David Vondracek – författare
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PDF, Tyska, 2020258 kr
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Der Titel dieses Sammelbandes – Leave, left, left – wurde inspiriert von Jenny Erpen-becks Roman Gehen, ging, gegangen (2015), mit dem die Autorin auf aktuelle Fluchtbewegungen nach Deutschland reagierte. Überdies verweist die temporale Konjugation des Verbs to leave auf die unterschiedlichen Zeitlichkeiten einer Flucht, die von dem Entschluss zu gehen über die Passage bis zur Ankunft im Zielland reicht. Kommen Geflüchtete in einem Land an, dann wird aus dem leave die Perfektform left, also eine aus Perspektive der vollendeten Gegenwart abgeschlossene Handlung, die in der Vergangenheit liegt. Diese Vergangenheit ist jedoch nicht unbedingt endgültig und kann sich jederzeit wieder ändern, wenn etwa Geflüchtete in ihr Geburtsland zurückkehren oder Migrant*innen zwischen ihrer neuen und alten Heimat pendeln.Flucht und Migration sind also prozesshaft und besitzen eine individuelle Temporalität, die für die wissenschaftliche Auseinandersetzung elementar ist. In einer interdisziplinären Ausrichtung befragt die Publikation das Verhältnis der Künste zur Migration und vice versa: Wie reagieren Musik, bildende Kunst und Theater in Gegenwart und Geschichte auf grenzübergreifende Ortsverlagerungen, auf Dislokation und Transmigration?
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PDF, Tyska, 2021381 kr
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Seine Jazzsongs für das Befreite Theater von Voskovec und Werich kennt in Tschechien quasi jedes Kind. Als bloßer Songschreiber wäre er aber unterschätzt: Jaroslav Ježek (1906-1942) studierte Komposition und Klavier, schrieb Theater- und Filmmusik, verdingte sich als Musikkritiker und Bandleader, und als in Prag schließlich die Nationalsozialisten vor der Tür standen, da wurde er auch noch zum Exilanten. Im effektvollen Klavierkonzert von 1927 geriert er sich noch als ›junger Wilder‹, während seine Orchester- und Kammermusik der Dreißigerjahre ungleich nachdenklichere Töne anschlägt und Einflüsse Stravinskys und Erwin Schulhoffs erkennen lässt.Die musikalischen Gesichter des beinah-blinden Prager Ausnahmetalents stellt David Vondráček erstmals in deutscher Sprache vor. Das Buch hat das Anliegen, zuverlässig recherchierte wissenschaftliche Fakten mit einer zugänglichen Darstellungsweise zu verbinden. So kann es Musikerinnen und Musikern, Studierenden an Universitäten und Hochschulen sowie allen an der tschechischen Musik Interessierten zum Einstieg und zum Nachschlagen dienen. Ein Werkverzeichnis des Komponisten von Mojmír Sobotka rundet den Band ab.Herausgegeben mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Stiftung Tschechischer Musikfonds (Nadace Český hudební fond) und des Adalbert Stifter Vereins.