Joachim Bessing – författare
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Inbunden, Tyska, 2026
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Tyska, 2026222 kr
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Zu Beginn der Regenzeit landet ein Mann unter dem Namen des Autors in Addis Abeba, zahlt sein Dreimonatsvisum bar und checkt im altesten Hotel auf dem afrikanischen Kontinent ein. Was er dort sucht und wer er wirklich ist, wandelt sich mit jeder Begegnung. Mal folgt er der Prophezeiung seines Maja-Horoskops, mal will er der Herausgeber einer Zeitschrift uber das karitative Lebenswerk Karl-Heinz Bohms sein, mal ist er Suchender, mal Liebeskummergeplagter. Nicht minder unbestandig und widerspruchlich erweist sich aber, was er in der athiopischen Hauptstadt findet - einer Stadt, uber die er kaum etwas wei, in der sich aber zwischen Wellblechwanden und kolonialen Fassaden, zwischen dem Tod des Premierministers und himmelseitig verordnetem Hausarrest rasch ein so faszinierender wie irritierender Sonnenschirm der Eindrucke aufspannt, dessen Schatten bis in die grassliche Vergangenheit des Landes reicht. Mit feiner Ironie und klassizistischem Ton zeichnet Joachim Bessing in seinem neuen Roman aus Mythen, Zufallen und Begegnungen eine von kolonialen Graueln beschattete Welt. Eine Welt, in der sich wie auf dem athiopischen Wochenmarkt keine eindeutigen Antworten finden, in der sich aber in samtlichen Dingen eine verborgene Stimme mitteilt, gemacht aus Wachs und Gold.
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PDF, Tyska, 201725 kr
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Für den Autor Tom McCarthy ist der langsam wachsende, graue "Buffering-Balken" das Symbol für das Gespenst gewordene Noch-nicht des digitalen Contents. Als Noch-nicht ist auch der im Entstehen begriffene Text so ein Mittelding, und ein Mittel: etwa um Paranoia zu bannen und Gespenster, oder was uns sonst noch so heimsucht. Die Vorstellung von Gegenwart als einer gebufferten also, als Stream, und der Text als Problem zwischen der Retrobewegung (als Ausweg?) einerseits und dem Loop dessen, was "sich verfängt und wüst modert" andererseits. In diesem Heft soll es um die Gespenster gehen, das Verweigern von Ratio und diverse Wiedergänger. Dieses Vorwort ist das Noch-nicht dieser Ausgabe und gewissermaßen ihr Buffer-Symbol.
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PDF, Tyska, 201856 kr
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"Die schönste Serie, die es überhaupt gibt, ist die Serialität der gelebten Tage. In Interferenz mit dieser Subjektserialität läuft die fast genauso schöne objektive Serialität der Medien; der Zeitungen und Zeitschriften, der Dailies und Weeklies. In Französisch laufen die beiden Phänomene in dem einen Wort ''Journal'' zusammen: Tagebuch und Zeitung." (Rainald Goetz, Mosse-Lecture im Mai 2012, Berlin)
Del 10 - punctum (Matthes & Seitz)
Bonn. Atlantis der BRD
Häftad, Tyska, 2019
170 kr
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Tyska, 2019125 kr
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Früher war Deutschland kleiner, und auch die deutsche Hauptstadt war von deutlich zurückhaltender Anmutung als das sich im eigenen Schmuddelglamour sonnende Berlin. Bonn ist bodenständig, sachlich und vielleicht ein bisschen zu leer. Vieles dort scheint zu groß geraten für das bescheidene Flair. Bonn ist das Museum der jungen Bundesrepublik. Dieses Buch versammelt Erinnerungen an diesen märklinhaften Zaubergarten, und zugleich taucht es ab in die Schattenwelt unter dem Heiligen Hügel. Damals in Bonn: Es gab Telefonapparate, Nachkriegstraumata und eine große starke SPD. Joachim Bessing und Christian Werner porträtieren in Wort und Bild die Schaltzentrale eines versunkenen Lands, seine Vergangenheit, Träume und Aussichten - nostalgisch, wo es angemessen, und bissig, wo es nötig ist.
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Tyska, 2021124 kr
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Hamburg, das scheint aus Berliner Perspektive heute nur noch schwer vorstellbar, war zur Erzählzeit, den frühen Neunzigerjahren, das popkulturelle Zentrum Deutschlands. Hier saßen die wichtigen Verlage und Werbeagenturen, die es damals tatsächlich noch gab. Vor allem aber die Musikindustrie – und unterhalb dieser Corporate Culture war in St. Pauli aus dem Erbe von Hafenstraße, Punk und Roter Flora eine die deutsche Musiklandschaft prägende Subkultur entstanden: die sogenannte Hamburger Schule. Radikal feministische Diskurse, Gender Trouble, Riot Girls und die ständige Sorge, wie man von Hamburg aus mit kulturellen Mitteln dem wütenden Mob in der ehemaligen DDR, zwei Jahre nach dem Mauerfall, begegnen könnte; also all das, worum es in der Berliner Republik 27 Jahrespäter noch immer geht. Im Hamburg der frühen Neunziger wurde all dies bereits durchlebt – und ausgiebig diskutiert. Die Bilder, die Christian Werner in einem Visual Essay beiträgt, zeigen beide Seiten dieser Stadt: das bürgerlich-saturierte der libertären Hanse und das harte Pflaster des Milieus; das ist der Humus, auf dem einst, es ist noch gar nicht lange her, eine der wichtigsten kulturellen Strömungen des 20. Jahrhunderts entstanden ist.