Heinz Hartl – författare
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Der Band enthält die von Anfang 1807 bis Ende 1808 von und an Arnim geschriebenen Briefe, soweit sie überliefert sind oder mit hinreichender Sicherheit erschlossen werden konnten. Mit ihnen endet Arnims in den Bänden 31 und 32 der Arnim-Ausgabe dokumentierte Korrespondenz seiner Reisejahre, die im November 1801 begonnen hatten. Daß Arnim in dieser Zeit zunächst Brentano und dessen Schwester Bettina, dann den Juristen Savigny und 1807/08 auch die Brüder Grimm sowie Görres zu Freunden und Vertrauten gewann, war nicht der geringste Ertrag seiner Peregrination. Da sie alle bedeutende Briefschreiber waren und Gewichtiges mitzuteilen hatten, war der Gewinn der Freunde auch einer für die deutsche Briefliteratur. Insgesamt werden 299 Briefe, Konzepte und Exzerpte von Arnim sowie 203 an ihn ediert oder registriert, außerdem als Anhang I 29 Stammbuch-Eintragungen, als Anhang II 11 Kontextbriefe und Beilagen, als Anhang III und IV zwei Konvolute mit Briefexzerpten. Ein erheblicher Teil der Brief- und sonstigen Texte wird erstmals oder erstmals vollständig nach Handschriften mitgeteilt.
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Der Band enthält die von Anfang 1807 bis Ende 1808 von und an Arnim geschriebenen Briefe, soweit sie überliefert sind oder mit hinreichender Sicherheit erschlossen werden konnten. Mit ihnen endet Arnims in den Bänden 31 und 32 der Arnim-Ausgabe dokumentierte Korrespondenz seiner Reisejahre, die im November 1801 begonnen hatten. Daß Arnim in dieser Zeit zunächst Brentano und dessen Schwester Bettina, dann den Juristen Savigny und 1807/08 auch die Brüder Grimm sowie Görres zu Freunden und Vertrauten gewann, war nicht der geringste Ertrag seiner Peregrination. Da sie alle bedeutende Briefschreiber waren und Gewichtiges mitzuteilen hatten, war der Gewinn der Freunde auch einer für die deutsche Briefliteratur. Insgesamt werden 299 Briefe, Konzepte und Exzerpte von Arnim sowie 203 an ihn ediert oder registriert, außerdem als Anhang I 29 Stammbuch-Eintragungen, als Anhang II 11 Kontextbriefe und Beilagen, als Anhang III und IV zwei Konvolute mit Briefexzerpten. Ein erheblicher Teil der Brief- und sonstigen Texte wird erstmals oder erstmals vollständig nach Handschriften mitgeteilt.
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Der Band enthält Arnims Briefwechsel während seiner Bildungsreise von Anfang 1802 bis Ende 1804: 117 überlieferte und erschlossene Briefe von ihm, 89 an ihn sowie detaillierte Erläuterungen. Ein erheblicher Teil der edierten Texte, darunter Konzepte und Exzerpte Arnims, wird erstmals oder erstmals vollständig nach Handschriften gedruckt: 29 von Arnim, 28 von anderen. Wesentliche Reisestationen waren Regensburg, Wien, München, der Rhein zwischen Frankfurt und Koblenz, Zürich, Genf, Paris, London, Südengland und Schottland. Arnim korrespondierte mit Familienangehörigen und Reisebekanntschaften, unter denen sich exorbitante Frauen befanden (Madame de Staël, Juliane von Krüdener, Dorothea Veit, Helmina von Chézy, Bettina Brentano). Den Hauptanteil bildet die frühe Freundschaftskorrespondenz mit Clemens Brentano, die während der Arnimschen Reisejahre zu einem der außerordentlichsten Briefwechsel der deutschen Literatur geriet. Er ist nunmehr für die ersten Jahre der Beziehung so vollständig und genau wie möglich dokumentiert. Bedeutsam ist er vor allem wegen der großartigen Unkonventionalität der Briefe, die in der Übergangszeit von der sich auflösenden Jenaer Romantik zur sich herausbildenden Heidelberger eine in ihrer Originalität noch kaum angemessen erfaßte Phase der deutschen Romantik bezeugen. Die Briefe sind großenteils Briefdichtungen nicht nur in dem Sinn, daß sie Gedichte enthalten, sondern vor allem in dem universalpoetischen der frühromantischen Ästhetik. In diesem Sinn bilden sie eine indirekte Gegen- und Komplementärkorrespondenz zum etwa gleichzeitigen Goethe-Schiller-Briefwechsel, dessen Partnern es eher darauf ankam, mittels ihrer Briefe große Kunst statt großer Briefkunst zu produzieren.
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Der Band enthält die in Arnims Kindheit und Jugend, während seiner Schul- und Universitätsjahre bis zum Beginn der Bildungsreise überlieferten sowie erschlossenen Briefe von ihm (107) und an ihn (94) mit Erläuterungen. Außerdem werden Stammbuch-Eintragungen und Kontextdokumente ediert. Ein erheblicher Teil der Brief- und sonstigen Texte wird erstmals oder erstmals vollständig nach Handschriften gedruckt: 14 von Arnim, 88 von anderen. Wäre die Ausgabe auf die Briefe Arnims beschränkt, wüßte man kaum die Hälfte von dem über ihn, was sich aus dem gesamten Briefwechsel ergibt. Die mit ihm korrespondierenden Naturwissenschaftler verschiedener Disziplinen hatten großenteils wegweisend an den wissenschaftlichen Innovationen um 1800 Anteil. Arnims Schul- und Universitätsfreunde, darunter der Historiker Friedrich von Raumer, gehörten zur geistigen Elite des preußischen Staates im Zeitalter seiner Reform. Und auch Verwandte wie die Großmutter Caroline von Labes und ihr Sohn, der Onkel Hans von Schlitz, waren einflußreiche Zeitgenossen. So kommen mit den drei hauptsächlichen Korrespondentenkreisen des jungen Ludwig Achim von Arnim (1781-1831) - Naturwissenschaftlern, Schülern und Studenten, Familienangehörigen - gesellschaftlich wichtige Gruppen der Übergangszeit um die Jahrhundertwende in Persönlichkeiten zum brieflichen Ausdruck, denen biobibliographische Mitteilungen in einem Verzeichnis der Korrespondenten (im Anhang) zusätzlich Profil verleihen sollen.