Christina Costanza – författare
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PDF, Tyska, 2021263 kr
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Die "Klarheit der Heiligen Schrift" ist nicht selbstverständlich gegeben. Zugleich ist es protestantisches Grundanliegen, christliche Existenz auf "der Schrift" aufzubauen. Jahrhunderte historisch-kritischer Exegese haben zu vertieftem und tragfähigerem Verständnis geführt – und zu Herausforderungen. Hermeneutische Konzepte – auch aus Philosophie, Psychologie sowie den Literatur- und Kulturwissenschaften – bieten vielfältige Ansätze für ein zeitgemäßes Verständnis der Schriftbindung, ohne Engführungen zu folgen oder Glaubensgehalte aufzugeben.Diesen Ansätzen haben sich auf Einladung der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) 16 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus zehn Fakultäten und vier Ländern sowie ein begleitender Professor gewidmet. Konzepte von Martin Luther über Martin Heidegger bis zu Ulrich Barth und Ulrich H. J. Körtner wurden geprüft. Entstanden ist eine Kombination von Zugängen, die gerade in ihrer Interdisziplinarität und Verschiedenheit zeigt, dass es sich lohnt, weiter nach der "Klarheit der Schrift" zu fragen.[Claritas scripturae? Protestant Perspectives on the Hermeneutics of Scripture]Martin Luther''s axiom of the "clarity of scripture" today seems to be gone. Still it is part of protestant identity and "mission" to build Christian existence on scripture. Centuries of academic exegesis, especially the application of historical-critical methods, have deepened and improved the understanding of biblical texts – and did raise further challenges. "Loans" from philosophy and psychology, from literary and cultural studies did add to contemporary options of understanding, neither following too narrow paths nor hastily giving up elements of faith.Invited by the United Lutheran Church of Germany 16 junior academic theologians and a professor of church history as mentor, coming from ten faculties of theology in four countries, have joined to examine concepts from Martin Luther and Martin Heidegger to Ulrich Barth and Ulrich H. J. Körtner, and to apply insights provided by current exegetical debates as well as those from the aesthetics of reception and from church history. The interdisciplinary and diverse approach underlined that it is still highly worthwhile to search for the highest possible "clarity of scripture".
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PDF, Tyska, 20091 059 kr
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Die Dissertation erschließt erstmals in Gänze das religionsphilosophische und theologische Werk Julius Kaftans (1848-1926), einer der bedeutendsten Dogmatiker und theologischen Denker seiner Zeit, der zu Unrecht zu den fast vergessen Theologen zählt. Zumeist einseitig der Schule Albrecht Ritschls zugewiesen, verfiel seine Theologie wie die vieler anderer Denker des ausgehenden 19. Jahrhunderts dem harschen Urteil der Dialektischen Theologie, den Gehalt der christlichen Gottesrede dem modernen Denken preisgegeben zu haben.Angesichts dessen überrascht die These dieser Arbeit, dass der integrierende Schlüsselgedanke des Kaftanschen Denkens in der theologischen Wiederentdeckung der jesuanischen und urchristlichen Eschatologie liegt. Damit korrigiert sie entscheidend das gängige Urteil über den Charakter der so genannten kulturprotestantischen Theologie. Kaftan erklärt die Eschatologie, und zwar im Kern verstanden als Hoffnung auf Erlösung von der Welt, zum Zentrum des christlichen Glaubens. In der Eschatologie sieht er die Bedeutung des Christentums für die moderne Welt. Die Verfasserin begründet diesen Gedanken in Kaftans Konzeption einer neutestamentlichen Theologie und zeichnet sie in die zeitgenössische Debatte um die Verkündigung Jesu ein. Sie zeigt auf, wie die christliche Erlösungshoffnung dem von Kaftan religionsphilosophisch herausgearbeiteten Wesen der Religion korrespondiert. In einem nächsten Schritt entfaltet sie, dass und inwiefern die spezifisch christliche Hoffnung auf Erlösung von der Welt die ethische Weltgestaltung nicht nur ausschließt, sondern geradezu freisetzt, und rekonstruiert Kaftans Begründung christlicher Ethik im Gottesgedanken. Schließlich legt die Verfasserin dar, wie die Kirche als Ort der »Einübung in die Ewigkeit« jenen Zusammenhang darstellt, in welchem der Einzelne in die Freiheit von der Welt geführt wird, die zugleich eine Freiheit für die Welt ist.In der Bedeutung, die Kaftan der Eschatologie für den Glauben und die christliche Weltgestaltung zumisst, sieht die Verfasserin die Relevanz des Kaftanschen Denkens auch für die Gegenwart.