Michel Layaz – författare
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Inbunden, Engelska, 2019
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With subtle, bemused humor and an unerring eye for human frailty, Michel Layaz is known for his tender writing about the hidden tensions within families, the awkwardness of adolescence, and the drama of intimacy between friends and lovers. His fifth novel, My Mother's Tears, is his most poignant yet. The adult narrator of My Mother's Tears has returned to clean out his childhood home after his mother's death. In thirty short chapters, each focused on a talismanic object or resonant episode from his childhood, the narrator tries to solve the mystery behind the flood of tears with which his strikingly beautiful, intelligent, and inscrutable mother greeted his birth. Like insects preserved in amber, these objects--an artificial orchid, a statue, a pair of green pumps, a steak knife, a fishing rod and reel, among others--are surrounded by an aura that permeates the narrator's life. Interspersed with these chapters are fragments from the narrator's conversation with his present lover, a woman who demands that he verbally confront his past. This difficult conversation charts his gradual liberation from the psychological wounds he suffered growing up. Not only an account of a son's attempt to understand his enigmatic mother, My Mother's Tears is also a moving novel about language and memory that explores the ambivalent power of words to hurt and to heal, to revive the past and to put childhood demons to rest.
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Tyska, 2021250 kr
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Wer war Louis Soutter? Vielen Menschen, die heute eine seiner Fingerzeichnungen zu Gesicht bekommen, ist diese archaisch anmutende Handschrift, die etwas Tiefes in uns berührt, nicht ganz unbekannt. Sie ist einzigartig, unverkennbar. Tatsächlich gehört Louis Soutter, der einen grossen Teil seines Lebens als Insasse in einem Altersheim verbrachte, heute zu den Künstlern, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus Anerkennung gefunden haben.Zu seinen Lebzeiten jedoch eckte der hochbegabte Louis Soutter überall an. Er hätte eine Karriere als Geiger machen können, er war eine Weile Vorsteher der Kunstabteilung des Colorado Spring Colleges in den USA, er hatte einen berühmten Cousin, Le Corbusier, der früh sein zeichnerisches Talent erkannte – doch hochempfindlich und zugleich hochintelligent wie er war, vermochte sich Louis Soutter den starren Normen der bürgerlichen Gesellschaft, in die er 1871 hineingeboren wurde, nie anzupassen.Und die Gesellschaft war hilflos und hart: Solche Leute wurden eingesperrt, in Heimen, nicht in Gefängnissen, was aber beinahe aufs selbe hinauslief. Adolf Wölfli und Robert Walser teilten dieses Schicksal.Mit grosser Behutsamkeit zeichnet Michel Layaz das Lebensdrama dieses ungewöhnlichen Menschen nach. Er bringt ihn uns nahe, ohne ihm zu nahe zu treten, er hat zwischen poetischer Freiheit und biografischer Faktentreue eine Sprache gefunden, in der Louis Soutter etwas von dem zuteil wird, was ihm sein Leben lang schmerzlich gefehlt hat: einfühlsame Anerkennung.Unter dem Originaltitel "Louis Soutter, probablement" wurde der Roman 2017 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.Übersetzt aus dem Französischen hat Yla M. von Dach aus Biel/Bienne und Paris.
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Tyska, 2017225 kr
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"Normalerweise" möchte man die Pensionäre in Madame Viviannes merkwürdigem Institut namens "Die Bleibe" als unangepasst, verhaltensauffällig, trottelig, wenn nicht gar als geistig behindert oder geisteskrank bezeichnen, und das gilt auch für das hier tätige Personal, von Professor Karl, dem Hauptlehrer, über den für Lebenserfahrung zuständigen Zweitlehrer Monsieur Guillaume, den General-Aufseher Monsieur Bertrand, den Arzt Doktor Felix, den Gärtner-Hauswart Monsieur Hadrien und die Empfangsdame Mademoiselle Josette bis zum Putzmann Monsieur Alberto und den beiden Köchinnen Blanche und Marguerite.Doch "Die Bleibe" ist durchaus nicht als Heim für Zurückgebliebene oder als Irrenhaus zu verstehen, wie man bald erfährt. Im Gegenteil: Unter der Hand von Generaldirektorin Madame Vivianne erblüht hier eine Welt voller Poesie, die uns wohl gerade deshalb das Herz anrührt, weil wir spüren, dass an diesem Ort alles Platz findet, was in der Welt der Angepassten, in der wir uns bewegen, nicht oder nur ganz verschämt existieren darf. Der Tor, der Narr in uns allen hat hier Gastrecht, ja, er erfährt in der liebevollen Zuwendung des Chronisten und durch die wundersame Wortmusik des Autors geradezu eine Art Auferstehung! "Die Bleibe" wird zu einem Ort der Sehnsucht, weil hier das Leben an sich gefeiert wird, in all seinen Formen, selbst den unwahrscheinlichsten, unbequemsten. Insofern schimmert unter dem unerhörten Sprachfeuerwerk, mit dem Michel Layaz diese Gegenwelt heraufbeschwört, auch eine so feine wie scharfe Kritik an unserer Norm- und Normalwelt durch. "La joyeuse complainte de l''idiot" wurde 2004 in den Editions Zoé veröffentlicht. Die deutsche Erstübersetzung erscheint im Rahmen der ch-Reihe. Übersetzt hat Yla M. von Dach.
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Tyska, 2017233 kr
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Er möchte perfekt sein. Mehr als perfekt. Um sich das zu beweisen, spricht er auf der Heimfahrt von der Arbeit während Monaten in sein Diktaphon, erklärt sich seinen Alltag, sich selbst. Es ist etwas vorgefallen, was eine gefährliche Wunde in sein Selbstbewusstsein geschlagen hat. Jemand hat ihn im Supermarkt als "armes Schwein" bezeichnet, und zwar in einem Tonfall, der "die Brutalität einer unumstösslichen Tatsache hatte", wie er feststellen muss. Da ist nun also Selbstverteidigung angesagt, und der gibt er sich hin. Der Mann ist Bibliothekar. In leitender Stellung. Er kann auch auf sein Bildungsgut zurückgreifen, zur Verteidigung, und das tut er gern. Doch ach, in einem gewissen Sinn wird dieses ganze Unternehmen zum Gegenteil dessen, was der Sprecher bezweckt. Die Rechtfertigung wird zur Blossstellung. Hinter den Tugenden, die er sich zuschreibt, scheinen seine Feigheit, seine Unsicherheit, sein manchmal niederträchtiges Lavieren hervor, wahrhaftig: das "arme Schwein". Und wie in einem Spiegel, der uns das eigene Bild mehrfach vergrössert zurückwirft, müssen wir lesenderweise immer wieder überlegen: Sind wir frei von den Gemütsregungen und Strategien, die uns Michel Layaz'' Ich-Erzähler hier so freimütig schildert? So ganz fremd, so ganz anders als wir alle ist es leider nicht, dieses arme Schwein."Le Tapis de course" erschien 2013 in den Editions Zoé. AUF DEM LAUFBAND ist die deutsche Erstübersetzung.