Hartmut Laufhütte – författare
Der Briefwechsel Zwischen Sigmund Von Birken Und Margaretha Magdalena Von Birken Und Adam Volkmann
Teil I: Texte. Teil II: Apparate Und Kommentare
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Zwei mit den Anteilen je beider Partner fast vollständig erhaltene Briefwechsel aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Derjenige S. v. Birkens mit seiner ersten Ehefrau ist ein einzigartiges kulturgeschichtliches Dokument. Die Rekonstruktion der Anbahnung dieser Ehe erfolgt mit Hilfe auch von Briefen anderer Personen. Sie läßt die damals üblichen Verfahrensweisen und die je besondere Situation beider Partner deutlich hervortreten. Die Briefe seit der Hochzeit 1658 demonstrieren ein schwieriges Miteinander, das auch in Birkens Tagebuchnotizen kenntlich wird. Birken hat mehrere lange Ermahnungsschreiben an seine Frau gerichtet. Sie geben Auskunft über sein Frauenbild, seiner Vorstellung vom Eheleben, in dem nach Gottes Wort dem Mann die Herrschaft gebühre, und über den wenig harmonischen Ehealltag. Vergleichbares aus der Zeit ist nicht bekannt. Bei dem Bayreuther Juristen Adam Volkmann hat Birken sich Rat geholt für die Verwaltung des Besitzes seiner Frau in der Markgrafschaft, bei Steuerproblemen und Schwierigkeiten mit Schuldnern. Vor allem aber beriet und unterstützte Volkmann Birken bei dessen historisch-panegyrischen Arbeiten. Dieser Briefwechsel ist eine wichtige werkgeschichtliche Quelle. Beide Korrespondenzen werden im 2. Teilband ausführlich kommentiert.
Briefwechsel Zwischen Sigmund Von Birken Und Mitgliedern Des Pegnesischen Blumenordens Und Literarischen Freunden Im Ostseeraum
Teil 1: Die Texte. Teil 2: Apparate Und Kommentare
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Briefwechsel Zwischen Sigmund Von Birken Und Johann Michael Dilherr, Daniel Wülfer Und Caspar Von Lilien
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Ein literarisch-soziales Netzwerk wird vorgestellt, das, von M. Kempe (Königsberg) begründet, seit Mitte der 60er Jahre des 17. Jhs. S. v. Birken nacheinander mit diesen stets oder zeitweise im Ostseeraum lebenden Literaten in Verbindung brachte: S. Friderici (Danzig, Tilsit), G. Zamehl und F. Hoffmann (Elbing), J. S. Betulius (Grenzhof bei Mitau), J. Röling (Königsberg), J. G. und M. Pellicer (Lübeck, Eutin, Ratzeburg), D. Bärholz (Elbing), D. Nerreter (Königsberg, Narwa), G. Möller (Königsberg), C. F. Paullini (Kopenhagen), M. Kongehl (Königsberg), H. Lebermann (Lübeck), C. Donatus (Königsberg). Einige Beteiligte waren oder wurden Mitglieder der Fruchtbr. Gesellschaft, fast alle des Pegn. Blumenordens, der gleichsam eine nordöstliche Nebenstelle unterhielt. Mehrere der genannten Orte wurden von der im Reich agierenden Post nicht bedient; die Beförderung von Sendungen durch Kaufleute und reisende Studenten war zeitaufwendig und unzuverlässig. Kontakte zu den Gelehrten- und Verlagszentren des Reiches aber waren notwendig, wenn die Autoren nicht nur im eigenen Umfeld wahrgenommen werden wollten. Birken war für sie alle Berater, Vorbild und Förderer. Der Band gewährt tiefe Einblicke in die Mühsal des Literatenlebens der Zeit.
Birken-Wälder
Teil 1: Texte. Teil 2: Apparate Und Kommentare
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Die zwei Teilbände enthalten die umfangreichste der von Sigmund von Birken geführten handschriftlichen Sammlungen eigener Gedichte, das Buch ‘S. V. B. Birken-Wälder’, und die Gedichte aus dem letzten Arbeitsbuch, die Birken zur Aufnahme in diese Sammlung bestimmt hat.
Es handelt sich um 430 bisher größtenteils unbekannte, von 1644 bis 1681 entstandene Gedichte, die meist auf Bestellung für Geistliche, Gelehrte und Angehörige des Nürnberger Stadtpatriziats geschrieben wurden. Anlässe waren Geburts- und Namenstage, Hochzeiten, Examina, Amtsantritte, das Erscheinen von Büchern u.a.m.
Der erste Teilband bietet die Texte in chronologischer Folge, der zweite Teilband philologische Apparate, Kommentare und Register (Verzeichnis der metrischen Formen, Titel- und Incipit-Register, Personenregister). Die Kommentare weisen Entstehungszeitpunkte, -anlässe und -umstände sowie Druckfassungen nach, verzeichnen Mehrfachüberlieferungen, bieten Sacherklärungen und lassen das Bild eines literarischen Dienstleisters entstehen, der gleichwohl höchste Würde für Dichtung und Dichter beanspruchte.
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Der Band enthält die Dokumente des Kontakts Sigmund von Birkens mit drei prominenten, auch literarisch tätigen Theologen: Johann Michael Dilherr und Daniel Wülfer aus Nürnberg, Caspar von Lilien aus Bayreuth. Die beiden ersten Korrespondenzen waren bisher unpubliziert, von der dritten waren unzulänglich die Briefe Liliens veröffentlicht. Die drei Korrespondenzen sind wichtige Quellen für Biographie und Werkgeschichte aller vier Autoren. Sie dokumentieren auch wie Bd. 13.1 das Funktioneren der literarischen und sozialen Netzwerke der Zeit. Im Dilherr- und im Wülfer-Teil wird die intensive Zusammenarbeit Birkens mit beiden demonstriert; der erste ist u.a. eine Komplementärdokumentation zu Bd. 7. Die Korrespondenz mit Lilien ist im ersten Drittel eine Komplementärdokumentation zum Briefwechsel mit Catharina Regina von Greiffenberg (Bd. 12), begleitet dann die Entstehung mehrerer Werke beider Partner und zeigt sie als Förderer jüngerer Kollegen. Auch dieser Band ist ein Fundus bisher meist unzugänglicher Quellen für literatur-, kultur-, theologie- und mentalitätsgeschichtliche Studien.
Betuletum
Teil I: Texte. Teil II: Apparate Und Kommentare
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Der Band bringt den von Sigmund von Birken selbst gesammelten Teil seiner lateinischen Produktion in die Ausgabe ein. Die chronologisch angelegte und von ihm selbst handschriftlich geführte Sammlung BETULETUM enthält von 1645 bis 1662 entstandene lateinische Gedichte, Briefe und Andachtstexte Sigmund von Birkens. Sie sollte weitergeführt werden. Das ergibt sich aus Fortsetzungslisten mit Titeln und zwei chronologisch an diese Listen anschließenden, ihrerseits chronologisch geführten Arbeitsbüchern. Die in den Listen genannten und in den Arbeitsbüchern enthaltenen und zur Aufnahme bezeichneten Texte sind, der Planung des Autors gemäß, in den Band aufgenommen. Die Sammlung lässt gut erkennen, bei welchen Gelegenheiten und zu welchen Zwecken sich die Autoren des 17. Jahrhunderts der lateinischen Sprache bedienten. Im Kommentarteil werden alle Texte in ihr zeitliches, soziales bzw. epistolographisches Umfeld eingeordnet, erklärt und übersetzt.
Der Band erschließt der Wissenschaft eine bislang gänzlich unbekannte Facette des Birken’schen Werkes und ermöglicht neue Erkenntnisse hinsichtlich der sozialen Funktion von Literatur im 17. Jahrhundert.
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Der Band bringt den von Sigmund von Birken selbst gesammelten Teil seiner lateinischen Produktion in die Ausgabe ein. Die chronologisch angelegte und von ihm selbst handschriftlich geführte Sammlung BETULETUM enthält von 1645 bis 1662 entstandene lateinische Gedichte, Briefe und Andachtstexte Sigmund von Birkens. Sie sollte weitergeführt werden. Das ergibt sich aus Fortsetzungslisten mit Titeln und zwei chronologisch an diese Listen anschließenden, ihrerseits chronologisch geführten Arbeitsbüchern. Die in den Listen genannten und in den Arbeitsbüchern enthaltenen und zur Aufnahme bezeichneten Texte sind, der Planung des Autors gemäß, in den Band aufgenommen. Die Sammlung lässt gut erkennen, bei welchen Gelegenheiten und zu welchen Zwecken sich die Autoren des 17. Jahrhunderts der lateinischen Sprache bedienten. Im Kommentarteil werden alle Texte in ihr zeitliches, soziales bzw. epistolographisches Umfeld eingeordnet, erklärt und übersetzt.
Der Band erschließt der Wissenschaft eine bislang gänzlich unbekannte Facette des Birken’schen Werkes und ermöglicht neue Erkenntnisse hinsichtlich der sozialen Funktion von Literatur im 17. Jahrhundert.
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Erstmals wurde dem Barockdichter Sigmund von Birken ein international besetzter interdisziplinärer Kongress gewidmet, dessen Akten mit vorliegendem Band zur Publikation gelangen. Literatur-, Musik-, Kunst- und Theaterwissenschaftler sowie Theologen und Historiker vereinen sich zur Erschließung eines ausgebreiteten und vielschichtigen Werkes, das zu großen Teilen nur handschriftlich überliefert ist. Einer zentralen Gestalt im literarischen Leben der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die als Präsident des „Pegnesischen Blumenordens“ eine herausragende Position inne hatte, wird damit die ihr lange vorenthaltene wissenschaftlich-publizistische Aufmerksamkeit zuteil.
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Erstmals wurde dem Barockdichter Sigmund von Birken ein international besetzter interdisziplinärer Kongress gewidmet, dessen Akten mit vorliegendem Band zur Publikation gelangen. Literatur-, Musik-, Kunst- und Theaterwissenschaftler sowie Theologen und Historiker vereinen sich zur Erschließung eines ausgebreiteten und vielschichtigen Werkes, das zu großen Teilen nur handschriftlich überliefert ist. Einer zentralen Gestalt im literarischen Leben der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die als Präsident des „Pegnesischen Blumenordens“ eine herausragende Position inne hatte, wird damit die ihr lange vorenthaltene wissenschaftlich-publizistische Aufmerksamkeit zuteil.
Sigmund von Birken (1626–1681)
Ein Dichter in Deutschlands Mitte
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Dieser von 1662 an bis zu Birkens Tod geführte Briefwechsel ist einer der interessantesten Bestandteile des an faszinierenden Gegenständen reichen Manuskripte-Nachlasses Sigmund von Birkens (1626-1681), des einzigen Literatennachlasses dieser Epoche, der fast vollständig erhalten ist. Briefpartner sind Birken selbst, der nach Opitz wohl einflußreichste und wirkungsmächtigste Literat und Literaturmanager des 17. Jahrhunderts, Poet, Historiograph, religiöser Schriftsteller und Literaturtheoretiker in Personalunion, und die bedeutendste deutschsprachige Dichterin der Epoche, die Österreicherin Catharina Regina von Greiffenberg (1633-1694). Bis auf wenige unzulänglich publizierte Briefe der Letzteren ist das gesamte Textcorpus noch nie veröffentlicht worden; Birkens Beiträge zu diesem Briefwechsel sind bislang völlig unbekannt. Alle Briefe der Frau von Greiffenberg sind im Original erhalten. Von Birkens Anteilen bis Mitte 1672 gibt es von ihm selbst angefertigte partielle oder vollständige Abschriften. Aber auch in den späteren Jahren bleiben beide Seiten präsent: Birkens Empfangs- und Beantwortungsvermerke auf den bei ihm eintreffenden Briefen, seine Tagebücher, die inhaltlichen Bezugnahmen in den Schreiben der Partnerin sowie die Auswertung anderer Korrespondenzen Birkens gestatten es, diesen Briefwechsel hinsichtlich seiner Bestandteile und seiner Inhalte vollständig zu rekonstruieren. Für die Wissenschaft ist er von allergrößtem Interesse. Er gewährt Einblicke in die private Existenz beider Partner und ihr soziales Umfeld, zu denen sich wenig Vergleichbares findet. Er dokumentiert die ökonomisch, sozial und mental prekäre Situation protestantischer Adliger in Österreich in der Zeit nach dem Westfälischen Frieden. Er demonstriert die von konfessionellen Einengungen zwar berührte, aber kaum behinderte Teilhabe am literarischen Geschehen im damaligen Europa und ist gleichermaßen Dokument und Bestandteil der intensiven literarischen Zusammenarbeit der beiden Briefpartner. Er ermöglicht detaillierte werkgeschichtliche Rekonstruktionen, nicht nur für zahlreiche eigene Arbeiten der beiden Partner, sondern auch für solche anderer, z.T. prominenter Autoren. Vor allem aber spiegeln die Briefe die denkgeschichtliche Situation, in welcher sich der Übergang von strenger lutherischer Orthodoxie, der beide Partner sich verpflichtet wußten, zu einer frühen Erscheinungsform dessen vollzieht, was später als Pietismus in Erscheinung treten sollte. Im Anhang werden einige bislang nicht bekannte Greiffenberg-Gedichte mitgeteilt. Die Publikation erfolgt in zwei Teilbänden. Der erste enthält die Brieftexte, der zweite den Apparat (Lesarten und Kommentar).
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Die historische Bedeutung der religiösen Heterodoxien der Frühen Neuzeit - der vergessenen wie der fortwirkenden - für die Entwicklung des europäischen Denkens kann kaum überschätzt werden. Nicht zuletzt im Kontext dieser minoritären Positionen werden erstmals die Werte und Normen und die anthropologischen Vorstellungen artikuliert, die die Aufklärung systematisieren und durchsetzen wird und die noch immer unsere Gegenwart bestimmen. Der vorliegende Band, hervorgegangen aus einem Kolloquium an der Universität Passau, behandelt einige der Aspekte dieses Prozesses in der Frühen Neuzeit.
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Der Band enthält die wichtigsten unter den früh einsetzenden Korrespondenzen Birkens mit Literaten. Die fünf Briefwechsel, die sich teilweise gegenseitig erhellen, sind vielfach die einzigen Quellen für Birkens Biographie in den vierziger und fünfziger Jahren des 17. Jahrhunderts und für die Entstehungs- und Druckgeschichte vieler seiner Werke. Sie sind es, oft in noch höherem Maße, für die Werke der Briefpartner, deren Briefe an Birken die einzige oder doch die wichtigste Manuskriptüberlieferung darstellen. Die ausführlich kommentierten Briefwechsel gewähren instruktive Einblicke in das Beziehungsgeflecht der Literaten untereinander und in ihr Verhältnis zu Förderern und Nutzern literarischer Dienstleistungen. Vor allem der über mehrere Jahrzehnte hin geführte Briefwechsel Birkens mit dem österreichischen Freiherrn, später Grafen Gottlieb von Windischgrätz ist eine einzigartige Dokumentation der Rolle, welche Literatur und Literaten im Sozialgefüge der Gesellschaft des 17. Jahrhunderts spielten. Es trifft sich gut, dass der Band im Jahr des 400. Geburtstages von Georg Philipp Harsdörffer und Johann Rist erscheinen wird.
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Dem Werk Adalbert Stifters (1805-1868) gilt seit längerer Zeit verstärkte Aufmerksamkeit der Literaturwissenschaft; die alteingebürgerten Lese- und Zuordnungsmuster brechen auf. Dieses Buch enthält die Beiträge eines Adalbert-Stifter-Symposions, welches ein breites Spektrum neuer literaturwissenschaftlicher Zugänge mit Analysen der malerischen und zeichnerischen Bestrebungen Stifters sowie seiner konservatorischen und pädagogischen Intentionen zusammenführte. Kunstpraxis und Ästhetik Stifters in den verschiedenen Bereichen seines Schaffens sollen neu vergleichbar und hinsichtlich ihrer epochalen Spezifik wahrnehmbar gemacht werden.
Deutsche Balladen
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Der Briefwechsel Zwischen Sigmund Von Birken Und Catharina Regina Von Greiffenberg
Teil 1: Die Texte. Teil 2.: Apparate Und Kommentare
3 322 kr
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Briefwechsel Zwischen Sigmund Von Birken Und Georg Philipp Harsdörffer, Johann Rist, Justus Georg Schottelius, Johann Wilhelm Von Stubenberg Und Gottlieb Von Windischgrätz
Frühe Briefwechsel
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Floridans Amaranten-Garte
Teil 1: Text. Teil 2: Kommentar
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Gottlieb Graf Von Windischgrätz: Die Gedichte
»Wie Gerne Wolt' Auch Ich, Die Höh' Des Bergs Ersteigen«
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Heterodoxie in Der Frühen Neuzeit
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Der erste Lyrikband der Birken-Ausgabe stellt der interdisziplinären Frühe-Neuzeit-Forschung ein bislang unzugängliches Textcorpus zur Verfügung. Zwar stehen die Gedichte dieser ersten der fünf handschriftlichen Lyriksammlungen Birkens, seine Liebes- und Freundschaftsgedichte, in den Traditionszusammenhängen der Zeit, der Allegorese, der Bukolik, des Petrarkismus, des aemulatio-Schemas; sie sind aber darüber hinaus von einer überraschenden, geradezu modern anmutenden Subjektivität und einer beeindruckenden Themen- und Formenvielfalt. Vor allem aber: Sie sind, ob ― zu einem nicht ganz kleinen Teil ― zu Lebzeiten des Autors gedruckt oder ungedruckt, völlig unbekannt und eröffnen der Forschung neue Perspektiven. Während im ersten Teil der Sammlung Erotisches dominiert, vor allem Birkens langjähriges Werben um eine Adelsdame, ist der zweite Teil eine eindrucksvolle Dokumentation der Geschichte des Pegnesischen Blumenordens, weit über das bisher literarhistorisch Kodifizierte hinaus. Zu allen zu Lebzeiten Birkens gedruckten Gedichten der Sammlung werden im Kommentarteil Nachweise geliefert und Abweichungen der Druckfassungen dokumentiert. Zur Kommentierung wurden der epistolographische und diaristische Nachlaß Birkens und andere zeitnahe Quellencorpora ausgewertet. Die Edition wird eingeleitet durch die erste Darstellung der Geschichte des Birken-Nachlasses, der Birken-Philologie und der Bemühungen um eine Werkausgabe.