Elisabeth Reichart – författare
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Inbunden, Tyska, 2025
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Tyska, 2012176 kr
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Ein Text zwischen Imagination und Realität, dem Wahn und seinem Sinn in der Begegnung mit einer Frau, die sich Pseudonyme wie Sakkorausch oder Sakrosankt wählte, alle weiblichen Lebensmodelle kategorisch verwarf und statt dessen ihrer Laufbahn als Philosophin, Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin widmete und dafür mit dem Ausschluss aus der Gesellschaft zahlte. In Elisabeth Reicharts Monolog rechnet dieser Frau mit ihrer Umwelt ab, beharrt auf ihrem Anderssein. Helene von Druskowitz, geboren 1856 in Hietzing bei Wien, war die erste Österreicherin, die (mit 22 Jahren) zum Doktor der Philosophie promovierte. Sie war unter anderem mit Marie von Ebner-Eschenbach befreundet, die ihr ebenso wenig half wie ihre anderen Freundinnen, als sie mit 35 in die Irrenanstalt eingeliefert wurde.
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Tyska, 2012170 kr
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Die sogenannte "Mühlviertler Hasenjagd" ist der historische Hintergrund zu dieser Erzählung. Im Februar 1945 wagten etwa 500 Häftlinge den Ausbruch aus dem KZ Mauthausen und wurden nicht nur von der SS, sondern auch von der Mühlviertler Bevölkerung gejagt und ermordet. Eine Mutter, die als Kind das Geschehen miterlebt, aber zu schweigen gelernt hat, lässt sich, von der Tochter über die Ereignisse befragt, zögerlich auf die Erinnerungen ein.
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Tyska, 2012209 kr
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Elisabeth Reicharts Roman "Nachtmär" erzählt mit Ironie von Möglichkeiten und Grenzen des Miteinanderlebens von Juden und Nichtjuden im Schatten der Geschichte, die sie nicht erleben mussten. In Wien der Gegenwart fliehen zwei Frauen und zwei Männer vor ihrem Jahresfest in ihr alltägliches Unglück, um Esther auszuweichen, einer Jüdin, mit der sie jahrelang zusammen waren und die sie bei der erstbesten Gelegenheit verraten haben.
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Tyska, 2013222 kr
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Am Anfang steht ein Haus an der Donau mit seiner langen Geschichte, in dem Viktoria mit ihren Gästen lebt - reiche Männer, die sich hier zum Sterben zurückziehen. Trotzdem ein friedlicher und idyllischer Ort, an den Antonia kommt, die Viktoria während ihres Studiums in Wien kennen lernte. Antonia ist eine leidenschaftliche Lügnerin, die sich ihre eigene Realität und Identität erfindet, und Viktoria ist vorerst fasziniert von diesem spielerischen Lebensentwurf, bis sie seine Zerbrechlichkeit wahrnimmt. Ein Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft zweier außergewöhnlicher Frauen und über das Sterben.
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Tyska, 2013217 kr
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Als Alice die Fotoapparate ihres Großvaters geschenkt bekommt, weiß sie, was sie will: Fotografin werden. Inzwischen zählt sie zu den Erfolgreichen der Branche und ist ständig unterwegs, reist von Shanghai nach Mailand, von Tokio nach New York, immer mit leichtem Gepäck. Einer von Bildern überfluteten Welt setzt Alice ihren eigenen Blick entgegen. Für sie zählt nur die Schönheit, sie allein will sie festhalten. Mit ihrem egomanischen Bruder Bob, einem Schriftsteller in der Krise, verbindet sie eine sehr enge Beziehung. Wo immer Alice ist, ist auch Bob, und wenn Bob einmal nicht da ist, ruft Alice nach ihm, obwohl die beiden die Welt sehr unterschiedlich wahrnehmen. Im Gegensatz zu Bob glaubt Alice weder an die Sprache noch wie James, ihrem großen Vorbild als Fotograf, an die verändernde Wirkung von Fotos. Politik interessiert sie nicht, doch verstörende Fotos konfrontieren sie damit und mit ihren eigenen Verunsicherungen, sobald sie nicht mehr in die Schönheit flüchten kann. Ihre Welt verengt sich mehr und mehr, aber Alice ist selbstsicher genug, sich nicht den aufgezwungenen Bedingungen zu unterwerfen, sondern erneut aufzubrechen ...
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Tyska, 2012217 kr
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Der neue Roman von Elisabeth Reichart erzählt die Kindheit eines Mädchens, das Mitte der 1950er Jahre in der Voest-Siedlung an der Donau aufwächst, dem Wohnviertel, das für die Mitarbeiter der Voest-Werke gebaut wurde. In ihrer magischen Welt entflieht das Kind der Realität, bis es vom tristen Alltag und der Vergangenheit eingeholt wird. Aus seiner Perspektive erfährt man von der inneren Befindlichkeit der aufwachsenden jungen Generation, aber auch von der Verzweiflung derjenigen, die ihre Jugend im Nationalsozialismus verbringen mussten, der Elterngeneration.
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Tyska, 2013176 kr
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Elisabeth Reichart entdeckt in diesem Gedichtband erstmals das Genre der Lyrik für sich. Die poetische Sprache ihrer Romane und Erzählungen verdichtet sich hier zu Augenblicken der Schönheit, der Liebe, zu Träumen und der Trauer über ihren Verlust. Zeit und Entfernung verschwinden in dieser Lyrik, die bekannte und unbekannte Orte bereist, sich in der Natur niederlässt, zwischen Frau und Mann, Armut und Reichtum, Vergangenheit und Heute, Abschiednehmen und Ankommen. Die thematische Reichhaltigkeit spiegelt sich wider in der sprachlichen Vielfalt, im Nebeneinander von dichtkomponierten, fast hermetischen Gedichten und erzählender Lyrik, deren sinnliche Erfahrungen die Sprache vibrierenlassen.Mit In der Mondsichel und anderen Herzgegenden schenkt uns die Autorin ein außergewöhnliches und vielgestaltiges Werk.
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Tyska, 2014217 kr
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Alwina, eine Wiener Malerin, folgt ihrem Geliebten Ichirō in dessen Heimat Japan. Für sie ist es das Sehnsuchtsland, von dem sie seit ihrer Kindheit träumt. Doch in der fernen Stadt, der fremden Familie und der patriarchalen Gesellschaft angekommen, muss Alwina feststellen, dass ihre Träume wenig mit der Realität zu tun haben. Sie scheitert an den fremden Traditionen und Riten ebenso wie an der Sprache: "Während sich Ichirō geborgen fühlte in den Lauten des Mutterleibs, hatte sie ihre Mutter verloren in der Lautfremdheit. Ihre Mutter hatte ihr eine Kunstsprache beigebracht, die niemand sprach. Es war sinnlos, Rücksicht zu erwarten für eine Lautlose, das hatte sie verstanden." Bald erkennt sie Ichirō nicht mehr als jenen Mann, den sie in Wien geliebt hat. Sie wird zur Außenseiterin, die den Gesprächen nicht folgen kann, die im falschen Moment lacht und die Familienmitglieder unwissend beleidigt. Als ihr auch noch die eigenen Farben in dem ungewohnten Licht fremd werden, will sie zurück nach Wien, doch all ihr Geld steckt in einem zerfallenden Haus. Ausgerechnet für Alwina, die nur Augen für die Schönheit Japans hatte, wird das hässliche Japan nun zum einzigen Ausweg, um das Land irgendwann verlassen zu können. Sprachkritisch, spannend und kenntnisreich führt Elisabeth Reichart uns in diesem Roman in eine fremde Welt.
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Tyska, 2017190 kr
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Zuerst spalteten wir Atome, jetzt spalten wir Atome und Zellen – die anerkannte Stammzellenforscherin will bei diesem Spaltungswahn nicht länger mitmachen. Sie versucht lieber, missglückte Zellveränderungen ihrer Kollegen rückgängig zu machen um den Preis des Verschwindens aus der wissenschaftlichen Community.Am Anfang hat Erik das Wort, verunsichert in seiner Liebe zu ihr. Er spürt, dass sie die Zellen mindestens so liebt wie ihn und vielleicht sogar Leo, über den sienie spricht. Wie mit einem Toten konkurrieren, wie mit Zellen? Sie liebt auch den Wienerwald. Die Lichtspiele, die Vielfalt der Farben, die Zartheit der wilden Blumen. Doch mittenim Märchenwald: Pilze. Schwarze Riesenpilze, am Wegrand aufgereiht wie Wachsoldaten. Die wissenschaftliche Neugier hat ihren Preis. Der ausgelöste Strahlen -alarm im Institut lässt Fassaden bröckeln, Beziehungsgerüste zusammenbrechen und ermöglicht neue Sehnsüchte.Liebe in ihrer Vielschichtigkeit, Hass und Angst, eine Natur, die nicht vergisst, Wissenschaft an der Grenze zur Legalität inmitten unserer Gegenwart: alles erfahrbardurch Figuren, die auf ihren Eigenartig keiten bestehen. Faszinierend und irritierend ermöglichen sie eine andere Neugier auf uns selbst.
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Tyska, 2019190 kr
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Elisabeth Reicharts zweiter Gedichtband beginnt mit einem zärtlichen TROTZDEM, sieht mit Eulenaugen auf verstörende Zusammenhänge, wird zu einem Zyklus der Elemente, die nicht für sich allein stehen, sondern als untrennbarer Teil von uns selbst aufleuchten, vielschichtig in ihren Funktionen, mythisch verankert. Für das Wasser, lebenswichtig und verschlingend, findet die Lyrikerin außergewöhnliche Bilder, die uns tief hineinziehen in eine faszinierend grausame Wahrheit. Wir verschmelzen mit den Elementen, bis wir das Wasser als unser Sein erkennen, den Wind als unseren Atem-Wind. So wird der als störend und zerstörerisch wahrgenommene Außenseiter zum Symbol für das Abgelehnte.Nach "In der Mondsichel und anderen Herzgegenden" überzeugt Elisabeth Reichart mit dem vorliegenden Gedichtband erneut als Lyrikerin. In teils wortgewaltigen, teils leisen Gedichten entwirft sie eine Poetik der Elemente und Himmelsrichtungen, der gewaltigen (auch gewaltig schönen) Natur, der Liebe und ihres Verschwindens. Ihre Sprache verzaubert, weist alle Zumutungen von sich, erhebt uns zu sich. Reichart schafft Bilder, vibrierend vor Sehnsucht, deren Schönheit durch vielfältige (nicht nur elementare) Bedrohungen in die Sprachlosigkeit aufgelöst wird. Zurück bleibt eine Poesie der Gratwanderung zwischen trügerischer Leichtigkeit und dem Abgründigen – verführerisch nach beiden Seiten.
Häftad, Engelska, 2000
426 kr
Tillfälligt slut
Ten short stories and a dramatic monologue by one of contemporary Austria's most important and provocative writers.Elisabeth Reichart is one of the most important and provocative writers to emerge from postwar Austria. This book includes a translation of La Valse, a collection of short stories in which Reichart directs her critical gaze at the hidden power struggles and unacknowledged hierarchies that dehumanize interpersonal relations. In the title story, the narrator, raped as a child by her father, spins wildly to Ravel's "La Valse" until she falls from dizziness, suggesting the will to escape patriarchal abuse, but also the difficulty of such an attempt. Each of the subsequent stories follows the movements of a waltz gone brutally awry.Also offered here is Foreign, Reichart's first stage piece which dramatizes the struggles of a woman who refused to fall silent, who continued to write in the face of complete powerlessness. The work is based on the historical figure Helene von Druskowitz, a female Wunderkind, who wrote prolifically, usually under a pseudonym, one of which was "Foreign." A classic example of the "madwoman in the attic," her genius earned her not recognition but internment in an insane asylum, where she remained until her death twenty-seven years later.