Hans-Jorg Kunast – författare
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Die ›Melusine‹ – als ein Beispiel des literarischen Buches, das über Jahrhunderte hinweg unterschiedliche Lesergruppen erreichte – ist bislang in erster Linie Forschungsgegenstand von Literaturwissenschaftlern gewesen, die sich vorzugsweise mit dem 15. und 16. Jahrhundert beschäftigen.
Dieser Band nimmt erstmals die gesamte Überlieferungsgeschichte vom 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert interdisziplinär in den Blick. Ganz konkret werden die verschiedenen Überlieferungsstränge in ihren Abhängigkeiten und Besonderheiten in Buch, Typographie, Text und Illustration dargestellt.
Sonderpreis:
Dieser Titel und Die Überlieferung der ›Melusine‹ des Thüring von Ringoltingen: Buch,Text und Bild (978-3-11-026047-2) werden zusammen zu einem Sonderpreis von € 200,- angeboten.
1 736 kr
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Der Augsburger Stadtschreiber und Humanist Konrad Peutinger (1465-1547) besaß die wohl umfangreichste und inhaltlich am breitesten gefächerte Gelehrtenbibliothek seiner Zeit nördlich der Alpen. Die zeitliche Spannbreite der rund 6.000 Druckwerke reicht von den Anfängen des Buchdrucks bis zu Peutingers Tod. Hinzu kommen etwa 200 Handschriften mit einer Fülle von Texten aus fast allen Wissensgebieten.
Obwohl die Bibliothek seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr als geschlossene Sammlung existiert, lassen sich noch rund 40 Prozent des ursprünglichen Bestands nachweisen. Durch mehrere überlieferte historische Kataloge, darunter zwei von Peutinger selbst geschriebene, ist der ehemalige Umfang der Bibliothek so gut dokumentiert, daß auch die nicht mehr vorhandenen Teile des Bestands weitgehend rekonstruiert werden können.
Der zweite Band über die Bibliothek Konrad Peutingers ist den separat aufgestellten juristischen Büchern gewidmet. Wie bei Band 1 bilden die beiden autographen Kataloge Peutingers, die somit vollständig ediert sind, die Grundlage für die Rekonstruktion. Erneut werden nicht nur die erhaltenen Bücher beschrieben, sondern auch die heute verschollenen Bestände möglichst exakt ermittelt. Der juristische Bibliotheksteil umfaßt vor allem die Kommentarliteratur zum römischen wie zum kanonischen Recht. Diese Werke dienten ihm über Jahrzehnte hinweg als wichtiges Arbeitsinstrument bei seinen beruflichen Aufgaben. Mit der Rekonstruktion dieses Teils der Bibliothek Peutingers ist die Grundlage für eine fundierte Erforschung der praktischen Tätigkeit eines der einflußreichsten politischen Berater und Juristen im deutschen Sprachraum in der ersten Hälfte 16. Jahrhunderts geschaffen.
2 930 kr
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Mit rund 10.000 Einzeltiteln in annähernd 2.200 Bänden, darunter etwa 200 Handschriften, stellte die Bibliothek des Augsburger Stadtschreibers und Humanisten Konrad Peutinger (1465-1547) die wohl umfangreichste Gelehrtenbibliothek ihrer Zeit nördlich der Alpen dar. Die zeitliche Spannbreite der Druckschriften umfaßte das ganze Jahrhundert von Gutenberg bis zu Peutingers Tod, inhaltliche Schwerpunkte bildeten neben der Grammatik, Dichtung, Geographie, Philosophie und Theologie vor allem die Geschichte, Rhetorik und Medizin sowie die separat aufgestellte juristische Fachliteratur. Obwohl die Bibliothek seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr als geschlossene Sammlung existiert, lassen sich noch rund 40 Prozent des ursprünglichen Bestands, überwiegend in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, nachweisen. Durch mehrere überlieferte historische Kataloge, darunter zwei von Peutinger selbst geschriebene, ist der ehemalige Gesamtbestand der Bibliothek so gut dokumentiert, daß auch die nicht mehr nachweisbaren Teile weitgehend rekonstruiert werden können. Die auf insgesamt drei Bände und einen Registerband angelegte Publikation verzeichnet daher nicht nur die erhaltenen Bücher, sondern umfaßt darüber hinaus auch eine Edition der historischen Kataloge und die Rekonstruktion der heute verschollenen Bestände. Dieses erstmals angewandte Verfahren ermöglicht die nahezu vollständige Wiederherstellung einer aufgelösten Gelehrtenbibliothek von europäischem Rang und eröffnet neue Einblicke in die Arbeitsweise und Wissensorgansiation einer der führenden Persönlichkeiten des deutschen Humanismus. Der vorliegende erste Band enthält die Edition der beiden autographen Kataloge Peutingers und die Rekonstruktion der darin erfaßten Bestände mit Ausnahme des separaten juristischen Bibliotheksteils, welcher für den zweiten Band vorgesehen ist. Der dritte Band wird die Rekonstruktion mit den in den Katalogen Peutingers fehlenden Büchern komplettieren.
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Augsburg war im 15. und 16. Jahrhundert ein Handelszentrum von europäischem Rang. Die vorhandene Infrastruktur (Kapitalmarkt, Nachrichten- und Straßennetz) war Voraussetzung, daß sich Augsburg rasch zu einem führenden Druck- und Verlagsort entwickelte. In "Getruckt zu Augspurg" wird zum ersten Mal ein umfassendes Bild der Druck- und Buchhandelsgeschichte Augsburgs von den Anfängen bis zum Augsburger Religionsfrieden vermittelt. Die reiche archivalische Überlieferung ermöglicht eine Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen im Druckgewerbe (Finanzierung der Produktion, Geschäftspartner, Personal und Zulieferer, Bildungsstand, Verwandtschaft, Konfessionszugehörigkeit). Zwischen 1468 und 1555 sind in Augsburg rund 6000 Einblattdrucke, Flugschriften und Bücher gedruckt worden. Zwei Besonderheiten sind dabei hervorzuheben: 1. Als einziger bedeutender Druckort Europas übertrifft in Augsburg die deutsche Buchproduktion die lateinische deutlich (lateinischer Anteil: 22 Prozent); 2. Augsburg ist der wichtigste Druckort für Flugschriften der frühen Reformation. Die große Produktion überstieg natürlich bei weitem die Aufnahmefähigkeit des lokalen Marktes. Daher war neben einem Blick auf die lokalen Buchhändler eine Analyse des regionalen und überregionalen Vertriebssystems unumgänglich. Gleich den Finanzmärkten reagierte der Buchmarkt empfindlich auf politische Ereignisse (Kriege, Handelsblockaden, Zensurmaßnahmen, Konfessionswechsel). Die Darstellung der Augsburger Druck- und Buchhandelsgeschichte berücksichtigt auch diese wichtigen Aspekte.