Harald Siebert – författare
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PDF, Tyska, 2020964 kr
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Unter dem Titel Kosmos und Zahl prasentieren Wissenschaftshistoriker aus den USA, aus Russland, England, Frankreich und Deutschland Originalarbeiten zur Astronomie- und Mathematikgeschichte, die durch Beitrage aus der Leibniz- und Alexander-von-Humboldt-Forschung fokussiert und erganzt werden. Der ubergreifende und in der Vielfalt der Themen und Handschriften dominierende Ansatz besteht darin, Edition und Forschung als komplementare Seiten einer historischen Grundlagenforschung zu begreifen. Somit nehmen die hier veroffentlichten Studien und systematischen Analysen ihren Ausgangspunkt bei neuesten Ergebnissen der Editionsarbeit. Die Autoren dieses Bandes stellen dieses Zusammenwirken von Edition und Forschung unter Beweis. Die hier vorliegenden Arbeiten verdeutlichen die Dynamik einer Wissenschaftsgeschichtsschreibung, die im Spannungsfeld von Quellenerschlie ung und philosophie- wie kulturgeschichtlicher Kontextualisierung steht
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PDF, Tyska, 20141 113 kr
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Klaudios Ptolemaios (ca.100-170 n. Chr.) wird eine Optik zugeschrieben, die als Hohepunkt antiker Wissenschaft gilt. Sie wird kontrovers gedeutet, ihre Echtheit ist umstritten, ihre Rezeption kaum belegt. Das Werk bekommt hier erstmals eine Geschichte, die sich historisch-kritisch auf die Quellen stutzt, seine bislang teils noch unbekannten Inhalte wissens- und kulturgeschichtlich einordnet und bezuglich Uberlieferung und Echtheit das Phanomen einer textlichen Transformation berucksichtigt. Nur eine lateinische Ubersetzung aus dem Arabischen in Handschriften des 14.-16. Jahrhunderts ist erhalten. Eine Quelle fur das 2. Jahrhundert ist dieser Text nur insoweit, als keine spateren Erkenntnisse darin Eingang gefunden haben. Welche Geschichte damit zu schreiben ist, hangt von den Quellen ab, die einen Kontext fur Entstehung und Rezeption des Werkes bieten. Sprechen sie fur einen Ursprung im 2. Jahrhundert, liefern sie Hinweise auf Kenntnis und Benutzung oder sind Beleg fur dessen Genese oder Transformation in spateren Jahrhunderten? Je nachdem, welches dieser Szenarien zu uberzeugen vermag, andert sich unser Bild von der Geschichte antiker Wissenschaft bzw. von dem Anteil, den Spatantike und Byzanz daran haben.
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PDF, Tyska, 2018989 kr
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Die an Kontroversen reiche Geschichte der Wissenschaften durfte keine Auseinandersetzung kennen, die heftiger und einschneidender war als der Streit um das heliozentrische Weltbild. Mehr noch als die Wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts ist der zeitgleiche Siegeszug des Copernicanismus zum Sinnbild einer im Zeichen von Wissenschaftlichkeit und Rationalitat beginnenden Moderne geworden. Was nun aber, wenn die Geschichte dieser Auseinandersetzung allein von ihren Siegern geschrieben wurde?Der "e;Ekstatische Reisebericht"e; des Jesuiten Athanasius Kircher verschafft einen anderen Blickwinkel. Mit seiner literarischen Weltraumreise liefert der Universalgelehrte ein "e;neues System"e;, gestutzt auf heute fast vergessene Quellen. Die hiervon ausgehenden Rekonstruktionsversuche spannen einen Bogen von Copernicus uber Galilei und Hooke bis ins 18. Jahrhundert. Sie zeigen infolge der Kontroverse verursachte Bruche sowohl in unserem Geschichtsbild als auch im damaligen Wissenschaftsverlauf. Wir sehen, wie dieser Weltbildstreit fast zwei Jahrhunderte hindurch von beiden Seiten wissenschaftlich und rhetorisch ausgetragen, teils ernuchternd, teils auf ungeahnt hohem Niveau gefuhrt wurde, und dies mit uberraschenden Wendungen. 2007 ausgezeichnet mit dem "e;Prix des jeunes historiens"e; der AcademieInternationale d'Histoire des Sciences, Paris