Johannes Brachtendorf – författare
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Del 19 - Paradeigmata
Selbstrefelexion und Erkenntnis Gottes
Häftad, Tyska, 2000
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»Alle Menschen wollen glücklich sein« – so lautet ein Grundsatz der seit Platon und Aristoteles bis ins 18. Jahrhundert allgemein anerkannten eudaimonistischen, auf das Glück ausgerichteten Ethik, der auch Thomas von Aquin anhängt. Doch was ist Glück? Was ist zum Glück erforderlich? Was macht den Menschen glücklich, und wie ist Glück erlangbar? Und ist es das höchste Ziel für jeden Menschen?Das sind die Fragen, die Thomas in den fünf Quaestiones (Abschnitten) seines Traktats über das Glück in der Summa Theologiae I–II q. 1–5 sehr differenziert erörtert und auf eine Weise beantwortet, die auch heute noch zu beeindrucken vermag und Orientierung gibt. Nicht in der möglichst großen Anhäufung und Versorgung mit individuell beglückenden Gütern liegt das Ziel, sondern in der Selbstverwirklichung des Menschen im Sinne der vollständigen Entfaltung seiner Natur und seines Wesens im Einklang mit der Vernunft.Die kommentierte zweisprachige Ausgabe besticht einerseits durch die Prägnanz der Thomistischen Argumentation, die für jeden interessierten Leser ohne weitere Vorkenntnisse unmittelbar nachvollziehbar ist, und andererseits durch die vom Herausgeber beigegebene, sehr kompetente Vorstellung und Erläuterung der Grundzüge der eudaimonistischen Ethik in ihrer Bedeutung für die Bestimmung des Glücks in der westlichen Philosophie seit Platon.
Häftad, Tyska
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Die philosophische Bedeutung des spekulativen Hauptwerkes Augustinus'' liegt in der Analyse des menschlichen Geistes. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Möglichkeit der Selbstreflexion, wie sie durch das Delphische Gebot: "Erkenne dich selbst" gefordert wird. Augustinus weist eine unmittelbare, immer schon bestehende Selbstbekanntschaft des menschlichen Geistes auf und erkennt in ihr die Voraussetzung jedes Strebens nach reflexiver Selbsterkenntnis.Damit nimmt er Thesen moderner Selbstbewußtseinstheorie vorweg. Der menschliche Geist erweist sich als Seinstyp sui generis, dessen Beschreibung einer eigenen ontologischen Begrifflichkeit bedarf.
Häftad, Tyska, 2025
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Del 15 - Religion und Aufklärung
Unendlichkeit
Interdisziplinäre Perspektiven
Häftad, Tyska, 2008
1 801 kr
Tillfälligt slut
Höchst unterschiedliche Konzepte von Unendlichkeit kursieren in der Geistesgeschichte und den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. In welchem Verhältnis stehen Unendlichkeit, Unermeßlichkeit, Maßlosigkeit, Anfangs- und Endlosigkeit, Kontinuum, Grenzenlosigkeit, Vollkommenheit oder Ewigkeit zueinander?Die Beiträger dieses Bandes dokumentieren die wechselseitige Beobachtung der Funktion des Unendlichkeitsbegriffes in Physik, Mathematik sowie Philosophie und Theologie. Sie gehen Bedeutungsnuancen und Problemen der Unendlichkeit disziplinenübergreifend nach und eröffnen so einen kritischen Blick auf disziplinäre Begriffsbestimmungen.Zunächst informieren philosophische Sichtungen des Unendlichkeitsbegriffs über grundlegende Aporien, Unendlichkeit im Kontext einer Metaphysik der All-Einheit, das Problem einer anthropologischen Unendlichkeit, dem Verhältnis von Freiheit und Zeit, der Intentionalität und der Maßlosigkeit im Horizont der Unendlichkeit. Die Relevanz der Unendlichkeit dies- und jenseits der Physik wird für kosmologische Fragestellungen, physikalische Beschreibungen makroskopischer Systeme sowie in kognitonswissenschaftlicher Perspektive ausgelotet. Es folgen Blicke auf die Mathematik und der Blick der Mathematik auf das Unendliche: Intentionalität, Mengenlehre, Kontinuum und dynamische Unendlichkeit. Theologische Horizonte erschließen Beiträge zur christlichen Schöpfungslehre, dem Verhältnis von Luhmannscher Systemtheorie und Theologie, zu praktischen und theoretischen Bedingungen des religiösen Sprachspiels und der Frage nach Gottes Ewigkeit.
Del 3 - Collegium Metaphysicum
Einheit und Vielheit als metaphysisches Problem
Häftad, Tyska, 2011
915 kr
Tillfälligt slut
Die Metaphysik versteht sich als eine Theorie der Wirklichkeit: Gegenüber dem, was sich etwa unseren Sinnen oder dem Alltagsverstand als wirklich darbietet, möchte sie uns mit Gründen darüber belehren, was es überhaupt heißt, wirklich zu sein, wie die Wirklichkeit aufgebaut ist und was ihre grundlegenden Strukturen sind. Hierfür geht sie in ihrer klassischen Gestalt von einem Ersten oder einem Prinzip aus.Der vorliegende Band stellt das für eine prinzipienorientierte Metaphysik zentrale Begriffspaar von Einheit und Vielheit in den Mittelpunkt. Die Autoren diskutieren die Frage, ob man das Eine als Grund und Ziel aller Dinge ansetzen muss, um die Wirklichkeit zu verstehen, wie die henologische Tradition meint, oder ob die Realität auf irreduzible Weise von Vielheit und Andersheit geprägt ist. Erzeugt die Logik der Einheit bloß einen dialektischen Schein, den es aufzulösen gilt? Nivelliert sie gar die Differenz zwischen Gott und Welt? Oder lässt sich Einheit so verstehen, dass sie die Vielheit rechtfertigt und begründet?Der Sache nach geht es um das Verhältnis des Unendlichen zum Endlichen, des Absoluten zum Relativen oder der Identität zur Differenz. Die vorliegenden Beiträge decken Hauptstationen der Metaphysikgeschichte von Parmenides bis Lévinas ab.