Monika Wei – författare
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PDF, Tyska, 2019223 kr
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Eine besondere Spielart von Doku-Soaps sind historische Rollenspiele im Fernsehen, die nicht konkrete Ereignisse nach-spielen (also keine Reenactments), sondern den konkreten Alltag vergangener Zeit nach-leben wollen. Menschen von heute agieren unter den Bedingungen einer vergangenen Epoche. Untersucht wurde, wie Living History den Erinnerungskulturen und damit den Gegenwarts-Gesellschaften als Erfahrungsraum dienen. Leitende Frage war: Welche Art der Erfahrbarmachung eröffnet sich über das angeleitete Spiel im historischen Setting?Den Untersuchungskorpus bildeten dabei jene Doku-Soaps, deren Setting und Handlungsraum um 1900 platziert sind (die ARD-Produktionen SCHWARZWALDHAUS 1902, ABENTEUER 1900, die britischen Produktionen des Channel4 1900 HOUSE, EDWARDIAN COUNTRY HOUSE sowie die US-amerikanischen Pendants der Senderkette PBS FRONTIER HOUSE, TEXAS RANCH HOUSE).Living History fußt stets auf einer Wissensaneignung über emotionale Ansprache – egal ob im Museum, auf dem Mittelalter-Markt oder über das Fernsehen.Durch die materialnahen Analysen konnte bestätigt werden, dass die Erfahrbarmachung des vergangenen Alltags in zweifacher Weise über die emotionale Ansprache erfolgt, einmal über das Mitmachen, aber auch über das Zusehen. Bei letzterem eben nicht körperlich-sinnlich, sondern auf Bewusstseinsebene. Living History als mediale Form von Alltagserzählung eröffnet Aushandlungsräume zu den in der Gesellschaft verankerten Werten und Normen. Die Analysen haben gezeigt, dass die konstruierte Rückversetzung in der Zeit einen Erfahrungsraum eröffnet, der über die Spiegelung im historisierten Setting dafür sorgt, dass man sich der gegenwärtigen Verhältnisse gewahr werden kann.
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PDF, Tyska, 2018260 kr
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Die Methoden veraltet, die Konzepte unzureichend, die Gegenstände nebulös. In den Augen ihrer Kritiker ist die Medienwissenschaft den aktuellen Anforderungen, die durch die ''Neuen Medien'' nochmals gestiegen sind, nicht gewachsen. Die jüngsten Debatten haben es deutlich zutage gefördert: Die Medienwissenschaft teilt nicht nur die Krisensymptome ihrer Nachbarfächer, sondern leidet zudem unter spezifischen Strukturproblemen. Ist die junge, einst so erfolgversprechende Disziplin etwa schon vorzeitig gescheitert?Keineswegs. Eine differenzierte, interdisziplinär ausgerichtete Medienwissenschaft, wie sie in diesem Band verfolgt wird, verfügt sehr wohl über das nötige Rüstzeug, um sich aktuellen Fragestellungen erfolgreich anzunehmen. Dass sie darüber hinaus in der Lage ist, neue Forschungsperspektiven aufzuzeigen, unterstreichen die hier versammelten Beiträge.