Constanze Spie – författare
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Die vorliegende Arbeit stellt eine theoretische und methodische Auseinandersetzung mit der Diskurslinguistik sowie eine empirische Umsetzung dar. Diskurslinguistik im Anschluss an Foucault befasst sich mit textübergreifenden, sprachlichen Wirklichkeitskonstitutionsprozessen, die zugleich als kulturell und weltanschaulich bedingtes Wissen aufzufassen sind. Diskurslinguistik wird handlungstheoretisch fundiert und darauf aufbauend ein Mehrebenendiskursanalysemodell als methodisches Verfahren entwickelt, das sprachstrukturelle, semantische, funktionale sowie situativ-kontextuelle Analysedimensionen umfasst. Am Beispiel des öffentlich-politischen Bioethikdiskurses um Stammzellforschung wird gezeigt, wie Schlüsselwörter, Metaphern und Argumentationstopoi in den je eigenen weltanschaulichen Argumentationskontext gestellt und semantisch fixiert werden, was zu einer perspektivierten Konstruktion von Wirklichkeit führt. Kulturelle und weltanschauliche Voraussetzungen manifestieren sich dementsprechend immer schon in diskurstypischen Sprachgebräuchen, die als semantische Grundfiguren das diskursrelevante Hintergrundwissen bilden.
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In diesem Sammelband zur Genderlinguistik werden Praktiken der sprachlichen Konstruktion von Geschlechteridentitäten aus diversen Blickwinkeln aufgezeigt. Die Beiträge, die unterschiedliche methodische und theoretische Zugänge zur Untersuchung des Zusammenhangs von Sprache und Geschlecht präsentieren, diskutieren aktuelle Fragestellungen und skizzieren neue Perspektiven zur sprachlichen Konstruktion von Geschlecht. So werden Genderinszenierungen in medialen Zusammenhängen wie auch in Face-to-Face Interaktionen aufgezeigt, Aspekte des Zusammenspiels von Sprachsystem und Sprachgebrauch diskutiert und Fragen nach aktuellen Tendenzen einer „geschlechtergerechten Sprache“ aufgeworfen.
1 763 kr
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Der Band vereinigt Beiträge, die sich der morpho-semantischen Struktur des Deutschen aus funktionaler Sicht, d.h. der Motiviertheit der Interaktion von semantischen und formalen Aspekten bei der grammatischen Strukturbildung, widmen. Im Zentrum steht dabei vor allem die Rolle der morpho-semantischen Kategorien Genus und Numerus bei der Entwicklung und Veränderung des Deklinationssystems, also seiner Deklinations- und Distinktionsklassen. Überprüft wird ihr Potential als Motivierungsinstanzen grammatischer und pragmatischer Kongruenzsysteme. Die Untersuchungen verweisen auf die Relevanz morpho-semantischer Kategorien für eine dynamische, von Variation gekennzeichnete grammatische Strukturbildung des Deutschen, verbinden ihre empirische Fundierung mit Fakten und Erkenntnissen aus Sprachwandel und Spracherwerb, tragen mit ihren Fragestellungen zur morphologischen und Sprachveränderung berücksichtigenden Theoriebildung bei und richten den Fokus neben den linguistischen auch auf didaktische Aspekte des Gegenstands.
1 748 kr
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Der Band vereinigt Beiträge, die sich der morpho-semantischen Struktur des Deutschen aus funktionaler Sicht, d.h. der Motiviertheit der Interaktion von semantischen und formalen Aspekten bei der grammatischen Strukturbildung, widmen. Im Zentrum steht dabei vor allem die Rolle der morpho-semantischen Kategorien Genus und Numerus bei der Entwicklung und Veränderung des Deklinationssystems, also seiner Deklinations- und Distinktionsklassen. Überprüft wird ihr Potential als Motivierungsinstanzen grammatischer und pragmatischer Kongruenzsysteme. Die Untersuchungen verweisen auf die Relevanz morpho-semantischer Kategorien für eine dynamische, von Variation gekennzeichnete grammatische Strukturbildung des Deutschen, verbinden ihre empirische Fundierung mit Fakten und Erkenntnissen aus Sprachwandel und Spracherwerb, tragen mit ihren Fragestellungen zur morphologischen und Sprachveränderung berücksichtigenden Theoriebildung bei und richten den Fokus neben den linguistischen auch auf didaktische Aspekte des Gegenstands.
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Diskurse sind stets zugleich medial vermittelt und erzeugt. Insofern bilden Medien die genuinen Untersuchungsgegenstände eines jeden diskursanalytischen Zugangs. Die Beiträge verstehen sich als Mediendiskursanalysen im Anschluss an Foucault. Der erste Teil des Bandes widmet sich Überlegungen zu Diskursen, Dispositiven, Medien und Macht aus theoretisch-methodologischer Perspektive. Im zweiten Teil werden die Grenzen und Erweiterungsmöglichkeiten der Diskursanalyse diskutiert. Empirische Medienanalysen von Machtstrukturen im Hinblick auf die Aspekte Konstruktion, Strategie und Gouvernementalität bilden den dritten Teil. Die Beiträge stammen aus den Bereichen der Sprach-, Kommunikations- und Sozialwissenschaft aus drei europäischen Ländern.