Clemens Dannenbeck - Böcker
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Die Prozesse sozialen Wandels in gegenwärtigen Gesellschaften verlaufen nicht fortschrittslogisch widerspruchsfrei, sondern vielfältig gebrochen. Soziale Verwerfungen, geschlechtliche Ungleichheitslagen und Exklusionsmechanismen führen zu weiteren Veränderungsdynamiken. Die Auswirkungen der beschleunigten Modernisierungsprozesse eröffnen ebenso Befreiungspotenziale wie problematische Entwicklungen. Ausgangsfragen für den vorliegenden Band sind daher: Was folgt aus veränderten, ‚verbesserten‘ normativen Vorgaben in ausgewählten Feldern Sozialer Arbeit und Gesundheit? Welche Verbindung wird zu weiteren gesellschaftlichen Feldern und Veränderungsprozessen gezogen? Welche Aus- und Nebenwirkungen zeigen sich je nach Praxisfeld auf Klientel, Betroffene sowie Situierung der Profession Sozialer Arbeit? In der vorliegenden Publikation werden Bezüge zu sozialem Wandel und Kohäsion vor dem Hintergrund aktueller Forschungsprojekte hergestellt.
Selbst- und Fremdzuschreibungen als Aspekte kultureller Identitätsarbeit
Ein Beitrag zur Dekonstruktion kultureller Identität
Häftad, Tyska, 2002
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1. 1 Unterwegs zu einer Positionierung Stuart Hall positioniert sich in seinem Referat über das theoretische Vermächtnis der britischen Cultural Studies, wie sie schwerpunktmäßig im institutionalisierten Kontext des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) in Birmingham vorangetrieben wurden, durch eine Erzählweise, die er autobiographisch verstanden wissen möchte . . . Normalerweise meint man, Autobiographie bedeute, die Autorität der Authentizität zu beanspruchen" (Hall2000a, S. 34) -ein Anspruch, den zu erheben sich Hall jedoch hütet: . . Ich werde über meinen Umgang mit einigen Aspekten des theoretischen Vermächtnisses der Cultu ral Studies und mit einigen ihrer vergangenen Momente sprechen - nicht, weil es sich dabei um die Wahrheit handelt, oder um die einzige Art und Weise, die Geschichte zu erzählen. Ich habe sie selbst schon oft anders erzählt und ich beabsichtige, sie später wieder anders zu erzählen. " (ebd. S. 34f) Die Einnahme einer solchen essayistisch - wenn nicht bisweilen gar belletristisc- anmutenden Erzählperspektive pflegt in Wissenschaftskreisen nicht selten den Ver dacht der Willkür und des Relativismus zu erregen. Dennoch möchte ich mich von dieser Perspektive Stuart Halls anregen lassen. Verbirgt sich doch hinter der Berufung auf die Autorität der Authentizität nicht nur die Annahme, es gäbe jeweils eine Wahr heit, sondern auch die Unterstellung, diese Wahrheit könnte letztendlich nur von wahr haft berufenen Erzählern vermittelt werden, "als seien diese zweifelsfrei Bürgen für ein authentisches Wissen, das einem Fremden grundsätzlich versagt bleibt" (Dannenbeck/ Eßer/Lösch 1999, S. 25).