Melanie Moller – författare
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Die interdisziplinäre Debatte über die Genese des autonomen Subjekts hat bisher unter weitgehender Ausblendung der Vormoderne stattgefunden. Auf diesen Mangel reagiert der vorliegende Band: In zum Teil eng miteinander vernetzten Beiträgen wird die Geschichtsschreibung der Subjekts- und Selbstvorstellungen an antiken wie nachantiken Texten präzisiert und in mancher Hinsicht revidiert. Zur Debatte stehen Konzepte von Selbst und Subjekt, von Individuum, Person- und Sprecheridentität in Rhetorik, Poetik, Philosophie und Theologie; dazu gehören im besonderen Erscheinungsformen des „lyrischen Ich“ und der Autorschaft. Die oft textnahen Interpretationen sind eingebettet in die breitgefächerte Diskussion methodologischer und theoretischer Probleme (z.B. Subjektivität und Textualität, Identität und Alterität, Individualität und Autobiographie als Themen antiker Texte oder Begriffe ihrer Beschreibung sowie ästhetische und poetologische Fragestellungen), unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historisch-politischen Dimensionen. Darüber hinaus rückt die Auseinandersetzung mit und Transformation von antiken Konzepten in der Moderne in den Blick.
Gegen / Gewalt / Schreiben
De-Konstruktionen von Geschlechts- und Rollenbildern in der Ovid-Rezeption
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Die Aufsätze dieses Bandes analysieren die Rezeption von Ovids Werken (v. a. Metamorphosen und Heroides) in verschiedenen Epochen, wobei der Fokus auf den Adaptionen der Darstellung erotischer Kontexte und sexualisierter Gewalt liegt. Wie in Ovids Texten selbst ist es besonders der problematische Zusammenhang von Gewalt und Sprache, der sich auf generische Zuschreibungen, Identitätssuchen und Rollenbewusstsein ausgewirkt hat.
Gegen / Gewalt / Schreiben
De-Konstruktionen von Geschlechts- und Rollenbildern in der Ovid-Rezeption
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Die Aufsätze dieses Bandes analysieren die Rezeption von Ovids Werken (v. a. Metamorphosen und Heroides) in verschiedenen Epochen, wobei der Fokus auf den Adaptionen der Darstellung erotischer Kontexte und sexualisierter Gewalt liegt. Wie in Ovids Texten selbst ist es besonders der problematische Zusammenhang von Gewalt und Sprache, der sich auf generische Zuschreibungen, Identitätssuchen und Rollenbewusstsein ausgewirkt hat.
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Seit seiner Genese vor mehr als 2000 Jahren gehört das vielfältige Werk Ovids zu den einflussreichsten der europäischen Literatur. Das vorliegende Handbuch will einen ebenso sachlich-informierenden wie theoretisch-orientierenden Einblick in das Œuvre Ovids, die Wege seiner Erforschung und seine vielfältige Rezeption geben. In essayartigen Beiträgen zu den Kontexten und Voraussetzungen, den Themen und Konzepten der von Ovid verfassten Literatur und der in ihr aufgeworfenen Fragen sollen interessierte Laien ebenso Antworten finden wie Ovid-Experten neue Anregungen beziehen können. Im Zentrum steht die Arbeit am Text; es werden exemplarische, problemorientierte Analysen geboten, um Ovids literarische Ästhetik, seine Erzähltechniken und ihre Kontexte zu veranschaulichen. Im Mittelpunkt steht in allen Beiträgen nicht nur die Frage nach der Bedeutung Ovids für die europäische und außereuropäische Kultur; auch seine Modernität als Autor wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
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Tillfälligt slut