Leslie Brückner – författare
Adolphe François Loève-Veimars (1799-1854)
Der Übersetzer und Diplomat als interkulturelle Mittlerfigur
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Adolphe François Loève-Veimars (1799–1854), der erste französische Übersetzer E.T.A. Hoffmanns und Heinrich Heines, ist eine Schlüsselgestalt des deutsch-französischen Kulturtransfers. Seine interkulturelle Mittlerfunktion wird in der vorliegenden Studie erstmals umfassend untersucht. Als Voraussetzungen seiner Mittlerrolle werden zunächst seine deutsch-jüdische Herkunft und seine Stellung im literarischen Leben in Paris um 1830 rekonstruiert. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die eingehende Analyse seiner literarischen Übersetzungen, die neben sprachlich-stilistischen Merkmalen auch deren Publikationsgeschichte sowie ihren Einfluss auf die französische Rezeption Hoffmanns und Heines beleuchtet. Der dritte Teil der Studie widmet sich Loève-Veimars’ diplomatischer Karriere in Russland, Bagdad und Caracas, die anhand seiner Gesandtschaftsberichte erstmals systematisch aufgearbeitet wird und Einblicke in die außereuropäischen kulturellen Kontakte Frankreichs, vor allem zum Orient, eröffnet. Das Porträt dieser vielseitigen interkulturellen Mittlerfigur kann somit einen innovativen Beitrag zur transnationalen Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts leisten.
Literarische Deutschlandreisen nach 1989
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Der Sammelband erschließt das Feld literarischer Deutschlandreisen, die nach 1989 in großer Zahl erschienen sind. Die Texte positionieren sich auf unterschiedliche Weise in den gegenwärtigen Diskursen über Nation und Heimat, über Provinz und Stadt. In verschiedenen Medien und literarischen Formen, in Reisebericht und Reiseroman, wird über das eigene Land nachgedacht. Dabei wird das Reisemotiv unterschiedlich perspektiviert und instrumentalisiert. Oft steht es mit nationaler, aber auch mit persönlicher Identitätssuche in Verbindung; auch die Frage nach den Möglichkeiten authentischen Erlebens und Reisens in der globalisierten Gegenwart bildet ein zentrales Thema. Die Beiträge über Autoren wie Büscher, Herrndorf oder Kracht systematisieren und kontextualisieren diese Phänomene. Der Band leistet damit einen innovativen Beitrag zur Reiseliteraturforschung wie auch zu den Debatten über Identitätskonstruktionen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
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Der Sammelband erschließt das Feld literarischer Deutschlandreisen, die nach 1989 in großer Zahl erschienen sind. Die Texte positionieren sich auf unterschiedliche Weise in den gegenwärtigen Diskursen über Nation und Heimat, über Provinz und Stadt. In verschiedenen Medien und literarischen Formen, in Reisebericht und Reiseroman, wird über das eigene Land nachgedacht. Dabei wird das Reisemotiv unterschiedlich perspektiviert und instrumentalisiert. Oft steht es mit nationaler, aber auch mit persönlicher Identitätssuche in Verbindung; auch die Frage nach den Möglichkeiten authentischen Erlebens und Reisens in der globalisierten Gegenwart bildet ein zentrales Thema. Die Beiträge über Autoren wie Büscher, Herrndorf oder Kracht systematisieren und kontextualisieren diese Phänomene. Der Band leistet damit einen innovativen Beitrag zur Reiseliteraturforschung wie auch zu den Debatten über Identitätskonstruktionen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.