Malte Maria Unverzagt – författare
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Inbunden, Tyska, 2027
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Der Psychiater, Philosoph und politische Schriftsteller Karl Jaspers (1883–1969) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Denkern des 20. Jahrhunderts. Promoviert in Medizin, habilitiert für Psychologie, war er bis zu seiner Entlassung durch das NS-Regime 1937 Ordinarius der Philosophie in Heidelberg. 1948 folgte Jaspers einem Ruf an die Universität Basel, wo er bis zu seiner Emeritierung 1961 lehrte. „Wahrheit ist, was uns verbindet“, lautet einer der Schlüsselsätze von Jaspers, in dem nicht nur seine Überzeugung eines unverbrüchlichen Zusammenhangs von „Wahrheit, Freiheit und Friede“ anklingt, sondern in dem sich die selbst gestellte Aufgabe seines Philosophierens spiegelt: Im Anschluss an das humanistische Erbe der „großen Philosophen“ Verantwortung zu übernehmen für das Offenhalten eines weiten, zeitenübergreifenden Denkhorizonts und die Ermöglichung universeller Kommunikation.In 80 Beiträgen bietet dieses Handbuch Darstellungen von Jaspersʼ Lebensstationen, aller wichtigen Werke, seiner Grundbegriffe, der spezifischen Charakteristika seiner Denkungsart und Wechselwirkungen mit anderen Denkern. Darüber hinaus beinhaltet der Band Erörterungen der zeit-, geistes- und werkgeschichtlichen Bezüge einschließlich eines Einblicks in den umfangreichen Nachlass und die Briefe von Jaspers, die Rezeption seiner Werke sowie eine Bibliographie.
Inbunden, Tyska, 2024
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Die Entwicklung der Denkmotive des Heidegger-Schülers Karl Löwith über Friedrich Nietzsche und Jacob Burckhardt zu einer »Kunst der Resignation« auf Grundlage seiner Italien-BriefeKarl Löwith (1897–1973) war als deutsch-jüdischer Philosoph der erste Schüler Martin Heideggers. Im japanischen und amerikanischen Exil entfaltete er eine kritische Philosophie der Geschichte. Deren Grundlage bildet die frühe Kunst der Resignation, die Löwith in Auseinandersetzung mit Nietzsche und Jacob Burckhardt vor allem während seiner Italien-Aufenthalte entwickelte. Entlang von dreizehn meist erstmals publizierten Briefen von 1924 bis 1936 lässt sich zeigen, wie der junge Löwith nach der italienischen Kriegsgefangenschaft sich zuerst am Denken Martin Heideggers orientiert, dem er nach seiner Promotion zu Nietzsche von Freiburg nach Marburg folgt. Es folgt ein Jahr der Selbstfindung in Italien, das Löwith auf den Spuren Jacob Burckhardts der rasenden Moderne in eine geschichtliche Kontemplation und kunstreiche Resignation entfliehen lässt. Die Abgrenzung von Martin Heidegger geschieht über Reflexionen zum Individuum, das im Mitmenschen sein Gegenüber sucht. Als Dozent in Marburg vertieft Löwith seine anthropologischen Studien. 1934 nutzt er ein Stipendium und entzieht sich dem politischen Druck nochmals nach Italien. In Rom spiegelt er seine skeptische Haltung in zwei großen Porträts von Nietzsche und Burckhardt, bis er Europa Ende 1936 verlässt.