Kathrin Dreckmann – författare
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Musikfilme und die Präsentation von Musik im bewegten Bild haben eine lange Tradition in der Filmgeschichte. Sie reichen zurück bis in die Frühzeit des (Stumm-)Films, der bereits musikalische Darbietungen und Auftritte bebilderte und in Narrationen einwebte. Etwa in Filmmusicals, Soundies oder avantgardistischen Klang-Bildspielen werden spätere Entwicklungen für populäre Musikfilme und Musikvideos vorweggenommen. Ob, inwieweit und in welcher Form in diesen frühen Film- und Bewegtbildern mit und über Musik Jugendlichkeit und Jungsein bereits als Bezugsrahmen auftaucht, ist eine zu klärende Frage des vorliegenden Sammelbandes. Musikfilme weisen inhaltlich wie ästhetisch eine große Bandbreite auf, die sich im historischen Verlauf parallel zur Entwicklung von Jugend- und Musikkulturen ausdifferenziert hat. Der Sammelband möchte vor dem Hintergrund dieser und anderer Entwicklungen in der audiovisuellen Darstellung und Erzählung im Spannungsfeld von Musik, Film und Jugend eine Bestandsaufnahme aktueller Forschungsfragen aufarbeiten.
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Nachdem das aus dem Musikfernsehen bekannte Musikvideo inzwischen eine fast vierzig Jahre dauernde Geschichte vorweist, ist eine zentrale Frage, ob es immer noch gewinnbringend als Produkt einer "Kulturindustrie" lesbar ist. Dieser Band erprobt einen neuen interpretativen Ansatz, der Musikvideos als Produkte eines hybridisierenden, intermedialen und Genregrenzen überschreitenden Diskurses begreift.
Während das Musikvideo eine spezifische audiovisuelle Form darstellt, die im Kontext des Musikfernsehens der 1980er erprobt, raffiniert und kommerzialisiert wurde, liegen seine Wurzeln in den audiovisuellen Experimenten von Avantgarde-Künstler*innen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und transportierte damit immer auch ein ästhetisch subversives Moment.
Dieses Moment kommt in seiner Fähigkeit zum Ausdruck, sich in bestehende Diskurse einzuklinken, diese zu ästhetisieren und umzudeuten. Das Musikvideo ist zum einen an einer popkulturellen Umdeutung des Alltags beteiligt, zum anderen kommen in ihm häufig wieder Bezüge zu künstlerischen und avantgardistischen Produktionsweisen zum Vorschein, die dadurch popularisiert werden. Diese bisher wenig erforschte Perspektive auf das Musikvideo soll in diesem Band untersucht werden.
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Nachdem das aus dem Musikfernsehen bekannte Musikvideo inzwischen eine fast vierzig Jahre dauernde Geschichte vorweist, ist eine zentrale Frage, ob es immer noch gewinnbringend als Produkt einer "Kulturindustrie" lesbar ist. Dieser Band erprobt einen neuen interpretativen Ansatz, der Musikvideos als Produkte eines hybridisierenden, intermedialen und Genregrenzen überschreitenden Diskurses begreift.
Während das Musikvideo eine spezifische audiovisuelle Form darstellt, die im Kontext des Musikfernsehens der 1980er erprobt, raffiniert und kommerzialisiert wurde, liegen seine Wurzeln in den audiovisuellen Experimenten von Avantgarde-Künstler*innen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und transportierte damit immer auch ein ästhetisch subversives Moment.
Dieses Moment kommt in seiner Fähigkeit zum Ausdruck, sich in bestehende Diskurse einzuklinken, diese zu ästhetisieren und umzudeuten. Das Musikvideo ist zum einen an einer popkulturellen Umdeutung des Alltags beteiligt, zum anderen kommen in ihm häufig wieder Bezüge zu künstlerischen und avantgardistischen Produktionsweisen zum Vorschein, die dadurch popularisiert werden. Diese bisher wenig erforschte Perspektive auf das Musikvideo soll in diesem Band untersucht werden.
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Musikfilme und die Präsentation von Musik im bewegten Bild haben eine lange Tradition in der Filmgeschichte. Sie reichen zurück bis in die Frühzeit des (Stumm-)Films, der bereits musikalische Darbietungen und Auftritte bebilderte und in Narrationen einwebte. Etwa in Filmmusicals, Soundies oder avantgardistischen Klang-Bildspielen werden spätere Entwicklungen für populäre Musikfilme und Musikvideos vorweggenommen. Ob, inwieweit und in welcher Form in diesen frühen Film- und Bewegtbildern mit und über Musik Jugendlichkeit und Jungsein bereits als Bezugsrahmen auftaucht, ist eine zu klärende Frage des vorliegenden Sammelbandes. Musikfilme weisen inhaltlich wie ästhetisch eine große Bandbreite auf, die sich im historischen Verlauf parallel zur Entwicklung von Jugend- und Musikkulturen ausdifferenziert hat. Der Sammelband möchte vor dem Hintergrund dieser und anderer Entwicklungen in der audiovisuellen Darstellung und Erzählung im Spannungsfeld von Musik, Film und Jugend eine Bestandsaufnahme aktueller Forschungsfragen aufarbeiten.
Jugend, Musik und Film
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Fließende Übergänge, verschwimmende Körper, sich auflösende Substanzen, verflüssigte Sprache – Fluide Mediale rücken eine bisher wenig akzentuierte Genealogie in den Fokus. Inwieweit Fragestellungen nach dem ökologischen Verbundensein von Mensch/Tier/Pflanze/Stein und Umwelt fruchtbar sind, zeigt sich daran, dass anhand des Fluiden nicht nur Begriffsgrenzen verschwimmen, sondern damit auch ein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist, der die Fragen nach festen Begriffsaggregaten hinter sich lässt. Insbesondere der Diskurs der Ökologie in der Medienwissenschaft hat deutlich gemacht, dass das Nachdenken über Umwelten neue Denkansätze ermöglicht. Entitäten werden so verhandelbar und anders denkbar. So stellt sich die Frage nach epistemischen und (medien-)archäologischen Prozessen vollständig neu, wenn wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen als dynamische Denkfiguren betrachtet werden. Die Denkfigur des Fluiden führt zu kategorialen Verunsicherungen und Uneindeutigkeiten u. a. des Organischen/Anorganischen, ozeanischer Grenzdiskurse als Machtgefüge, Mensch-Tier-Pflanze-Technik-Kollaborationen, medialer Ordnungen und ästhetischer Figurationen und setzt so die beteiligten kulturtechnischen Operationen in den Fokus des Interesses.
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Fließende Übergänge, verschwimmende Körper, sich auflösende Substanzen, verflüssigte Sprache – Fluide Mediale rücken eine bisher wenig akzentuierte Genealogie in den Fokus. Inwieweit Fragestellungen nach dem ökologischen Verbundensein von Mensch/Tier/Pflanze/Stein und Umwelt fruchtbar sind, zeigt sich daran, dass anhand des Fluiden nicht nur Begriffsgrenzen verschwimmen, sondern damit auch ein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist, der die Fragen nach festen Begriffsaggregaten hinter sich lässt. Insbesondere der Diskurs der Ökologie in der Medienwissenschaft hat deutlich gemacht, dass das Nachdenken über Umwelten neue Denkansätze ermöglicht. Entitäten werden so verhandelbar und anders denkbar. So stellt sich die Frage nach epistemischen und (medien-)archäologischen Prozessen vollständig neu, wenn wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen als dynamische Denkfiguren betrachtet werden. Die Denkfigur des Fluiden führt zu kategorialen Verunsicherungen und Uneindeutigkeiten u. a. des Organischen/Anorganischen, ozeanischer Grenzdiskurse als Machtgefüge, Mensch-Tier-Pflanze-Technik-Kollaborationen, medialer Ordnungen und ästhetischer Figurationen und setzt so die beteiligten kulturtechnischen Operationen in den Fokus des Interesses.
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Kommande
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