Niklas Lenhard-Schramm – författare
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PDF, Tyska, 20161 081 kr
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Der Fall »Contergan« gilt als größter Arzneimittel-Skandal der deutschen Geschichte. Das 1957 eingeführte Schlaf- und Beruhigungsmittel avancierte bis zum Frühjahr 1960 zu einem der meistkonsumierten Arzneimittel in der Bundesrepublik. Der wirtschaftliche Erfolg war wesentlich bedingt durch eine aggressive Vermarktungsstrategie, die das Mittel als »gefahrlos« und »völlig ungiftig« bewarb. Der in Contergan enthaltene Arzneistoff Thalidomid konnte bei Erwachsenen aber schwerwiegende Nervenschäden auslösen und führte bei Einnahme in den ersten Schwangerschaftswochen zu schwersten Wachstumsschädigungen beim Embryo. In der Bundesrepublik kamen zwischen 4.000 und 5.000 betroffene Kinder zur Welt. Als die fruchtschädigende Wirkung Ende November 1961 publik wurde, sah sich der Hersteller Grünenthal gezwungen, das Mittel vom Markt nehmen. Der Fall weitete sich zu einem erschütternden Skandal aus, der auch staatliche Instanzen mit einbezog. Eine zentrale Rolle spielte dabei das Land Nordrhein-Westfalen. Da die Aufsicht über das Gesundheitswesen in den 1960er Jahren hauptsächlich den Bundesländern oblag und der Hersteller in Stolberg bei Aachen saß, fiel das Präparat in die Zuständigkeit der nordrhein-westfälischen Landesbehörden. Zum anderen lag die strafrechtliche Verfolgung des Falles im Amtsbereich der nordrhein-westfälischen Justiz. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Arbeit die Rolle der staatlichen Arzneimittelaufsicht bis zur Marktrücknahme Contergans, die gesundheits- und sozialpolitischen Reaktionen des Landes und die strafrechtliche Aufklärung des Falles Contergan, die zu dem bis dahin umfangreichsten Strafrechtsverfahren der neueren deutschen Geschichte führte.
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PDF, Tyska, 2017602 kr
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Der Fall Contergan gilt als größter Pharmaskandal der neueren deutschen Geschichte. Bis heute dient der Name des Schlafmittels, das tausende Kinder fehlgebildet zur Welt kommen ließ und im November 1961 vom Markt genommen wurde, als Inbegriff für Arzneimittelrisiken und Geburtsschäden. Aber auch über den engeren Bereich des Arzneimittelwesens hinaus war der Skandal Teil eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses, der die bundesrepublikanische Gesellschaft ab den späten 1950er Jahren erfasste. Der Sammelband spürt diesem sozialen wie kulturellen Kontext des Skandals nach. Verschiedene Perspektiven beleuchten, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Zusammenhänge den Contergan-Skandal ermöglichten und prägten, wie der Skandal auf seine soziale Umwelt zurückwirkte und inwieweit es sich bei dem Medikament Contergan um einen Sonderfall handelte. Im Blickfeld stehen dabei verschiedene Problemfelder: von der pharmazeutischen Sphäre und der medizinischen Wissenschaft über die Konsumgesellschaft bis hin zu den staatlichen Kontrollorganen und rechtlichen Grundlagen.
Inbunden, Tyska, 2025
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PDF, Tyska, 2025430 kr
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Der Fall Duogynon war neben Contergan eine der großen Arzneimittel-Affären der Bundesrepublik und beschleunigte einen grundsätzlichen Wandel der Arzneimittelregulierung.Duogynon – dieser Name steht für eine der großen Arzneimittel-Affären der Bundesrepublik, die zwar immer wieder mediale Aufmerksamkeit findet, aber bislang noch weithin unerforscht war. Das Hormonpräparat Duogynon, das der Pharmakonzern Schering 1950 auf den Markt brachte, wurde vor allem als Schwangerschaftstest bekannt. Als Ende der 1960er Jahre der (bis heute bestehende) Verdacht aufkam, das Mittel verursache angeborene Fehlbildungen, war bald von einem »zweiten Contergan« die Rede. Es folgte eine kontroverse Auseinandersetzung um das Mittel, die auch nicht abbrach, als Schering es 1981 vom Markt zurückzog. Die lautstarke Kritik traf auch die staatlichen Aufsichtsbehörden, besonders das Bundesgesundheitsamt. Wie sich aus der Rückschau zeigt, war der Fall Duogynon aber auch Teil eines tiefgreifenden Wandels, der sich in der Arzneimittelregulierung der alten Bundesrepublik vollzog.Vor diesem Hintergrund beleuchtet Niklas Lenhard-Schramm den Fall Duogynon und nimmt ihn zugleich als Gegenstand, um die Rolle des Staates in diesem Wandel zu ergründen. Dabei verknüpft er Perspektiven der Verwaltungs-, Medizin- und Mediengeschichte und zeigt, wie und weshalb sich die Arzneimittelregulierung wandelte und in welchem Wechselverhältnis Medizin, Staat und Öffentlichkeit dabei standen.