Lisbeth Exner – författare
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Tyska, 2022163 kr
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In einer papierüberladenen kerzenbewehrten Wiener Altbauwohnung treffen sechs Figuren aufeinander. Eine an Demenz erkrankte Mieterin inmitten ihrer riesigen Bibliothek. Ein Gerichtsvollzieher mit zwanghaften Verhaltensmustern. Eine Immobilienbesitzerin, die mit ihrem Erbe eigenbrötlerische Studien finanziert. Ein junger Mann vom Schlüsseldienst, der sich als kapitalismuskritischer Student outet. Eine hundertzwanzigjährige Geisterfrau, die sich nicht von ihrem im Dritten Reich erworbenen Zinshaus trennen kann. Und ein Spediteur mit krimineller Vorgeschichte. Zweck des neunundvierzig Minuten dauernden Ortstermins ist die Planung einer Zwangsräumung. Die Figuren verharren jedoch in ihren subjektiven Realitäten. Ihre Beobachtungen, Selbstwahrnehmungen, Ziele und Wünsche eröffnen zeitweise den Blick in Abgründe und bleiben unvereinbar.Lisbeth Exner lässt die Reflexionen dieser disparaten Charaktere in ihrem dichten Kurzroman um die Themen Wohnen und Besitz kreisen. Von der Wiener Wohnbaupolitik seit 1920 und dem Ausverkauf jüdischen Hauseigentums nach dem "Anschluss" bis zur aktuellen Immobilienspekulation. Vom vermeintlichen Sieg des Kapitalismus bis zur Idee des Gemeinwohls. Vom Wohnungseinbruch bis zur Zwangsräumung. Vom juristisch Machbaren bis zur humanen Individuallösung. Vom sterilen Zimmer mit Flachbildschirm bis zur staubflirrenden Großbibliothek. Vom Büchersammeln bis zur phantastischen Literaturlandschaft. Hier verschmelzen Lektüre und Leben zu einem Bewusstseinsfilm.
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Tyska, 2014249 kr
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Die Verborgene Chronik 1914 ist das »Echolot« des Ersten Weltkriegs - Einblicke ins Alltags- und Gefühlsleben der Deutschen im Schicksalsjahr, wie es sie noch nie gab.Fast hundert Jahre lang blieben rund 240 Tagebücher aus der Zeit zwischen 1914 und 1918 in privaten Händen, unveröffentlicht, bis sie den Weg ins Deutsche Tagebucharchiv fanden. Lisbeth Exner und Herbert Kapfer sichteten und komponierten daraus erstmals die Verborgene Chronik - eine Art kollektives Tagebuch des Ersten Weltkriegs.Anhand privater Schicksale erzählt die Verborgene Chronik 1914 von der komplizierten Vorgeschichte bis zur großen Euphorie bei Kriegsbeginn, von den frühen Siegen bis zur ersten Ernüchterung, als sich der Krieg im Westen in den Schützengräben um Somme und Marne und im Osten festfuhr.Stimmen von der Front und aus der Etappe, von einfachen Soldaten und Offizieren, Daheimgebliebenen, Müttern, Geliebten und Kindern, Sanitätern, Feldpastoren, Arbeitern in Munitionsfabriken und Ehefrauen malen in ihrer Gesamtheit ein einzigartiges Bild des Jahres 1914. Eine Collage subjektiver Erfahrungen und Berichte, die den Alltag und das Schicksal der Deutschen im Ersten Weltkrieg lebendig werden lässt.
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Tyska, 2017397 kr
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Nach der Euphorie: ein Stimmengewitter aus der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.»Was Walter Kempowski mit seinem Echolot für den Zweiten Weltkrieg schuf, ist nun auch für den Ersten Weltkrieg realisiert worden.« NZZ»Eine atemberaubende, multiperspektivische Nahaufnahme des Ersten Weltkriegs, wie sie nicht im Geschichtsbuch steht und stehen kann« wurde schon der vergleichsweise bescheidene Auftaktband der Verborgenen Chronik genannt – jetzt wird das Großprojekt vervollständigt: Eine Montage aus über hundert bisher unveröffentlichten Tagebüchern aus der Zeit des Ersten Weltkriegs gibt ein erschütterndes, atemberaubendes und stark ins Nachdenken bringendes Bild des ersten großen Weltenbrandes.Die Verborgene Chronik ist eine gewaltige Collage von Originalzeugnissen von Front- und Etappensoldaten, Rekruten, Arbeiterfrauen, Kindern, sorgenden Familienmitgliedern, Ärzten, Stabsoffizieren, Krankenschwestern, propagandistischen Pressemeldungen, Altoffizieren, Kriegswitwen, Militärgeistlichen, Kriegsgefangenen etc., etc., die ihre Hoffnungen, Eindrücke und Ängste unzensiert und völlig offen ihren Tagebüchern anvertrauten. In bisher ungekannter Authentizität und Direktheit zeigt sich in ihnen die verwirrende Vielfalt und Ungleichzeitigkeit der die Biografien der Schreiber existenziell erschütternden Eindrücke.Von der Mobilmachung bis zur Niederlage entsteht so ein Echolot jener Tage: Trennungsschmerz und patriotisches Hoch, Todesangst und Heldenmut, Freudengesänge und das nackte Grauen stehen unmittelbar nebeneinander. Geschichte von unten erzählt und gleichzeitig ein großartiges Zeitzeugnis.
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Tyska, 201768 kr
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Elisabeth von Österreich (1837-1898) wurde als schönste Frau ihrer Zeit gefeiert und als Exzentrikerin kritisiert. Ohne sich um Rollenmuster zu kümmern, bestand die Kaiserin auf individueller Selbstverwirklichung. Sie strebte nach ewiger Jugend, war belesen, unterstützte die politischen Interessen Ungarns und brillierte als Extremreiterin. Der Nachwelt hinterließ sie Gedichte und den Mythos Sis(s)i.Das Bildmaterial der Printausgabe ist in diesem E-Book nicht enthalten.