Maria Nühlen – författare
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In diesem Buch werden 39 Philosophinnen der griechischen Antike in ihrem Denken vorgestellt, ihre Werke analysiert sowie interpretiert und ihnen ein Platz in der abendländischen Philosophiegeschichte zugewiesen. Als Anliegen formuliert die Autorin: Die Rehabilitierung der in Vergessenheit geratenen Arbeiten von Philosophinnen und die Ergänzung der abendländischen Philosophie um die nicht berücksichtigten philosophischen Beiträge eben dieser Frauen geht es. Eine kritische Analyse im kultur- und philosophiehistorischen sowie im lebensweltlichen Kontext der Frauen bildet die Grundlage. Durch eine dezidierte Verortung in historische Zeiten, Orte und kulturelle Räume kann sich uns die Lehre der Philosophinnen differenzierter erschließen. Das Klischee der ungebildeten und von der Außenwelt abgeschlossenen Lebenswelt der Griechinnen jener Zeit wird als Mythos entlarvt, denn es traf nur zum Teil auf die Athenerin der klassischen Zeit zu, nicht aber für die Frauen anderer Kulturkreise, aus denen 38 der hier vorgestellten Philosophinnen stammen. In der Spurensuche geht die Autorin akribisch und systematisch den Quellen nach und diskutiert kritisch das Material, das von der Antike bis zur Gegenwart reicht. Sie durchforstet Enzyklopädien, historische Texte, Fragmente und Briefe, analysiert die ältesten Quellen bis hin zur Rezeptionsgeschichte.
Das Werk eignet sich sowohl für das philosophische Fachstudium als auch für den Unterricht in Schulen, dürfte darüber hinaus für einen relativ großen Kreis von Lesenden der Philosophie von Interesse sein.
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Das Licht als Metapher der Erkenntnis gehört zur abendländischen Tradition der Bildsprache allgemein, insbesondere aber in der Philosophie. Die Erfahrung eines neuen Gedankens, einer neuen Idee oder einer neuen Erkenntnis haben wir, vielleicht mangels eigener sprachlicher Begrifflichkeit, für genau diesen geistigen Vorgang in eine Metapher übertragen, indem wir mit der Vorstellung arbeiten, die sinnliche Wahrnehmung der physischen Erscheinung des Lichts sei vergleichbar mit der geistigen Wahrnehmung eines neuen Gedankens. Durch das Licht sehen wir die Welt und die Dinge in ihr, durch den Geist erkennen wir Weltzusammenhänge, Arten des Seins, Wahrheiten, Kategorien, Strukturen, Hierarchien, was auch immer. Das Hauptanliegen dieses Buches ist es, die Lichtmetapher in ihrer philosophisch-historischen Bedeutung – exemplarisch - aufzuarbeiten, indem es die Philosophiegeschichte nach der Verwendung der Lichtmetapher durchforstet. Wer (1) hat wozu (2) mit welcher philosophischen Aussage (3) die Lichtmetapher benutzt? Das Buch regt so zum Nachdenken über diese Aussagen an und den Diskurs über die Lichtmetapher und die Intelligibilität des Denkens.