Marcus Twellmann – författare
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Inbunden, Tyska, 2017
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Der Band entwirft Umrisse einer neuen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Aktualität des 19. Jahrhunderts geht weit über die geteilten Erfahrungen radikaler Modernisierungsschübe, sozialer Unsicherheiten und globaler Erschließungsbewegungen hinaus. Sie betrifft die Genese neuer Artikulationsformen politischen Selbstbewusstseins und gesellschaftlicher Vorstellungsbildungen, sie erfasst die Wechselwirkungen zwischen politischen Entwürfen, fragilen Traditionsbezügen und beschleunigten ökonomischen Zyklen. Die Parallelen zu gegenwärtigen Entwicklungen liegen damit auf der Hand. Das 19. Jahrhundert hat uns weitaus mehr zu sagen, als die Literaturgeschichtsschreibung in ihrem ästhetischen Vorbehalt gegenüber den Rücksichtnahmen und Stabilisierungsversuchen des Realismus bisher zuzugestehen bereit war.
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PDF, Tyska, 2017901 kr
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Der Band entwirft Umrisse einer neuen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Aktualität des 19. Jahrhunderts geht weit über die geteilten Erfahrungen radikaler Modernisierungsschübe, sozialer Unsicherheiten und globaler Erschließungsbewegungen hinaus. Sie betrifft die Genese neuer Artikulationsformen politischen Selbstbewusstseins und gesellschaftlicher Vorstellungsbildungen, sie erfasst die Wechselwirkungen zwischen politischen Entwürfen, fragilen Traditionsbezügen und beschleunigten ökonomischen Zyklen. Die Parallelen zu gegenwärtigen Entwicklungen liegen damit auf der Hand. Das 19. Jahrhundert hat uns weitaus mehr zu sagen, als die Literaturgeschichtsschreibung in ihrem ästhetischen Vorbehalt gegenüber den Rücksichtnahmen und Stabilisierungsversuchen des Realismus bisher zuzugestehen bereit war.
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PDF, Tyska, 2014272 kr
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»Schrift und Volk" - unter diesem Titel zeichnet Berthold Auerbach im Vorfeld der Märzrevolution von 1848 »Grundzüge der volksthümlichen Literatur" und bereitet damit den programmatischen Realismus der 1850er Jahre vor. Auerbachs umfangreiche Abhandlung wird in diesem Band zusammen mit kleineren Schriften präsentiert. Sie erhellen die Stellung seiner Literaturtheorie in der historischen Konstellation des Vormärz wie auch einen lebensgeschichtlichen Zusammenhang: Für seine »Schwarzwälder Dorfgeschichten" hat Auerbach Anerkennung erfahren wie selten ein Schriftsteller jüdischer Herkunft in Deutschland. Eine hier erstmals originalgetreu wiedergegebene Kindheitserinnerung weist indes auf eine frühe Erfahrung der Ausgrenzung hin, wie sie sich auch in den Jahren des Erfolgs wiederholen und für die Literatur- und Kulturtheorie des Volksschriftstellers grundlegend werden sollte. In einem ausführlichen Nachwort macht Marcus Twellmann deutlich, dass Auerbach zu jenen gesellschaftlich Marginalisierten gehörte, die als eigentliche Begründer der deutschen Kulturwissenschaft noch zu würdigen sind.
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PDF, Tyska, 2019363 kr
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Die Literaturen der Welt erzählen vom Dorf: Bausteine einer Gattungsgeschichte.Mitte des 18. Jahrhunderts wird das Dorf zum Thema der Literatur; zuerst in Versen, dann in ungebundener Form. Man spricht von village sketches und contes villageois, später von derevenskaja proza und köy edebiyatı. Zu besonderer Popularität gelangt die "Dorfgeschichte" in den deutschsprachigen Ländern.Marcus Twellmann nutzt dieses Gattungskonzept für vergleichende Lektüren, die das Erzählen in seiner lokalen Kontextgebundenheit und zugleich die Bewegung der Form untersuchen - ihr Anderswerden im Zuge globaler Übersetzung wie auch ihre Verfestigung. Wie keine andere gibt diese zumeist Realismus beanspruchende Gattung Aufschluss über die tiefgreifende Veränderung von Lebenswelten. Die Studie macht klar: Weltliteraturgeschichte ist möglich und das Dorf ist der Ort, wo sie als Erfahrung beginnt.
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PDF, Tyska, 2018228 kr
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Ein Anthropologe im Conseil d''État? So etwas sieht man nicht alle Tage. Dieses Buch nimmt Bruno Latours Ethnographie des französischen Staatsrats genauer unter die Lupe. Kann zu einer Erkenntnis des Rechts gelangen, wer die Arbeit eines Gerichts untersucht?Mehrere Monate lang hat Bruno Latour Feldforschung in den Räumen des französischen Staatsrats betrieben und seine Beobachtungen schließlich in Die Rechtsfabrik festgehalten. Dabei richtet der Autor seine Aufmerksamkeit besonders auf die Medienpraktiken bei Gericht, vor allem auf den Umgang mit Akten, Dokumenten und Dossiers. Der Prozess der rechtlichen Entscheidungsfindung wird so von seiner bürokratischen Infrastruktur her betrachtet. Diese einzigartige Herangehensweise gibt Anlass zu einer Auseinandersetzung mit ihren Ergebnissen. Aus soziologischer, juristischer wie sozialanthropologischer, literatur- wie medienwissenschaftlicher Sicht wird Latours Ethnographie der Rechtsarbeit im Zusammenhang seines großen Projekts eines Vergleichs von "Existenzweisen" in diesem Band kontrovers diskutiert: Was ist von einem entschieden nicht-kritischen Ansatz zu halten, der seinen Gegenstand kontextfrei beschreibt und dabei aus methodischen Gründen an der Oberfläche des Rechts verbleibt? Wie sind Empirie und Philosophie hier miteinander verknüpft? Lässt sich eine Herangehensweise recht fertigen, die den Stand der Rechtswissenschaft ignoriert? Über diese Fragen hinaus wird Latours Verfahren eines kontrastiven Vergleichens problematisiert, das auf die Klarstellung von Besonderheiten unterschiedlicher Aussageordnungen und Weisen der Existenz abhebt. Das Buch ist mehr als nur ein Materialienband zur Studie Latours: Es ergänzt die