Jan van de Kamp – författare
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Die Reformationsgeschichte der Stadt Bremen unterscheidet sich von vielen anderen Reformationen im Alten Reich, ist aber, auch in der intensiven Forschung während der Reformationsdekade, kaum einmal berücksichtigt worden. Sie ist deutlich "anders" als die Reformation in den "Kernlanden" und in den Städten. In der ersten, lutherischen Phase ist manches vergleichbar: die grundstürzenden Ideen, die ihre Legitimation aus Gottes Wort ziehen, kodifiziert in der Heiligen Schrift, Antiklerikalismus, Provokation, Gewalt und Beschwichtigung. Ab der Jahrhundertmitte gibt es aber ein Vorwärtsdrängen zu einer entschiedeneren zweiten Phase. Ziel des Bandes ist es, Bremen in der Reformationsgeschichtsforschung das verdiente Gewicht zu geben.Mit Beiträgen von Christoph Auffarth, Erik A. de Boer, Robert J. Christman, Gerald Dörner, Konrad Elmshäuser, Johannes Göhler, Monika Göhler, Andrea Hauser, Fred van Lieburg, Jan van de Kamp, Frank van der Pol, Pieter L. Rouwendal, Leo van Santen, Ruth Schilling, Stavros Vlachos, Manfred B. Wischnewsky und Regine Wolters.[The "other" Reformation in the Old Empire. Bremen and North-West Europe]The history of the Reformation in the city of Bremen differs from many other Reformation processes in the Old Empire. Yet it has hardly been addressed, not even in the decade of lively commemoration of the Reformation. Bremen''s was a "different" Reformation in comparison with similar developments in the "core territories" of the Reformation, as well as in the cities. In the first, Lutheran, phase of Bremen''s Reformation, many aspects were similar to those elsewhere: the groundbreaking ideas, which were legitimated by reference to the Word of God, as codified in Holy Scripture; anticlericalism; provocative stances; violence and appeasement. From about 1550 onwards, however, Bremen''s Reformation proceeded towards a more uncompromising second phase. The aim of this volume is to give Bremen its due within the field of Reformation research.
Del 195 - Beiträge zur historischen Theologie
Übersetzungen von Erbauungsliteratur und die Rolle von Netzwerken am Ende des 17. Jahrhunderts
Inbunden, Tyska, 2020
2 477 kr
Tillfälligt slut
Am Ende des 17. Jahrhunderts richtete sich in ganz Europa und innerhalb aller christlicher Konfessionen die Aufmerksamkeit auf die Frömmigkeit. Zwischen den verschiedenen Frömmigkeitsbewegungen, die so entstanden, wie dem Puritanismus in England, der Nadere Reformatie in den Niederlanden und dem deutschen Pietismus, gab es intensive Verbindungen, in denen Übersetzungen von Erbauungsliteratur eine wichtige Rolle spielten. Während die Forschung diese Übersetzungen bisher eher auf der Makroebene behandelt hat, untersucht Jan van de Kamp erstmals ein Netzwerk von Übersetzern, die englische und niederländische Bücher ins Deutsche übertragen haben. Er zeigt, dass Netzwerke bei der Produktion, Distribution und Rezeption der Übersetzungen eine sehr große Rolle spielten. Zudem geht er darauf ein, wie groß der Einfluss von Puritanismus und Nadere Reformatie auf den deutschen Pietismus war und inwiefern die erwähnten Bewegungen miteinander verbunden waren.