Johannes Janota – författare
Ich und sie, du und ich
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Die Untersuchung fragt nach den Faktoren, die zur Ablösung des Minnelieds durch das Liebeslied geführt haben, das seit dem Mönch von Salzburg und in den Liederbüchern des 15./16. Jahrhunderts zum vorherrschenden Typ der Liebeslyrik geworden ist. Es kann gezeigt werden, dass der literarhistorisch und poetologisch weitreichende Wechsel zwischen diesen beiden Liedtypen im Zusammenhang mit spezifischen Veränderungen des literarischen Gattungssystems während des 14. Jahrhunderts gesehen werden muss. Dabei spielt der fulminante Aufschwung der Minnerede eine wichtige Rolle. Nicht minder wichtig waren formale Neuerungen, die überhaupt erst die Möglichkeit für den Wechsel vom Minnelied zum Liebeslied neuer Prägung eröffneten. Diese Neuerungen reichen bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts zurück und dokumentieren nach dem Minnesang eine zweite Rezeption romanischer Strophen- und Liedmodelle. Schließlich wird auf gesellschaftliche Aspekte hingewiesen, die zur raschen Übernahme des zunächst vor allem in Klerikerkreisen entwickelten Liebesliedes insbesondere durch den Landadel und die städtische Oberschicht führten. Hier stand nicht mehr das literarische Werbungsspiel ad infinitum im Mittelpunkt, sondern die Ehe als soziales Ziel der Werbung.
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This volume includes all of the Latin Easter ceremonies transmitted from the Middle Ages and the Early Modern era together with melodies that are currently known to researchers. The compendium offers a unified approach to both melody and text. It includes a total of 375 ceremonies from the 10th through the 17th centuries (and a few more recent offshoots) that originate from many parts of Europe. Each ceremony is individually edited together with a systematic commentary. Frequently, the editing has involved extensive corrections to the findings from earlier research. The findings in the individual commentaries are summarized in extensive surveys on both melody and text tradition. While the editorial research confirms the accepted typology of the ceremonies (Lange, Young, de Boor), the diversity of the findings demonstrates the need to make extensive differentiations within this basic typology. This work is sure to become a fundamental resource for research on Latin Easter ceremonies as well as the melodies from vernacular Easter and Passion plays.
Verserzählungen II
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Verserzählungen I
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Literarhistorisch gesehen, ist das 14. Jahrhundert innerhalb der deutschen Literatur die bislang am wenigsten bekannte Zeitspanne. Dieses Defizit versucht die vorliegende Darstellung zu beheben. Nach dem Konzept des Gesamtwerks sind der Behandlung der literarischen Formen zwei Modelle der literarischen Interessenbildung vorangestellt: das literarische Leben in der habsburgischen Residenzstadt Wien und - als bedeutendste literarische Erscheinung des 14. Jahrhunderts - das mystische Schrifttum. Insgesamt wurde Wert darauf gelegt, auch kleinere und kleinste literarische Texte zu berücksichtigen und im Blick auf die leitenden Interessenschwerpunkte einzuordnen. Mit diesem Detailreichtum übertrifft die Darstellung alle bislang vorgelegten Überblicke über die deutsche Literatur im 14. Jahrhundert. Neben dem Schrifttum der Mystik nehmen die vielfältigen Formen der Lyrik und der literarischen Rede, vor allem aber der Aufschwung der Prosa den breitesten Raum ein.
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Das kumulierte Register enthält die Namen der Dichter und aller weiteren beteiligten bzw. erwähnten Personen sowie die Titel der anonymen Werke - insgesamt ca. 30.000 Eintragungen. Es ermöglicht einen umfassenden und bequemen Zugang zu den Daten des Referatenorgans »Germanistik« über einen Zeitraum von 10 Jahren.
Die über die Jahre schwankenden Namenformen wurden (soweit machbar) vereinheitlicht, die Verweisungen vervollständigt. Um die Benutzung zu erleichtern, wurden die Titel kursiv gedruckt; bei den Referenzen wurden die einzelnen Jahrgänge der »Germanistik« durch Fettschrift hervorgehoben. Das 10jährige Namenregister spiegelt die Entwicklung der Forschung zu einzelnen Dichtern wider und zeigt die wissenschaftliche Aktivität und Interessen von Germanisten aus aller Welt.
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Walther Lipphardt hat bei der Entdeckung (1965) der Augsburger Handschrift von Adam Reißners schwenckfeldischem Gesangbuch den außerordentlichen Wert dieses ältesten und autornächsten Überlieferungszeugen (1554) für die Hymnologie erkannt. Um diese melodie- und textgeschichtliche Zimelie allgemein zugänglich zu machen, entschloß sich die UB Augsburg zu einer Faksimilierung. Im Kommentar zu den 64 Liedern werden erstmals die Melodien dieses Gesangbuchs ediert und in die Liedtradition (u.a. Mittelalter, Tenorlied, Böhmische Brüder) eingeordnet. Damit wird die Erforschung des einstimmigen geistlichen Liedes im 16. Jahrhundert (und darüber hinaus) auf eine neue Materialgrundlage gestellt. Anhand von Parallelkorpora und Einzelüberlieferungen verfolgt der Kommentar zudem die Text- und Melodierezeption der 64 Lieder bis ins 18. Jahrhundert. Neben einer Typologie der Liedtexte und Liedquellen bemüht sich die Kommentierung um eine Verortung der geistlichen Lieder im zeitgenössischen und theologischen Kontext. Dazu dienen einleitende Kapitel zu Adam Reißner und zur schwenckfeldischen Theologie.
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Die Gesamtausgabe soll in drei Bänden nicht nur Neueditionen der "Hessischen Passionsspielgruppe" vorlegen und damit - schon lange gefordert - die veralteten Ausgaben ersetzen, sie bietet zu einem jeweiligen Leittext auch die Parallelen der übrigen Spieltexte dieser Gruppe, um den Leittext in seinen unmittelbaren textgeschichtlichen Zusammenhang zu stellen. Im vorliegenden Band 1 ist das "Frankfurter Passionsspiel" (1493 geschrieben) der Leittext, dem die Parallelen aus der "Frankfurter Dirigierrolle" (1. Hälfte 14. Jahrhunderts), des "Alsfelder Passionsspiels" (Ende 15. Jahrhundert, mit Zusätzen bis 1517), des "Heidelberger Passionsspiels" (1514 geschrieben), des "Frankfurter Osterspielfragments" (1. Hälfte des 14. Jahrhunderts) und des "Fritzlarer Passionsspielfragments" (um 1460) beigegeben sind. Dieser Paralleledition vorangestellt ist ein diplomatischer Abdruck der "Frankfurter Dirigierrolle", in dem auch die erkennbaren Bearbeitungsschichten dokumentiert werden, und eine zitierfähige Neuedition dieses wohl ältesten Textzeugen innerhalb der "Hessischen Passionsspielgruppe". Die Ausgabe kann paradigmatisch eine Vorstellung von Textkonstanz und -varianz im Detail, von der Bandbreite bei der Um- und Neugestaltung innerhalb des Handlungsverlaufs und der Szenenstruktur auch bei den vielen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Spieltexten geben, bei denen die Überlieferungslage weniger günstig ist. In weiteren Bänden sollen das »Alsfelder Passionsspiel« bzw. das »Heidelberger Passionsspiel« den Leittext des Paralleldrucks bieten.
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„Für die Heuristik und die systematische Erforschung nicht nur der Märendichtung, sondern insgesamt der Reimpaarepik nach wie vor und wohl noch für lange Zeit unersetzt. Zugleich ein forschungsgeschichtliches Dokument, das maßgeblich zum Aufschwung der Spätmittelaltergermanistik beitrug.“Prof. Dr. Johannes Janota
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Die vierte Auflage erscheint 30 Jahre nach der Erstausgabe, in denen sich Hanns Fischers Konzeption seiner editio minor Strickerscher Verserzählungen glänzend bewährt hat. Entsprechend konnte sich die Revision zur Drucklegung neben der Durchsicht des Textes ganz auf die Aktualisierung der Bibliographie konzentrieren. Sie enthält die wichtigsten Forschungen zu Strickers Kleinepik und eine vollständige Dokumentation der Beiträge zu den einzelnen hier edierten Verserzählungen. Auf diese Weise leistet das Bändchen über seine Verwendung in der akademischen Lehre hinaus auch einen heuristischen Beitrag zur Stricker-Forschung.
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Die Gesamtausgabe der Hessischen Passionsspielgruppe wird mit der Edition des »Heidelberger Passionsspiels« abgeschlossen. Damit liegen alle Spielzeugnisse dieser bedeutenden spätmittelalterlich-frühneuhochdeutschen Spielgruppe in einer Neuausgabe vor, in der die einzelnen Überlieferungszeugnisse nicht nur auf der handschriftlichen Grundlage nach einheitlichen Prinzipien ediert, sondern in ihrem textgeschichtlichen Zusammenhang durch Paralleldruck dokumentiert sind. Innerhalb des Gesamtkorpus wartet das »Heidelberger Passionsspiel« mit mehreren Besonderheiten auf: Es repräsentiert eine ältere, erst durch die Parallelisierung erkannte Frankfurter Spieltradition (greifbar in der »Frankfurter Dirigierrolle«, im »Frankfurter Passionsspiel«, im »Frankfurter Passionsspielfragment«), es umfaßt als einziges Spiel der Frankfurter Passionsspielgruppe 13 alttestamentliche Präfigurationen und es steht in einem merkwürdigen Spannungsfeld zwischen Dokumentation oder Konzeption eines Spieltextes und der Aufzeichnung zu Lesezwecken einschließlich der Nennung beigezogener Bibelstellen. Die Edition im Paralleldruck, der neben der Frankfurter Spieltradition auch das »Alsfelder Passionsspiel« und das »Fritzlarer Passionsspielfragment« berücksichtigt, dokumentiert erstmals, wo der anonyme Autor aus der Tradition geschöpft hat und wo vermutlich Eigenleistungen vorliegen, die dem Spiel seinen besonderen Charakter verleihen. Zu den einzelnen Bänden der Edition erscheinen jeweils Kommentare.
9 681 kr
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Die Gesamtausgabe der Hessischen Passionsspielgruppe umfaßt drei Bände, in denen die einzelnen Überlieferungszweige nicht nur auf der handschriftlichen Grundlage nach einheitlichen Editionsprinzipien neu ediert, sondern in ihrem textgeschichtlichen Zusammenhang durch Paralleldruck dokumentiert werden. Die Alsfelder Spieltradition zeichnet sich zusätzlich dadurch aus, daß sich allein im Spieltext vier Bearbeitungsschichten zwischen Ende des 15. Jahrhunderts und 1517 unterscheiden lassen, zu denen sich noch Textauszüge für Einzelrollen und ein Regiebuch - gleichfalls mit signifikanten Textänderungen - stellen. Zusammen mit der "Friedberger Dirigierrolle" (in einer neuen Rekonstruktion des verschollenen Textes) und dem "Fritzlarer Passionsspielfragment" läßt sich gerade am vorliegenden Band nahezu einmalig eine Vorstellung von Textkonstanz und -varianz im Detail, von der Bandbreite bei der Um- und Neugestaltung innerhalb des Handlungsverlaufs und der Szenenstruktur auch bei den vielen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Spielen gewinnen, bei denen die Überlieferungslage weniger günstig ist. Über 60 Melodien vermitteln einen Eindruck von der musikalischen Gestaltung vergleichbarer Spiele, ein Spielerverzeichnis gibt Einblicke ins gesellschaftliche Umfeld der Spieler. Band 3 wird die Gesamtedition mit dem "Heidelberger Passionsspiel" als Leittext des Paralleldrucks bieten. Zu den einzelnen Bänden sind jeweils auch Kommentarbände vorgesehen.
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Die Neuauflage des vorliegenden Teilbändchens erfolgt 40 Jahre nach Hanns Fischers Erstausgabe (1960) seines Stricker-Bandes in der »Altdeutschen Textbibliothek«. Die nunmehr fünfte Auflage ist der beste Beweis für die Solidität der Fischerschen Neuedition, die mit der zweiten Auflage (1967) ihr bis heute markantes Profil erhielt. Die Ausgabe ist seitdem aus dem akademischen Unterricht nicht mehr wegzudenken. Zugleich nimmt sie in der Editionsmethodologie mittelalterlicher Texte einen herausgehobenen Rang ein, weil sie zur Etablierung des Leithandschriftenprinzips - gepaart mit dem Abdruck stärker abweichender Fassungen im vollen Wortlaut - erheblich beigetragen hat. Die Forschungsbibliographie läßt erkennen, welche Impulse von dieser Ausgabe auch auf die Interpretation der in ihr versammelten Texte ausgingen.
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Das kumulierte „Sachregister Germanistik 1990‑1994“ schließt sich an die bereits in den letzten Jahren publizierten Kumulierungen 2000‑2004 und 1995‑1999. Die Register ermöglichen einen umfassenden und bequemeren Zugang zu den Daten. Die dieses Mal ausgewerteten Jahrgänge umfassen 36.688 Titel.
Die über Jahre schwankenden Begriffe wurden (soweit machbar) vereinheitlicht und vervollständigt. Die Benutzung wurde durch ein System der Verweisungen und die verfeinerte Form der Kolumnentitel erleichtert. Zusätzlich zu den im Register verstreuten Begriffen, wurden die Motive, lexikologischen Untersuchungen, Namen, Inschriften, Runen unter dem entsprechenden Terminus, wie „Motiv“, „Lexikologie“ gruppiert.
Das Register der vor 18 Jahren entstandenen Jahrgänge des Referatenorgans spiegelt die wissenschaftliche Interessen der Germanisten wider und zeigt, wie sich die Anwendung der Methoden ändert. Während man gegenwärtig häufig auf die interdisziplinäre Sichtweise der Literatur- und Sprachforschung trifft, tauchte in den Jahren 1990‑1994 der Begriff „Kulturwissenschaften“ nur sporadisch, der der „Gender studies“ überhaupt noch nicht auf.
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Literarisches Leben in Augsburg Während Des 15. Jahrhunderts
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Eine Wissenschaft etabliert sich
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