Martina Werner – författare
Genus, Derivation und Quantifikation
Zur Funktion der Suffigierung und verwandter Phänomene im Deutschen
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Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit ein motivierter Zusammenhang zwischen der expliziten Derivation und der Kategorie Genus, definiert als Dimension nominaler Quantifikation, festzustellen ist. Dazu werden sprachtheoretische Grundlagen und Erkenntnisse aus der Sprachtypologie auf die Diachronie der Suffigierung und verwandter Phänomene (etwa der Zirkumfigierung) des Deutschen angewendet. Da die wortbildenden Suffixe ‑ im Gegensatz zum Gegenwartsdeutschen ‑ in früheren Sprachstufen oft Substantive mit mehreren Genera bildeten, wird die Frage erörtert, inwieweit die Suffixe zunehmend paradigmatischer wurden, d.h. Entwicklungen zeigen, die typisch für einen Aufbau von grammatischer Komplexität sind, bzw. wie sich der Aufbau von Komplexität vollzog. In diesem Zusammenhang lässt sich diachron eine Spezialisierung von Suffixen auf ein bestimmtes Genus feststellen. Das bedeutet, dass eine Korrelation zwischen der expliziten Derivation bzw. entsprechender Suffixe und der Kategorie Genus in früheren Sprachepochen nicht bzw. nicht im selben Maße bestanden hat. Somit lässt sich ein Sprachwandelprozess im Sinne einer Grammatikalisierung von Quantifikation durch Genussuffixe feststellen.
Linguistische Pragmatik in historischen Bezügen
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In die Disziplinen historischer Pragmatik scheint in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wieder frischer Schwung gekommen zu sein. Sprache als Handeln und als Teilbereich der kognitiven Fähigkeiten des Menschen hat zu neuen Ansätzen, Methoden und Forschungszielen geführt. Eine besondere Herausforderung stellt einerseits die Art und Übermittlung der Quellen dar, andererseits die im Vergleich zum Heute geänderten erlernten und kulturell tradierten Techniken kommunikativer Verständigung, die umso fragmentarischer werden, je weiter man chronologisch zurückschreitet. Der Linguistischen Pragmatik kommt die Aufgabe zu, nicht nur die Instrumente des sprachlichen Handelns zu beschreiben, sondern auch ihre Anwendungen im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Zeit. Charakteristischerweise versagt gerade hier das dichotomische Dogma der Trennung von Schriftlichkeit und Mündlichkeit, und die diamesischen Sprachgebrauchskonventionen verlangen nach neuen Fragestellungen und Antworten. Einen Beitrag dazu sollen die 20 Artikel dieses Bandes liefern.
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In die Disziplinen historischer Pragmatik scheint in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wieder frischer Schwung gekommen zu sein. Sprache als Handeln und als Teilbereich der kognitiven Fähigkeiten des Menschen hat zu neuen Ansätzen, Methoden und Forschungszielen geführt. Eine besondere Herausforderung stellt einerseits die Art und Übermittlung der Quellen dar, andererseits die im Vergleich zum Heute geänderten erlernten und kulturell tradierten Techniken kommunikativer Verständigung, die umso fragmentarischer werden, je weiter man chronologisch zurückschreitet. Der Linguistischen Pragmatik kommt die Aufgabe zu, nicht nur die Instrumente des sprachlichen Handelns zu beschreiben, sondern auch ihre Anwendungen im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Zeit. Charakteristischerweise versagt gerade hier das dichotomische Dogma der Trennung von Schriftlichkeit und Mündlichkeit, und die diamesischen Sprachgebrauchskonventionen verlangen nach neuen Fragestellungen und Antworten. Einen Beitrag dazu sollen die 20 Artikel dieses Bandes liefern.
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