Jochen Schulthei – författare
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PDF, Tyska, 2017750 kr
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In den Confessiones spiegelt sich die Umbruchphase der Spatantike wider, in der traditionelles Denken als nicht mehr hinreichend fur eine sinnstiftende Einordnung des Individuums in die Welt erkannt wird. Wahrend der Vater fur ein der paganen Tradition verpflichtetes Bildungs- und Familiendenken steht, wird die Mutter zum exemplum einer christlichen Ehefrau und Mutter. Romische Rollenideale werden aufgenommen, jedoch in einem christlichen Kontext verinnerlicht. Ferner rehabilitiert Augustinus die christliche Familie gegenuber einem radikalen Askeseideal. In Generationenbeziehungen ist der Mensch innerhalb der empirischen Welt eingebunden, jedoch benutzen auch Bibel und christliche Tradition Metaphern aus diesem Bildfeld, um das Verhaltnis des Menschen zu Mitmenschen, Gott oder Kirche auszudrucken. Hieran anknupfend vollzieht Augustinus eine Neubestimmung zwischenmenschlicher Beziehungen auf einer spirituellen Ebene. Wahrend die Forschung bisher den Blick meist auf die Figur der Monnica beschrankt hat, erweitert Jochen Schulthei den Untersuchungsgegenstand und erschlie t in eingehender Textanalyse die Confessiones aus philosophisch-theologischer sowie literatur- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive.
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PDF, Tyska, 20232 286 kr
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Der vierte Band der vierbändigen Ausgabe der »Tragicorum Romanorum Fragmenta« bietet alle bekannten Fragmente, die für die Tragödien und Praetexten des Accius überliefert sind, in der als wahrscheinlich zu konstituierenden Textfassung. Er enthält einen ausführlichen, mehrfach untergliederten Apparat, dem sich auch die textkritische und interpretatorische Forschungsgeschichte zu den Fragmenten entnehmen lässt, sowie ein detailliertes Siglen- und Literaturverzeichnis, Indices und Konkordanzen. Indem möglichst alle verfügbaren Informationen in einem Band zusammengeführt sind, wird für die weitere Erforschung von Accius'' Werk eine umfassende Grundlage geschaffen.
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PDF, Tyska, 2015889 kr
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In diesem Band wird das kulturgeschichtliche Phänomen des Humanismus an dem geographisch definierten Paradigma Würzburgs und seines Umlands untersucht. Mögen die Gelehrten unterschiedlichen Herrschaften, Nationalitäten, Konfessionen und Geschlechtern angehören, haben sie doch teil an einer überwölbenden res publica eruditorum, die die Trennlinien durch die Gesellschaft überwindet. Dieser Prozess vollzieht sich einerseits auf der Ebene der Akteure, etwa durch persönliche Netzwerke, andererseits im Bereich der literarischen Produktion über intertextuelle Bezüge. Voraussetzung dafür ist der den Humanismus begründende, von allen Mitwirkenden gepflegte Rückbezug auf die Antike. Die Beiträge zeigen auf, dass Unterfranken mit seinem Hauptort Würzburg eine Kernregion des deutschen Humanismus darstellte, von der eine auf ganz Europa wirkende Strahlkraft ausging. Der Band leistet einen wichtigen Schritt zur Erschließung der editorisch und interpretatorisch größtenteils noch unbearbeiteten Textcorpora fränkischer Humanisten.