Philipp Zitzlsperger – författare
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Häftad, Engelska, 2024
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Das Design-Dilemma gründet auf der Trennungsgeschichte von Design und Kunst seit dem Spätmittelalter. Es beschreibt den Wandel des Designs von einer Kunst- zur Problemlösungsdisziplin. Diese große Divergenz wird einerseits begleitet von Mythen, die Gegensätze von freier Kunst und unfreiem Design, von Aura und Auraverlust oder von Distanz und Berührung konstruieren. Andererseits haben die Avantgarden die Einheit von Kunst und Design vielfach beschworen, die auch Museen oder Marketing heute wieder aufgreifen. Um das Irrlichtern des Designs zwischen Kunst und Nicht-Kunst besser zu verstehen, wird nun erstmals seine -jährige Ideengeschichte in den Bereichen der Kunst- und Industriegeschichte sowie der Philosophie des Pragmatismus seit etwa 9 nachgezeichnet. Besondere Beachtung finden die Ursprungsideen und ihre Überformung durch Technizismus, Kapitalismus, Funktionalismus oder Darwinismus. Sie führen in das Design-Dilemma, das die „Haltung" seiner Akteure prägt.
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PDF, Tyska, 2012393 kr
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Dürers Selbstporträt in München ist nicht nur wegen seiner einmaligen Christusähnlichkeit eine Deutungsherausforderung. Auch die Kleidung und vor allem der Pelzkragen sind um 1500 für einen Nürnberger Maler ungewöhnlich. Dürers Marderpelz ist im Selbstporträt mit hohem Realitätsaufwand dargestellt und der Künstler selbst deutet mit seiner Hand darauf. Offensichtlich ist ihm der Pelz wichtig. Erstmals soll nun der Bedeutung der Pelzschaube in Dürers Selbstdarstellung nachgegangen werden. Die Untersuchung berücksichtigt einerseits schriftliche Quellen aus der Gattung der Kleidervorschriften und Luxusgesetze der Dürerzeit. Andererseits jedoch führt erst der kleiderkundliche Vergleich mit weiteren Bildquellen der Epoche zu Erkenntnissen, welche die differenzierte Bedeutung der Kleidung im Bild offenbaren. Die vorliegende Untersuchung erprobt eine Methode der Kunstgeschichte, die der Bildanalyse unter Heranziehung der Kleiderforschung neue Impulse geben soll. Dadurch kann der Nachweis geführt werden, dass die Datierung des Selbstporträts auf das Jahr 1500 revidiert werden muss. Darüber hinaus wird das Bild neu gedeutet. Während traditionell Dürers Imitatio Christi und die kunsttheoretische Reflexion des Künstlerstatus in seiner Selbstdarstellung gesehen wurde, erweitert die Pelzschaube als Insignie die inhaltliche Bedeutung entscheidend. Sie lenkt den Blick auf rechtshistorische Zusammenhänge, die Dürers Gemälde wie einen Kommentar zu den desolaten Rechtsverhältnissen seiner Zeit erscheinen lassen. Der Epilog des Buches baut schließlich auf den Erkenntnissen der exemplarischen Bildanalyse auf. Er ist gewissermaßen eine methodische Grundsatzerklärung für die interdisziplinäre, kleiderkundliche Kunstgeschichte. Es ist die Kleidung selbst, mit welcher in der Kulturgeschichte seit jeher ein visuelles System der Zeichen und Symbole entwickelt wurde, deren Wirkung und Normierung den Lebensalltag ebenso prägte wie das Bild bzw. die Skulptur. Auf die hohe Relevanz der Kleidung für den Lebensalltag, aber auch auf die künstlerische Praxis geben die Geschichte und Bedeutung der Mode und die schriftlichen Quellen zahlreiche Hinweise. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welcher Bedeutungsgrad der Kleidung im Bild zukommt. Spätestens seit Georg Simmels Aufsatz zur "Philosophie der Mode" von 1905 beschäftigen sich Soziologen und Historiker intensiv mit der kulturgeschichtlichen Bedeutung der Kleidung. Der Kunstgeschichte als Disziplin fehlt hierzu eine Methodendiskussion bis heute.
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PDF, Tyska, 2014922 kr
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Das Tagebuch des Paul Freart de Chantelou von 1665 ist eine einmalige Quelle der Frühen Neuzeit. Der Beauftragte der Krone, Höfling und Kunstkenner Chantelou begleitete den weltberühmten römischen Bildhauer und Architekten, Gianlorenzo Bernini, durch Paris und zu den Schlössern des Umlandes, als dieser für ein halbes Jahr am Hofe des Sonnenkönigs weilte. Erstmals gibt ein Zeitzeuge nicht nur einen unmittelbaren Einblick in den höfischen Alltag um Ludwig XIV., er dokumentiert darüber hinaus ausführlich die gelehrten und kontroversen Gespräche über Kunst und Ästhetik. Chantelou liefert einen facettenreichen und anschaulichen Bericht über ein Künstlerleben im Zeitalter des Absolutismus. Das Tagebuch ist vor diesem Hintergrund nicht nur eine retrospektive Aufzeichnung, sondern auch ein eindrücklicher Bericht über den künstlerischen Wettbewerb zwischen Rom und Paris, dessen staatspolitische Relevanz kaum zu überschätzen ist. Gianlorenzo Bernini prägte den römischen Barock wie kein anderer. Deshalb buhlten alle europäische Höfe um sein Talent, doch der Papst monopolisierte seinen Hofkünstler und ließ ihn nur für einige andere ausgewählte Auftraggeber arbeiten. Erst eine schwere diplomatische Krise zwischen Rom und Paris im Jahr 1662 zwang den Pontifex schließlich, Bernini an den aufstrebenden französischen König auszuleihen. Im Alter von 67 Jahren nahm der Künstler die beschwerliche Reise auf sich, um seine Umbaupläne für den Louvre in Paris vorzustellen und den Beginn der Bauarbeiten selbst anzuleiten. In den sechs Monaten seines Aufenthaltes schuf er zudem die weltberühmte Porträtbüste des Sonnenkönigs, deren Entstehung die Hofgesellschaft aufmerksam beobachtete und kommentierte. Chantelou hielt die kontroversen Diskussionen minutiös fest, welche den römischen Künstler nicht selten in Rage und Verzweiflung brachten, wenn er gegen die französische Kunstauffassung kaum ankam und die Kabale um seine Person registrierte. Chantelou schildert wohl das lebendigste und persönlichste Künstlerporträt in den Zwängen des höfischen Alltags des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Erstmals seit 85 Jahren liegt das Tagebuch nun in deutscher Neuübersetzung vor, die von Beiträgen zum Stand der aktuellen Forschung begleitet wurden.
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PDF, Tyska, 2021307 kr
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Nicht erst seit Arts and Crafts ist das Verhältnis zwischen Kunst und Design Gegenstand kontroverser Diskussio-nen. Das Verhältnis beider Gattungen kann auf eine lange Geschichte unterschiedlicher Positionsbestimmungen, Annäherungen und erneuter Differenzierungen zurück-blicken. Ein Perspektivwechsel ist also dringend geboten. Zitzelspergers Argumentation ist dabei eine historische, die den Berührungs- und Abstoßungspunkten von Kunst und Design seit der Renaissance nachspürt. Den entschei-denden Einschnitt verortet Zitzlsperger gegen Ende des 19. Jahrhunderts und in einer Engführung des Designs mit der neu entstandenen Philosophie des amerikanischen Pragmatismus. Abseits von Ontologie und Produktions-ästhetik eröffnet sich hier ein neuer Horizont, der sich auf die dem Design zugrundeliegende Intentionalität sowie deren praktische Realisierung hin öffnet.
902 kr
Tillfälligt slut