Gabriella Gelardini - Böcker
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Del 165 - Novum Testamentum, Supplements
Christus Militans
Studien zur politisch-militärischen Semantik im Markusevangelium vor dem Hintergrund des ersten jüdisch-römischen Krieges
Inbunden, Tyska, 2016
4 454 kr
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In Christus Militans knüpft Gabriella Gelardini an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind darin aber nicht nur „ideologische Macht- oder Herrschaftsdiskurse“ und damit „politische Theologie,“ sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, etwa wie hier von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie zeichnet die Autorin zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nach, nicht allein auf der Basis des Werkes von Josephus und antiken Historikern, sondern erstmals auch unter Einbezug zeitnaher Militärhistoriker. Die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, trägt sie dann an den Evangelientext heran, und stellt in der Erzählung des Protagonisten Jesus Christus vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen fest, nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts,“ welche diesen Herrschaftsantritt ebenfalls als einen Dynastiewechsel darstellen, nämlich von der herodianischen zur davidisch-messianischen Dynastie.Politisch-militärische Inkodierungen ließen sich in jeder Szene finden, so dass die Autorin das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert konnte. Inkodierungen stellte sie aber auch auf lexikalischer Ebene fest; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Eine zentrale Rolle misst sie der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärische Niederlage, interpretiert man seinen Tod jedoch konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er auch als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schließen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.In Christus Militans, Gabriella Gelardini builds on interpretations that construe the Gospel of Mark in the context of the Jewish-Roman War and the rise of the Flavians. She explores not only “ideological discourses of power and domination,” but also military contexts and the semantics of war. This book thus acknowledges the great importance of the military and warfare for establishing and maintaining power in antiquity.
Del 184 - Novum Testamentum, Supplements
Deciphering the Worlds of Hebrews
Collected Essays
Inbunden, Engelska, 2021
1 678 kr
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In the collection entitled Deciphering the Worlds of Hebrews Gabriella Gelardini gathers fifteen essays written in the last fifteen years, twelve of which are in English and three in German. Arranged in three parts (the world of, behind, and in front of Hebrews’s text), her articles deal with such topics as structure and intertext, sin and faith, atonement and cult, as well as space and resistance.She reads Hebrews no longer as the enigmatic and homeless outsider within the New Testament corpus, as the “Melchizedekian being without genealogy”; rather, she reads Hebrews as one whose origin has finally been rediscovered, namely in Second Temple Judaism.