Malte van Spankeren – författare
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PDF, Tyska, 2014251 kr
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Historisch-religionspädagogische Forschung, die sich mit der Dokumentation von Unterrichtsmaterial und der Unterrichtspraxis beschäftigt, bereichert zum einen die historische und gegenwärtige Bildungsforschung, indem einzelne Forschungsdesiderate verringert werden. Zum andern kann das Nachvollziehen historischer Entwicklungs- und Transformationsprozesse von religiöser Unterweisung zu einem vertieften Verständnis der Gegenwart führen. Paradigmatisch dafür steht diese Publikation zur erstmals kritisch editierten Schrift "Erbauliches Handbüchlein für Kinder" (1734) von Johann Jacob Rambach (1693-1735).In dieser Edition wird der Schwerpunkt auf die Pädagogik Rambachs gelegt. Somit wird exemplarisch an dem "Erbaulichen Handbüchlein" das pietistisch-ganzheitliche Erziehungs- und Bildungskonzept in der Nachfolge Franckes deutlich, aber es zeigen sich auch theologische und erste religionspädagogische Modifizierungen und darin der Versuch, neue katechetische Grundlagen für den Religionsunterricht zu schaffen. Dadurch wird das "Erbauliche Handbüchlein" zu einer theologiehistorisch relevanten Quelle, welche den Kenntnisstand der Forschung zur historischen Religionspädagogik signifikant erweitert.
Inbunden, Tyska, 2009
2 345 kr
Tillfälligt slut
Im Zeitalter der Aufklärung stellte die kirchliche Predigt das zentrale Medium dar, in dem theologische Reflexion vermittelt und in religiöse Lebenspraxis transformiert worden ist. Johann Joachim Spalding (1714-1804) war der wirkmächtigste lutherische Kanzelredner der als 'Neologie' bezeichneten Kulminationsphase der religiösen Aufklärung. Der zweite Band seiner "Neue[n] Predigten" (1784), den er im Alter von 70 Jahren veröffentlichte, bietet eine aus Festpredigten, ausgewählten Kanzelreden und populartheologischen Essays harmonisch gefügte Anthologie. In der vorliegenden Kritischen Edition, die durch eingehende Erläuterungen sowie ausführliche Personen-, Bibelstellen-, Orts- und Sachregister leserfreundlich erschlossen ist, läßt sich auch heute noch die glückliche Verbindung von Frömmigkeit und Modernität nachvollziehen, die ihrem Verfasser einst weit über Deutschland hinaus einen Namen gemacht hat.
Inbunden, Tyska, 2011
2 987 kr
Tillfälligt slut
Der vorliegende, kritisch edierte Band präsentiert eine Facette des Kanzelredners Johann Joachim Spalding (1714-1804), die bislang selten im Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung stand. Er enthält Trauerpredigten, Erbauungsschriften und weitere Predigten bey außerordentlichen Fällen, unter denen sich auch Spaldings Barthische Abschiedspredigt sowie seine Berliner Antrittspredigt finden. Somit wird ein intimer Einblick in das vielfältige Predigtwerk des Berliner Neologen ermöglicht. Der Zeitraum der hier dargebotenen Predigten umfaßt mehr als ein Jahrzehnt des pfarramtlichen Wirkens Spaldings (1764-1775), und jede Kanzelrede für sich wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die theologischen, historischen und mentalitätsgeschichtlichen Fragestellungen, die Spalding und seine Hörer bewegt haben. Die ausführlichen Personen-, Bibelstellen- und Sachregister ermöglichen dem Leser ein schnelles Auffinden zentraler Schlagwörter und Wendungen und zeigen den sprachlichen Reichtum Spaldings.
Del 186 - Beiträge zur historischen Theologie
Islam und Identitätspolitik
Die Funktionalisierung der "Türkenfrage" bei Melanchthon, Zwingli und Jonas
Inbunden, Tyska, 2018
1 720 kr
Tillfälligt slut
Seit seinen Anfängen hat der Islam das Interesse christlicher Autoren auf sich gezogen. In diesem Zusammenhang kommt der Reformationszeit eine erhebliche Bedeutung für die christliche Islamwahrnehmung zu. Der Umgang der Reformatoren mit dem Islam lässt sich durch die Kurzformel "Islam und Identitätspolitik" auf den Punkt bringen. Denn sie funktionalisierten die militärischen Erfolge der von ihnen "Türken" genannten Osmanen, um ihre eigene Abgrenzung von der altgläubigen Mehrheitsgesellschaft argumentativ zu unterstützen. Malte van Spankeren analysiert anhand von Ph. Melanchthon, H. Zwingli und J. Jonas erstmals auf Grund einer aussagekräftigen Quellenbasis, mit welchen Argumenten der Islam als Mittel der Distanzierung eingesetzt wurde, auf welche Weise eigene theologische Positionsbildungen mithilfe der "Türkenfrage" pointiert wurden und welche, die protestantische Islamwahrnehmung langfristig prägenden, Schwerpunkte dabei ausgebildet worden sind. Damit leistet er einen weiterführenden Beitrag zur Geschichte der christlich-muslimischen Beziehungen, und führt zugleich den Begriff der "Identitätspolitik" in die kirchengeschichtliche Forschung neu ein.