Rainer Kilb – författare
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Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention sind heute zentrale Aufgaben in zahlreichen Handlungsfeldern von Sozialer Arbeit und des schulischen Alltags. Ein professioneller Umgang mit dem Phänomen zählt somit zu den erwarteten Handlungskompetenzen der pädagogischen Fachkräfte und sollte bereits im Studium vermittelt, erprobt und auch trainiert werden. Das Buch vermittelt die theoretischen Grundlagen als auch eine Übersicht wichtiger Konzeptionen und Handlungsansätze. Konflikte und Gewalt werden in ihrer Beziehung und in ihrer Differenz zueinander thematisiert und in ein gemeinsames Theoriemodell integriert. Hinzugezogen werden dabei u.a. die Konflikttheorien von Simmel, Coser, Habermas, Reemtsma, Pinker und Glasl, um hieraus eine handlungstheoretische Basis für verschiedene Regulierungs- und Bearbeitungsansätze zu entwickeln. Insbesondere Konflikte werden dabei als wichtige Lernerfahrung für die schulische und Soziale Pädagogik und im Sinne Simmels und Cosers auch als Formen gesellschaftlicher Kommunikation thematisiert, die Gruppen und Milieus sowohl in ihrer Binnenstruktur festigen, als auch voneinander abgrenzen und letztendlich wieder in einen Bezug zueinander setzen können. Konflikte sind somit konstitutiv sowohl für einzelne Gruppen als auch für die Gesellschaft. Ein professioneller Umgang mit ihnen wird zu einem wichtigen Indikator moderner gesellschaftlicher Aushandlungs- und Partizipationsprinzipien.
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In der aktuellen Stadtentwicklungsdebatte wird das Leitbild des vielfältigen Stadtquartiers häufig mit sozialer Kohäsion als Zielaspekt einer anzustrebenden günstigen Gemeinwesenentwicklung in Verbindung gebracht. Dieser zunächst euphemistisch anmutende Bezug ist schon deshalb erklärungsbedürftig, da sich nach validen empirischen Erkenntnissen mit zunehmender sozioökonomischer und soziokultureller Ausdifferenzierung die Konfliktwahrscheinlichkeit deutlicher ausprägt und sozialer Zusammenhalt eher unwahrscheinlicher werden dürfte. Trotzdem soll an dieser Verbindung festgehalten werden, da gesellschaftswissenschaftliche Befunde sozialer Polarisierung und Segregation, sozialer Segmentierung und Fragmentierung nahelegen, die sozialräumlichen Stadtstrukturen so zu gestalten, dass soziale Vielfalt von Bewohnern nicht nur aufeinandertrifft, sondern diese auch im Rahmen eines Gemeinwesens kooperativ handlungsfähig werden können. Die hierbei entstehenden Interessenkonflikte können in ihrer konstruktiven Version als Impulse demokratischer Verständigung und Entscheidungsfindung fungieren. Dazu bedarf es aber integrativer und überschaubarer Komponenten, die das gut geplante städtische Quartier eher bieten kann als urbaner Siedlungsbrei oder additiver, allein nach ökonomischer Rendite erfolgter Städtebau hochverdichtender Wohnsilos. Wie ein Vielfaltsquartier interdisziplinär geplant, konzipiert, umgesetzt und in seinem Community-Bildungsprozess zu begleiten wäre wird am Beispiel eines neu entstehenden Quartiers in Mannheim aufgezeigt und reflektiert.
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In the current urban development debate, the vision of a diverse urban neighborhood is often linked with social cohesion as a target aspect of favorable community development. This initially euphemistic connection is in need of explanation, as valid empirical findings suggest that with increasing socio-economic and socio-cultural differentiation, the probability of conflict becomes more pronounced, and social cohesion is likely to decrease. Nevertheless, this connection should be maintained, as social science findings on social polarization and segregation, social segmentation, and fragmentation indicate that urban spatial structures should be designed in such a way that social diversity among residents not only coexists but can also become cooperatively action-oriented within the framework of a community. The resulting conflicts of interest can, in their constructive version, serve as impulses for democratic understanding and decision-making. However, this requires integrative and manageable components, which a well-planned urban neighborhood can provide more effectively than urban sprawl or additive high-density residential silos developed solely for economic yield. How a diverse neighborhood could be planned, designed, implemented, and supported in its community-building process is illustrated and reflected upon using the example of a new neighborhood emerging in Mannheim.
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Einführung in die Konfrontative Pädagogik
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