Marc Weiland – författare
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Der Mensch lebt von Natur aus in und mit Geschichten. Mit Erzählungen bestimmt er, als wer oder was er sich denkt und wer oder was er ist. Den damit verbundenen anthropologischen und subjektivitätstheoretischen Grundlagen und Funktionen des Erzählens geht die Untersuchung anhand einer systematischen Verschränkung der Philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners mit der Erzähltheorie Paul Ricœurs sowie aktuellen literaturtheoretischen Ansätzen nach. Dabei zeigen Analysen zu Menschenbildern in Literaturen der (Post-)Moderne und Gegenwart, dass sich die jeweils vorgenommenen Bestimmungsversuche ebenso wie die wahrgenommenen Unergründlichkeiten auch auf die literarisch reflektierten Formen und Aneignungsweisen des Narrativen auswirken – und schließlich ein exzentrisches Erzählen erzeugen.
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Noch immer bildet die Siedlungs- und Sozialform des Dorfes einen zentralen Bezugspunkt für individuelle und kollektive Erfahrungen und Imaginationen – und zwar auch unter den Bedingungen industrie- und mediengesellschaftlich geprägter Moderne. Das Handbuch präsentiert den aktuellen Forschungsstand und die methodischen Herangehensweisen verschiedener Disziplinen, die Dorf und Dörflichkeit zwischen Idee und Wirklichkeit erforschen. Neben historischen, sozialen und ökonomischen Aspekten des Dorflebens informiert es über kulturelle Konstruktionen des Dörflichen und die damit verbundenen Orientierungsmuster. Der Band bietet somit auch eine Einführung in die immer noch aktuellen Fragen und Möglichkeiten eines Lebens in und zwischen Stadt und Land.
Landvermessungen - Franz Kafka und das Landleben
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Das Dorf boomt - die Dörfer sterben. Während die Welt des Dorfes durch globale und regionale Strukturveränderungen zu verschwinden droht, lebt sie gegenwärtig in Literatur, Film und Populärkultur wieder auf.Den verschiedenen Gestaltungsweisen »imaginärer Dörfer« - von der Idylle bis zum Lager - wird in diesem Band ebenso nachgegangen wie den damit verbundenen Funktionen zwischen Kompensation und Projektion, Erinnerung und Orientierung. Die Beiträge fragen: Ist das Dorf eine Lebens- und Sozialform, die Zukunft hat? Wenn ja: Wie sieht diese aus und auf welche Weise lässt sie sich auf aktuelle und historische Vorstellungen eines guten Lebens beziehen?