Christa Stocker – författare
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Neben den Kommentaren zu den Prosatexten des ersten und zweiten Bandes der "Reisebilder" und zu den "Englischen Fragmenten" enthält dieser Band die Apparate zu den Anmerkungen, Vor- und Schlußworten aller vier "Reisebilder"-Bände und darüber hinaus eine Entstehungsgeschichte des Gesamtprojektes der "Reisebilder". Sowohl die einzelnen Texte als auch die Paralipomena werden in miteinander korrespondierenden Kategorien kommentiert. Im Abschnitt "Entstehung" werden die Textgeschichte der jeweiligen Texteinheit und ihre Druck- und Zensurgeschichte dargestellt, wie sie sich aus historischen und biographischen Zeugnissen (Textzeugen, briefliche Mitteilungen, Zeugnisse Dritter) ergeben. Die Auswertung aller überlieferten Korrespondenzen ergab neue Erkenntnisse zur Genese der "Harzreise" sowie der "Nordsee. Dritte Abtheilung" und eröffnete die Möglichkeit, die Datierung einzelner Vor- und Schlußworte – entgegen der bisher vertretenen Auffassung – zu präzisieren. Bei allen Texten wird im Überblick der genetische Prozeß beschrieben, der im Abschnitt "Mitteilungen zum Text" durch die Verzeichnung aller Varianten zwischen ediertem Text und den übrigen authentischen Textzeugen detailliert belegt wird. In den "Erläuterungen" werden neben den zum besseren Verständnis des Textes notwendigen Informationen über historische, literarische und biographische Fakten neue Quellen zu Heines früher Lektüre und intertextuelle Verweise auf frühe Leseeindrücke erschlossen. Es wird ferner nachgewiesen, inwiefern Heine durch direkte und indirekte Zitate die "Reisebilder" mit der literarischen Tradition der Reisebeschreibung im 18. Jahrhundert verknüpft hat. Durch Querverweise auf Parallelstellen in anderen Texten und Briefen werden die "Erläuterungen" mit dem Gesamtwerk des Dichters vernetzt.
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Zu den in den Jahren 1836–1840 publizierten, 1979 in der Säkularausgabe vorgestellten Prosawerken (u. a. ",Florentinische Nächte", ",Der Rabbi von Bacherach", "Elementargeister", "Shakspeares Mädchen und Frauen", "Heinrich Heine über Ludwig Börne") liefert der Kommentarband Entstehungsgeschichten, Überlieferungsangaben und Erläuterungen. Die Abschnitte "Entstehung" und "Mitteilungen zum Text" dokumentieren die Entstehungs- und Druckgeschichten der Texte und die Abweichungen aller handschriftlichen und gedruckten Textzeugen von der gewählten Textgrundlage. Die "Erläuterungen" informieren über historische, literarische, biographische und sprachliche Sachverhalte, soweit sie zum Verständnis der Texte notwendig sind.
1 295 kr
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Eine zuverlässige Gesamtausgabe der Korrespondenzen Heines gehört seit langem zu den Desiderata der Heine–Forschung. Zwischen 1914 und 1920 legte Friedrich Hirth eine umfassendere Auswahl von Briefen Heines vor. Er besorgte auch die bisher einzige Gesamtausgabe der Briefe Heines, die in den Jahren von 1950 bis 1957 in drei Doppelbänden erschien. Fritz Eisner hat diese Ausgabe nach Hirths Tod zum Abschluß geführt. Er übernahm es auch, im Rahmen der Heine–Säkularausgabe eine neue, auf vier Bände berechnete Ausgabe der Briefe Heines zu bearbeiten, die durch weitere vier Bände mit Briefen an Heine ergänzt wird. Diese Briefausgabe umfaßt insgesamt 1770 – darunter 68 bisher unveröffentlicht gebliebene – Briefe Heines, 1444 davon im vollen Wortlaut, 326 in Gestalt von Nachweisen, Teilabdrucken und Inhaltsangaben, sowie 1343 Briefe an Heine. Band 24 enthält die Briefe an Heine von 1837 bis 1841.
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Soziale Stereotype, wie z.B. Geschlechterstereotype, sind sprachlich geprägt und spiegeln sich in der habituellen Bezeichnungs- und Beschreibungspraxis einer Gesellschaft wider. Im vorliegenden Buch wird - anhand des mädchenliterarischen Diskurses des 19. Jahrhunderts (1850-1914) - ein Instrumentarium zur Rekonstruktion solcher "sprachgeprägter Menschenbilder" entwickelt. Die Autorin analysiert Personenbezeichnungen und"präferierte Selektionen", eine Art Kollokationen, aus Mädchenbuch-Klassikern wie »Trotzkopf« (v. Rhoden) oder »Backfisch''chens Freuden und Leiden« (Helm). Sie weist dabei u.a. die Konstitution und Ausformung einer neuen Kategorie (Backfisch) nach. Denn Veränderungen in der Bezeichnungs- und Beschreibungspraxis für Mädchen lassen sich als Zeichen eines gesellschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Wandels interpretieren, d.h. im Kontext der bürgerlichen Lebenswelt als Ausdruck einer differenzierteren Kategorisierung und eines veränderten Frauenbilds. Die Studie ist dezidiert interdisziplinär angelegt und beleuchtet den Zusammenhang von Ausdrucks- und Kognitionsseite, von Sprach- und Denkstereotyp. Sie leistet darüber hinaus einen Beitrag zur neueren Sprachgeschichte des Deutschen und zur Mentalitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Sprachgeprägte Frauenbilder
Soziale Stereotype Im Mädchenbuch Des 19. Jahrhunderts Und Ihre Diskursive Konstituierung
3 254 kr
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