Juliane Spitta – författare
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Häftad, Tyska, 2015
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PDF, Tyska, 2017378 kr
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PDF, Tyska, 2014148 kr
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Nicht zuletzt im Zuge der sogenannten Krise und der von ihr zugespitzten Frage nach den Möglichkeiten, Wirklichkeiten und Imaginationen von Wertschöpfung im zeitgenössischen Kapitalismus ist der Begriff der Arbeit wieder einmal in aller Munde. In zentralen gesellschaftlichen Debatten werden Subjekte des Arbeitsmarkts verhandelt und diskutiert, wie mit ihnen durch die Politik umzugehen sei; Konzepte der Arbeit selbst und Konsequenzen, die Arbeitskonzepte und -realitäten für die in sie verstrickten Subjekte haben, werden jedoch meist weniger kritisch untersucht oder verhandelt.Die sechste Ausgabe von Nebulosa rückt Arbeiter*innen im Spannungsverhältnis von Emanzipation und Ausbeutung in den Mittelpunkt; der Fokus liegt sowohl auf historischen wie zeitgenössischen Formen und Diskursen. Die Beiträge hinterfragen ein neues Klassenverständnis, den Zusammenhang von Volks- und Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert sowie Arbeiter*innen als Adressat*innen und Repräsentationen der 68er-Bewegung. Repräsentation wird zudem als Gegenstand des Menschenhandelsdiskurses in den Blick genommen. Des Weiteren sind der fröhliche Roboter als neues kapitalistisches Subjekt, eine entwerkte Gemeinschaft der Zombies, Arbeiter*innen als Figuren der Gegenwartsliteratur und als probende Kreative Gegenstand des Hefts.
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PDF, Tyska, 2014209 kr
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Es ist ein Mittwoch, an dem sie genug haben: Fatzer und seine Kameraden kriechen aus einem Panzer heraus, verlassen den Krieg und haben doch nichts gelernt als die Solidarität des Militärs. Eingepfercht in ein Versteck, in dem sie auf das Ende des Krieges oder die kommende Revolution warten, stellt sich das Problem, wie man es bis zu diesem Moment miteinander aushalten kann. Denn auch alleine geht es nicht.Fatzer ist auch eine Auseinandersetzung mit Gemeinschaften, mit ihrer Konstruktion und ihrem Auseinanderfallen; mit dem, was sie ausmacht, und dem, was ihnen notwendig entgeht: dem/der/den Einzelnen. Brechts Fragment rechnet mit der Notwendigkeit von Gemeinschaften, der Gemeinsamkeit des Krieges, der Revolutionäre, der Deserteure, der Hungernden – doch diese Rechung geht nie auf. Immer bleibt ein Rest und dieser Rest ist Fatzer: der Egoist, der Asoziale, der Verräter.Ausgehend von diesem (Über-)Rest Fatzer stehen die Beiträge dieses Bandes im Spannungsfeld der Beziehung von Gemeinschaften zu den Einzelnen, aus welchen sie sich zusammensetzen. Mitmachen, Abweichen, Disziplinieren, Hintergehen, Wertschätzen, Schützen, Strafen, Ausstoßen, Vereinnahmen: Auf besondere Weise scheinen Gemeinschaften gebunden an Praktiken des Ein- bzw. Ausschlusses und damit an die Grenzen, welche sie entwerfen und von denen ausgehend sich Fragen von Gleichheit und Differenz beantworten lassen. Es geht bei der Konstruktion von Gemeinschaft also auch immer um Macht, die den Raum des Sozialen – der Menschen, die zusammen leben – herstellt und gliedert.Der dritte Band der Mühlheimer Fatzerbücher – In Gemeinschaft und als Einzelne*r – gibt die Vorträge des Symposiums wieder und dokumentiert die während der Dritten Fatzer Tage gezeigten Aufführungen: die Marburger Fatzer-Inszenierung von Stephan Suschke, FLEISCH – ich bin ich, du bist du und es geht schlecht von P14 und insbesondere die aus dem Open Call 2013 hervorgegangenen Arbeiten von Katrin Hylla, Schauf / Millner / Scholtysik / Földesi / Bussmann / Natus sowie der Abteilung TAT der Europäischen Gemeinschaft für kulturelle Angelegenheiten, die aus einem Workshop am besetzten Embros-Theater in Athen entstand.