Harald Siebert – författare
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PDF, Tyska, 2020962 kr
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Unter dem Titel Kosmos und Zahl präsentieren Wissenschaftshistoriker aus den USA, aus Russland, England, Frankreich und Deutschland Originalarbeiten zur Astronomie- und Mathematikgeschichte, die durch Beiträge aus der Leibniz- und Alexander-von-Humboldt-Forschung fokussiert und ergänzt werden.Der übergreifende und in der Vielfalt der Themen und Handschriften dominierende Ansatz besteht darin, Edition und Forschung als komplementäre Seiten einer historischen Grundlagenforschung zu begreifen. Somit nehmen die hier veröffentlichten Studien und systematischen Analysen ihren Ausgangspunkt bei neuesten Ergebnissen der Editionsarbeit.Die Autoren dieses Bandes stellen dieses Zusammenwirken von Edition und Forschung unter Beweis. Die hier vorliegenden Arbeiten verdeutlichen die Dynamik einer Wissenschaftsgeschichtsschreibung, die im Spannungsfeld von Quellenerschließung und philosophie- wie kulturgeschichtlicher Kontextualisierung steht
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PDF, Tyska, 20141 113 kr
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Klaudios Ptolemaios (ca.100–170 n. Chr.) wird eine Optik zugeschrieben, die als Höhepunkt antiker Wissenschaft gilt. Sie wird kontrovers gedeutet, ihre Echtheit ist umstritten, ihre Rezeption kaum belegt. Das Werk bekommt hier erstmals eine Geschichte, die sich historisch-kritisch auf die Quellen stützt, seine bislang teils noch unbekannten Inhalte wissens- und kulturgeschichtlich einordnet und bezüglich Überlieferung und Echtheit das Phänomen einer textlichen Transformation berücksichtigt. Nur eine lateinische Übersetzung aus dem Arabischen in Handschriften des 14.–16. Jahrhunderts ist erhalten. Eine Quelle für das 2. Jahrhundert ist dieser Text nur insoweit, als keine späteren Erkenntnisse darin Eingang gefunden haben. Welche Geschichte damit zu schreiben ist, hängt von den Quellen ab, die einen Kontext für Entstehung und Rezeption des Werkes bieten. Sprechen sie für einen Ursprung im 2. Jahrhundert, liefern sie Hinweise auf Kenntnis und Benutzung oder sind Beleg für dessen Genese oder Transformation in späteren Jahrhunderten? Je nachdem, welches dieser Szenarien zu überzeugen vermag, ändert sich unser Bild von der Geschichte antiker Wissenschaft bzw. von dem Anteil, den Spätantike und Byzanz daran haben.
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PDF, Tyska, 2018989 kr
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Die an Kontroversen reiche Geschichte der Wissenschaften dürfte keine Auseinandersetzung kennen, die heftiger und einschneidender war als der Streit um das heliozentrische Weltbild. Mehr noch als die Wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts ist der zeitgleiche Siegeszug des Copernicanismus zum Sinnbild einer im Zeichen von Wissenschaftlichkeit und Rationalität beginnenden Moderne geworden. Was nun aber, wenn die Geschichte dieser Auseinandersetzung allein von ihren Siegern geschrieben wurde?Der "Ekstatische Reisebericht" des Jesuiten Athanasius Kircher verschafft einen anderen Blickwinkel. Mit seiner literarischen Weltraumreise liefert der Universalgelehrte ein "neues System", gestützt auf heute fast vergessene Quellen. Die hiervon ausgehenden Rekonstruktionsversuche spannen einen Bogen von Copernicus über Galilei und Hooke bis ins 18. Jahrhundert. Sie zeigen infolge der Kontroverse verursachte Brüche sowohl in unserem Geschichtsbild als auch im damaligen Wissenschaftsverlauf.Wir sehen, wie dieser Weltbildstreit fast zwei Jahrhunderte hindurch von beiden Seiten wissenschaftlich und rhetorisch ausgetragen, teils ernüchternd, teils auf ungeahnt hohem Niveau geführt wurde, und dies mit überraschenden Wendungen.2007 ausgezeichnet mit dem "Prix des jeunes historiens" der AcadémieInternationale d''Histoire des Sciences, Paris