Katrin Dennerlein – författare
Narratologie des Raumes
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Trotz einer neuen Aufmerksamkeit im Zuge des ‚spatial turn‘ hat man sich in der Narratologie bisher nicht systematisch mit den basalen Fragen der Beschreibung von Raum in Erzähltexten beschäftigt. Diese Lücke zu schließen ist das Ziel der vorliegenden „Narratologie des Raumes“, die sich auf fiktionale Erzähltexte und auf den konkreten Raum beschränkt, in dem sich Figuren aufhalten können. Dieser wird als mentales Modell konzipiert, das im Zusammenspiel von Textstrukturen und Wissen bei einem Modell-Leser entsteht. Die einzelnen Kapitel thematisieren die sprachliche Erzeugung von Raum, seine narrative Vermittlung durch das Erzählen von Ereignissen, von Wahrnehmungen und durch Beschreibungen, Raumstrukturen und raumspezifische Wissenskonfigurationen. Dazu werden auch Konzepte der kognitiven Psychologie, der kognitiven Linguistik, der Pragmatik, der Philosophie, der Sozialgeographie und der evolutionären Psychologie herangezogen. Die erarbeiteten Begriffe werden an Textbeispielen unterschiedlicher Genres und Entstehungszeiten von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erprobt. Die bisherige Forschung zum Raum im Erzähltext findet sowohl in einem Forschungsbericht mit abschließender tabellarischer Übersicht als auch zu Beginn der Einzelkapitel Berücksichtigung.
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Ob in homerischen Epen, antiken Romanen, Epen und höfischen Romanen des Mittelalters, frühneuzeitlichen Prosaromanen, Bildungsromanen, historischen Romanen, Autobiographien, multimodalen oder postkolonialen Romanen – der Raum, aus dem die Hauptfigur stammt, spielt innerhalb der erzählten Welt häufig eine entscheidende Rolle. Der Band wirft anhand von Fallbeispielen aus der erzählenden europäischen Literatur von der Antike bis heute Schlaglichter auf die je spezifischen Zusammenhänge von Raum und Herkunft. Der thematische Fokus der Frage nach Räumen der Herkunft lenkt den Blick darüber hinaus immer auch auf handlungs-, figuren- und zeitspezifische Momente. Die Fallstudien des Bandes untersuchen einzeltextspezifisch und ebenendifferenziert Herkunftsräume und versuchen von den Texten, ihren Darstellungsstrategien und Erzählinhalten ausgehend, narratologische Beschreibungskategorien für die methodisch kontrollierte, historisch adäquate Deutung von Texten fruchtbar zu machen. Dass im Zusammenspiel von Zeit, Raum, Figuren und Ereignissen die Räume der Herkunft eine wesentliche Schnittstelle darstellen, mag dabei nicht nur als allgemein, sondern gerade auch als fallweise zu begründende These gelten.
Literarische Räume der Herkunft
Fallstudien zu einer historischen Narratologie
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Ob in homerischen Epen, antiken Romanen, Epen und höfischen Romanen des Mittelalters, frühneuzeitlichen Prosaromanen, Bildungsromanen, historischen Romanen, Autobiographien, multimodalen oder postkolonialen Romanen – der Raum, aus dem die Hauptfigur stammt, spielt innerhalb der erzählten Welt häufig eine entscheidende Rolle. Der Band wirft anhand von Fallbeispielen aus der erzählenden europäischen Literatur von der Antike bis heute Schlaglichter auf die je spezifischen Zusammenhänge von Raum und Herkunft. Der thematische Fokus der Frage nach Räumen der Herkunft lenkt den Blick darüber hinaus immer auch auf handlungs-, figuren- und zeitspezifische Momente. Die Fallstudien des Bandes untersuchen einzeltextspezifisch und ebenendifferenziert Herkunftsräume und versuchen von den Texten, ihren Darstellungsstrategien und Erzählinhalten ausgehend, narratologische Beschreibungskategorien für die methodisch kontrollierte, historisch adäquate Deutung von Texten fruchtbar zu machen. Dass im Zusammenspiel von Zeit, Raum, Figuren und Ereignissen die Räume der Herkunft eine wesentliche Schnittstelle darstellen, mag dabei nicht nur als allgemein, sondern gerade auch als fallweise zu begründende These gelten.
Bildungsroman im literarischen Feld
Neue Perspektiven auf eine Gattung
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Bildungsroman im literarischen Feld
Neue Perspektiven auf eine Gattung
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Die Geschichte der deutschen Komödie im 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde bisher in der Literaturhistoriographie als lineare Abfolge von original deutschsprachigen Sprechtheaterwerken aus dem nord- und mitteldeutschen Raum erzählt. Dabei konzentrierte man sich fast ausschließlich auf diejenigen Werke, die sich den poetologischen Positionen der Frühaufklärung, der Aufklärung, des Sturm und Drang und der Klassik zuordnen ließen. Forschungen der letzten Jahrzehnte haben jedoch eine immense Fülle an bisher nicht berücksichtigten Dramen in zahlreichen Fassungen zu Tage gefördert, die sich nicht in dieses Narrativ einordenen lassen. Die vorliegende Studie entwirft deshalb ein Modell zirkulierender Werke, mit dem die Geschichte der Komödie dieses Zeitraumes unter Berücksichtigung vorhandener Materialien, historischer Kommunikationsprozesse und medialer Konstellationen in synchroner und diachroner Perspektive rekonstruiert werden kann. Dadurch sollen der Prädominanz von Musiktheater, von Bearbeitungen und Übersetzungen Rechnung getragen, die integrative Darstellung bisher kanonisierter und nicht-kanonisierter Werke ermöglicht und Verbindungen zwischen dem nord- und süddeutschen Raum aufgezeigt werden. Die Grundlage dieses Modells bilden Werke, die in verschiedene Fassungen, Formaten und Exemplaren vorliegen. Ihre Positionierung wird im Kontext von Theaterspielplänen, Bearbeitungs-, Publikations- und Diskurskontexten und im Wechselspiel verschiedener Gattungen des Sprech- und Musiktheaters, von Handschrift, Druck, Aufführung, Musik und Grafik rekonstruiert. Theoretische Grundlage ist dabei Bourdieus Kultursoziologie, die bezüglich der textbezogenen Schreib- und Autorenstrategien für die Analyse von Texten spezifiziert wird.
In vier Werk-Fassungs-Reihen werden einfluss- und erfolgreiche Komödien des Musik- und Sprechtheaters aus dem 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert untersucht, die sowohl in Hamburg als auch in Wien in voneinander abweichenden Fassungen auch auf Deutsch aufgeführt und publiziert werden. Im Zentrum des Vergleichs stehen die Themen und Formen der Komik im Text, die Komik wird jedoch auch punktuell in der Musik und in der Aufführungspraxis analysiert. Auf diese Weise können die gängige These von der Entkomisierung der Komödie seit dem 18. Jahrhundert hinterfragt und neue Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden des deutschsprachigen Gebietes aufgezeigt werden. Im Zuge der vergleichenden Analyse der Werkfassungen in Hamburg und Wien werden auch bekannte Komödien wie Lessings Minna von Barnhelm oder Beaumarchais/da Pontes Die Hochzeit des Figaro neu interpretiert.
www.katrindennerlein.de
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Die Geschichte der deutschen Komödie im 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde bisher in der Literaturhistoriographie als lineare Abfolge von original deutschsprachigen Sprechtheaterwerken aus dem nord- und mitteldeutschen Raum erzählt. Dabei konzentrierte man sich fast ausschließlich auf diejenigen Werke, die sich den poetologischen Positionen der Frühaufklärung, der Aufklärung, des Sturm und Drang und der Klassik zuordnen ließen. Forschungen der letzten Jahrzehnte haben jedoch eine immense Fülle an bisher nicht berücksichtigten Dramen in zahlreichen Fassungen zu Tage gefördert, die sich nicht in dieses Narrativ einordenen lassen. Die vorliegende Studie entwirft deshalb ein Modell zirkulierender Werke, mit dem die Geschichte der Komödie dieses Zeitraumes unter Berücksichtigung vorhandener Materialien, historischer Kommunikationsprozesse und medialer Konstellationen in synchroner und diachroner Perspektive rekonstruiert werden kann. Dadurch sollen der Prädominanz von Musiktheater, von Bearbeitungen und Übersetzungen Rechnung getragen, die integrative Darstellung bisher kanonisierter und nicht-kanonisierter Werke ermöglicht und Verbindungen zwischen dem nord- und süddeutschen Raum aufgezeigt werden. Die Grundlage dieses Modells bilden Werke, die in verschiedene Fassungen, Formaten und Exemplaren vorliegen. Ihre Positionierung wird im Kontext von Theaterspielplänen, Bearbeitungs-, Publikations- und Diskurskontexten und im Wechselspiel verschiedener Gattungen des Sprech- und Musiktheaters, von Handschrift, Druck, Aufführung, Musik und Grafik rekonstruiert. Theoretische Grundlage ist dabei Bourdieus Kultursoziologie, die bezüglich der textbezogenen Schreib- und Autorenstrategien für die Analyse von Texten spezifiziert wird.
In vier Werk-Fassungs-Reihen werden einfluss- und erfolgreiche Komödien des Musik- und Sprechtheaters aus dem 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert untersucht, die sowohl in Hamburg als auch in Wien in voneinander abweichenden Fassungen auch auf Deutsch aufgeführt und publiziert werden. Im Zentrum des Vergleichs stehen die Themen und Formen der Komik im Text, die Komik wird jedoch auch punktuell in der Musik und in der Aufführungspraxis analysiert. Auf diese Weise können die gängige These von der Entkomisierung der Komödie seit dem 18. Jahrhundert hinterfragt und neue Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden des deutschsprachigen Gebietes aufgezeigt werden. Im Zuge der vergleichenden Analyse der Werkfassungen in Hamburg und Wien werden auch bekannte Komödien wie Lessings Minna von Barnhelm oder Beaumarchais/da Pontes Die Hochzeit des Figaro neu interpretiert.
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