Christian Papilloud – författare
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This reintroduction to the life and work of Marcel Mauss highlights his coherent and original thought both as an academic and an engaged intellectual of his time. Since his work regained attention in social sciences in the later 20th century, Reintroducing Marcel Mauss also emphasises the progression of research on Mauss’s thought, bringing to light various neglected aspects of his scientific project, including his political commitment and writings. With a review of the contemporary research on Mauss’s legacy, it offers a fuller understanding of the questions with which he was concerned – questions which converged in the challenge of working out alternative ways for a social life that promotes a genuinely social society inspired by socialist and cooperative values. It will therefore appeal to scholars of sociology and anthropology with interests in the history and development of sociology, and the contemporary importance of classical social theory.
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This reintroduction to the life and work of Marcel Mauss highlights his coherent and original thought both as an academic and an engaged intellectual of his time. Since his work regained attention in social sciences in the later 20th century, Reintroducing Marcel Mauss also emphasises the progression of research on Mauss’s thought, bringing to light various neglected aspects of his scientific project, including his political commitment and writings. With a review of the contemporary research on Mauss’s legacy, it offers a fuller understanding of the questions with which he was concerned – questions which converged in the challenge of working out alternative ways for a social life that promotes a genuinely social society inspired by socialist and cooperative values. It will therefore appeal to scholars of sociology and anthropology with interests in the history and development of sociology, and the contemporary importance of classical social theory.
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Indem er eine Soziologie der Solidarität entwickelte, die als ernsthafte Alternative zum durkheimschen Programm betrachtet wurde, nimmt Gaston Richard einen besonderen Platz im Pantheon der Gründerväter der Soziologie in Frankreich ein. Das vorliegende Buch bietet ein detailliertes Panorama dieser historischen Rechtssoziologie an, die Richard auf Grundlage eines relationalen, aus der Moral gewonnenen Ansatzes entwickelte. Richards Instrumentarium, das eine starke Nähe zum deutschen Formalismus aufzeigt, diente einer soziologischen Erkenntnis, die eine praktische Lösung gesellschaftlicher Probleme, insbesondere auf europäischen und internationalen Ebenen, zum Ziel hatte.
Nach dem Ersten Weltkrieg radikalisierte Richard sein Programm. Die zunehmende Ambivalenz, die er gegenüber der deutschsprachigen Soziologie wegen seiner Auffassung des Staates und des Völkerrechts dann zeigte, deutete auf einen identitären, insbesondere im Rahmen seines Engagements für die protestantische Stiftung La Cause sichtbaren Nationalismus, den Richard vergeblich mit seiner Soziologie der Solidarität zu verbinden versuchte, um die französische Soziologie neu zu definieren. Der Band schließt mit Richards bibliographischem Werk, einer Liste seiner akademischen Lehrveranstaltungen und einem Unikat zum italienischen Faschismus ab.
Der Inhalt
Einleitung • Die Willenstheorie und die Soziologie als ethische Soziologie • Kritik des Organizismus • Kritik des Positivismus • Gaston Richards Wirtschaftssoziologie • Von der Berufsmoral zur staatsbürgerlichen Moral – oder die deutsche Frage • La Cause • Rück- und Ausblick • Anhang A: Le fascisme et l’anti-fascisme • Anhang B: Werk von Gaston Richard • Anhang C: Lehrveranstaltungen von Gaston Richard.
Die Autoren
Dr. Christian Papilloud ist Professor für Soziologie an der Universität Halle-Wittenberg.
Dr. Cécile Rol lehrt am Institut für Soziologie der Universität Halle-Wittenberg.817 kr
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Mit Relation in den unterschiedlichen Deklinationen dieses Begriffes als Beziehung, Interaktion, Austausch, Verhältnis usw. wird eine Fundierung der soziologischen Theorie auf der Mikroebene der Zwischenmenschlichkeit nahegelegt, wovon es genüge, deren Emergenz in vorausgesetzten nachfolgenden höheren Stufen nachzuzeichnen, um sie als Wurzel der Gesellschaft zu verstehen. Dabei geht oft die Überlegung verloren, nach der sich eine Gesellschaft auch im Rücken der Akteure herausbilden kann, ohne dass sie es wollen und ohne dass sie daran tatsächlich teilhaben. Im Vergleich zur Forschungsperspektive der relationalen Soziologie und den diversen angegliederten Formen des Interaktionismus in der Soziologie hat Pierre Bourdieu in seinem soziologischen Werk eine solche kritische Position bezogen und kompromisslos für einen makro-relationalen Ansatz in der Soziologie geworben. Damit hat er die Grundlage einer Überlegung zur Relation als Makrobegriff gelegt, der nicht etwa einen alternativen Ansatz in den Bereich der existierenden relationalen Soziologie einführt, sondern als Hauptansatz einer soziologischen Theorie zu verstehen ist. In diesem Band wird dieser Weg sowohl im Kontrast zu der relationalen Soziologie als auch im Kontrast zur Theorie Bourdieus beschritten, woraus eine entsprechende Theorie der Relation für die soziologische Theorie gewonnen wird.
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Als Bereich der Entwicklung und Verwendung von Nanotechnologien zur Heilung von Krankheiten ist die Nanomedizin eng mit den Erwartungen auf die Verwirklichung des Potentials der Nanotechnologien zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit einerseits und zur Gewährleistung des gesellschaftlichen Wohlstandes andererseits verbunden. Ziel dieser Rhetorik ist es, die Einbeziehung der Nanomedizin in die soziale Arbeit unterschiedlicher Akteure zu normalisieren. Die Translation in der Nanomedizin ist der Ausdruck, der eine solche Entwicklung bezeichnet.
Auf der Grundlage der Theorie der Relation wird diese Translation empirisch mit Hilfe von Topic-Modell-Verfahren untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Translation in der Nanomedizin, welche als Weg "par excellence" zur effizienteren Heilung von Patienten vorgesehen war, im Laufe der Zeit insbesondere zur Formalisierung des Verhältnisses zwischen Krankheiten und Menschen zum Zweck der Verdatung eines solchen Verhältnisses verwendet wird.291 kr
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Ethnologe und Soziologe vom Beruf war Marcel Mauss (1872-1950) Philosoph, Philologe, Spezialist von alten Gesellschaften und der Neffe von Emile Durkheim, dem Gründervater der akademischen französischen Soziologie. Betrachtet man sein Leben und sein Werk, mag es zunächst so aussehen, als sei Mauss lediglich ein treuer Mitarbeiter seines Onkels gewesen, dem er dabei half, aus der Soziologie im Sinne Durkheims eine anerkannte akademische Disziplin zu machen. Mauss arbeitet an der Herausgabe von Durkheims berühmter Zeitschrift L''Année sociologique mit. Er trägt ebenfalls dazu bei, dass die Arbeit von Durkheims Mitarbeitern, den Durkheimianern, positiv wahrgenommen wird. Das, was später in der Literatur als die Französische Schule der Soziologie um die Gruppe von Personen bezeichnet wurde, die Mauss um Durkheim und seine Zeitschrift versammelte, spiegelt jedoch weder die Vielfalt der soziologischen Denkrichtungen in Frankreich noch die verschiedenen Bestrebungen von Durkheims Mitarbeitern wider. Mauss war in dieser Hinsicht keine Ausnahme.
Dieser Band zur Aktualität von Marcel Mauss beschreibt seinen kohärenten und originellen Ansatz sowohl als Akademiker als auch als engagierter Intellektueller in seiner Zeit. Seitdem sein Werk Anfang der 1980er Jahre in den Sozialwissenschaften wieder an Aufmerksamkeit gewonnen hat, bringt die Forschung verschiedene vernachlässigte Aspekte seines wissenschaftlichen Projekts ans Licht, darunter sein politisches Engagement und seine normativen Schriften. Der Überblick über die zeitgenössische Literatur zu Maussʼ Erbe vermittelt ein besseres Verständnis der Fragen, mit denen er sich beschäftigte und die in der Herausforderung gipfeln, alternative Wege für ein soziales Leben zu finden, die zu einer sozialen bzw. von sozialistischen und kooperativen Werten inspirierten Gesellschaft führen.
Das Buch führt gut lesbar in die Theorien von Marcel Mauss ein und arbeitet seine Bedeutung für die Geschichte der Soziologie wie der Ethnologie heraus.
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