Hermann Sottong – författare
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Tyska, 2017186 kr
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Wir sind echt ´ne Marke!Wir alle sind gemeint – wir, die namenlose Mega-Agentur aus Experten und Spezialisten. Mit unserem geballten Sachwissen und schier unbegrenzten Erfahrungsfundus. Kein Unternehmen der Welt kann mit uns mithalten. Wir testen Produkte und Dienstleistungen und machen sie groß.Wie werden Marken eigentlich zu Marken? Spontane Antwort: hauptsächlich durch Werbung. Dieser Konnex freut die Marketingprofis. Sind sie doch immer noch verliebt in den Gedanken, dass ihre Ideen einem Markenprodukt zum Durchbruch verhelfen. Sie zeigen die Produktwelt von ihrer allerbesten Seite, erzählen pausenlos vom richtigen und guten Leben und versprechen, Wünsche zu erfüllen, die vielleicht so noch gar nicht existieren. Und weil ihre Bilder so schön, die transportierten Versprechungen so verlockend sind, kaufen die Leute. So weit, so einfach.Bis jetzt: Denn wenn es so einfach ginge, warum stößt Werbung dann heute auf so wenig Beachtung und Akzeptanz? Und das, obwohl sie noch nie so viel Geld, so viel Raum und Zeit verschlungen hat wie in diesen lärmenden Tagen. Genau in diese Parade fährt Hermann Sottong. Der Marken- und Organisationsentwickler dreht das Spiel. Er zeigt, dass es die Alltagsdiskurse und Verständigungsprozesse der Konsumenten und Nutzer sind, die aus einem x-beliebigen Angebot eine Marke mit Aufmerksamkeitswert machen.Im Klartext: Wir, die Konsumenten, sind die eigentlichen Markenmacher. Und damit könnten wir die aufgeblasene PR- und Werbewelt eigentlich in den Ruhestand schicken.
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Städte begeistern, sie schüren Emotionen und sind oftmals Teil der Identifikation und Selbstbeschreibung ihrer Einwohner. Müssten sie dann nicht auch zur politischen Mitgestaltung motivieren und Orte neuer Formen der Bürgerbeteiligung sein?Hermann Sottong zeigt anhand seiner Heimatstadt Regensburg einerseits, was politische Einmischung von Bürgern für ihre Heimatstadt zu leisten vermag, andererseits aber auch, wie deren Motivation, Intelligenz und Expertise verschwendet werden kann, indem ihre ganze Energie in der Abwehr von unsinnigen Stadtplanungsprojekten von Politik und Wirtschaft verpufft. Bürgersinn als Ressource bleibt so nicht nur brachliegen, sondern wird systematisch abgewehrt und abgewertet. Hermann Sottong ist überzeugt: Es mangelt nicht an stadtgesellschaftlichem Engagement und Mitgestaltungswille, sondern an Mut und Fantasie, zusätzliche Formen der Beteiligung und Mitgestaltung zuzulassen.