Hartmut Vincon – författare
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Häftad, Tyska, 1973
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Häftad, Tyska, 1987
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Ein Familiendrama in Briefen - die Geschichte der Wedekinds ist alles andere als harmonisch.Nach der gescheiterten Revolution von 1848 bricht der Republikaner Wilhelm Wedekind in das Glück verheißende Kalifornien auf. In San Francisco lernt er die verheiratete Opernsängerin Emilie Schwegerle, Tochter des Vormärz-Revolutionärs Jakob Kammerer, kennen. Beide stürzen sich in eine gefährliche Liebschaft, die sie eine Weile verheimlichen können. Emilie wird schwanger und lässt sich scheiden. Am 29. Januar 1863 kommt Armin Wedekind zur Welt. Die Hochzeit findet zwei Monate später statt. Das Familienleben beginnt mit einer Lebenslüge: Die Eltern überliefern als Heiratstermin den 26. März 1862.1864 ziehen die Wedekinds zurück nach Europa. Wilhelm Wedekind erwirbt das prächtige Schloss Lenzburg. Das Familienleben ist alles andere als friedlich. Es herrscht ständig Streit im Haus. Fünf weitere Kinder werden geboren, darunter Frank Wedekind, der Lieblingssohn der Mutter. Er muss ständig um Anerkennung ringen und sich gegen den Willen des Vaters eine Schriftstellerexistenz erkämpfen. Die turbulente Familiengeschichte liefert reichlich Stoff für die Literatur - erst spät setzt sich Frank Wedekind als erfolgreicher Dramatiker durch. Sein erstmals veröffentlichter, vollständiger Briefwechsel mit den Eltern spiegelt das spektakuläre Leben der Wedekinds wider.E-Book-Ausgabe enthält Nachträge.
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Verstorend und provozierend: Frank Wedekinds Erzahlung Uber die korperliche Erziehung der jungen Madchen . Die Unterscheidung zwischen Geist und Korper ist eine abendlandische Erfindung: Frank Wedekind setzt diesem cartesianischen Postulat voraus: Der menschliche Korper muss erzogen werden. In Mine-Haha - das Wort ist indianischen Ursprungs und bedeutet Lachendes Wasser - werden junge Madchen einem padagogischen System unterworfen, das durch Gymnastik und Tanz ihre korperliche Ertuchtigung bewirken soll, ganz im Sinne des das 19. Jahrhundert bestimmenden und daruber hinaus wirkungsmachtigen Diskurses uber Disziplinierung und Selbstdisziplinierung des Korpers sowie uber die soziale Ordnung der Geschlechter. Handlungsort ist ein entlegener und abgesperrter Park im Schatten eines mysteriosen Staates, wo das Madchen Hidalla aufwachst. Dort kummern sich die alteren Madchen um die Erziehung der jungeren, beaufsichtigt von Lehrerinnen und Dienerinnen. An den Park ist ein Theater angeschlossen, in dem auserwahlte Madchen nachts Stucke auffuhren, bevor sie ganz aus dem Park gebracht und vor den Toren von jungen Mannern abgeholt werden. Der Text ist Utopie wie Dystopie. Nicht zufallig hat Wedekind der Erzahlung die fiktive Herausgeberin Helene Engel vorgeschaltet, deren Name an die Frauenrechtlerin Helene Lange erinnert. Gleichzeitig beschwort er suggestiv Bilder von mehr als irritierender Sinnlichkeit, die auch heute, im Zeitalter von #MeToo, verstoren und Diskussionsstoff liefern.
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Verstörend und provozierend: Frank Wedekinds Erzählung »Über die körperliche Erziehung der jungen Mädchen«.Die Unterscheidung zwischen Geist und Körper ist eine abendländische Erfindung: Frank Wedekind setzt diesem cartesianischen Postulat voraus: Der menschliche Körper muss erzogen werden.In »Mine-Haha« - das Wort ist indianischen Ursprungs und bedeutet »Lachendes Wasser« - werden junge Mädchen einem pädagogischen System unterworfen, das durch Gymnastik und Tanz ihre körperliche Ertüchtigung bewirken soll, ganz im Sinne des das 19. Jahrhundert bestimmenden und darüber hinaus wirkungsmächtigen Diskurses über Disziplinierung und Selbstdisziplinierung des Körpers sowie über die soziale Ordnung der Geschlechter.Handlungsort ist ein entlegener und abgesperrter Park im Schatten eines mysteriösen Staates, wo das Mädchen Hidalla aufwächst. Dort kümmern sich die älteren Mädchen um die Erziehung der jüngeren, beaufsichtigt von Lehrerinnen und Dienerinnen. An den Park ist ein Theater angeschlossen, in dem auserwählte Mädchen nachts Stücke aufführen, bevor sie ganz aus dem Park gebracht und vor den Toren von jungen Männern abgeholt werden.Der Text ist Utopie wie Dystopie. Nicht zufällig hat Wedekind der Erzählung die fiktive Herausgeberin Helene Engel vorgeschaltet, deren Name an die Frauenrechtlerin Helene Lange erinnert. Gleichzeitig beschwört er suggestiv Bilder von mehr als irritierender Sinnlichkeit, die auch heute, im Zeitalter von #MeToo, verstören und Diskussionsstoff liefern.