schulvermeidung, Depressionen, Storungen des Sozialverhaltens oder Autismus-Spektrum-Storungen werden in der Regel schulbezogene Themen angesprochen. Der Leitfaden legt den Fokus auf Schule und ist damit eine Erganzung der storungsspezifischen Bande der Reihe. Zunachst werden die theoretischen Grundlagen sowie nationalen und internationalen Befunde zu wirksamen schulischen Interventionen bei emotionalen und Verhaltensproblemen berichtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung von Leitlinien zur Diagnostik, Interventionsplanung und Verlaufskontrolle sowie zu schulischen Interventionen. Es geht darum, die individuellen und schulischen Beziehungen und Rahmenbedingungen zu analysieren, um relevante Kontextbedingungen zu erkennen, die die Entstehung und Aufrechterhaltung der emotionalen und Verhaltensprobleme begunstigen. Ein gemeinsam erarbeitetes Bedingungsmodell dient dann als Basis fur die weitere Interventionsplanung. Die Ma nahmen konnen an verschiedenen Ebenen ansetzen: So geht es z.B. um die Aufklarung und Beratung der Lehrkraft, der Verbesserung der Beziehung zwischen Lehrkraft und betroffenem Kind, um die Beziehungen innerhalb der Lerngruppe bzw. Klassengemeinschaft und um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Wenn schulische Ma nahmen nicht ausreichen, mussen gegebenenfalls weitere au erschulische Hilfen zur Unterstutzung hinzugezogen werden. Diese Interventionen sind Teil storungsspezifischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und konnen zeitweise sogar im Vordergrund der Behandlung stehen. Die vorgestellten Interventionen konnen aber auch in schulpsychologischen oder sonderpadagogischen Kontexten genutzt werden, um uber schulbasierte Interventionen emotionale und Verhaltensprobleme in der Schule zu reduzieren. Ein abschlie endes Kapitel stellt hilfreiche Materialien bereit, die zur Exploration, Bedingungsanalyse, Interventionsplanung und -umsetzung genutzt werden konnen.