Reinhard Mohr – författare
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Inbunden, Tyska, 2026
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Wir andern uns - auch im Denken. Wolf Biermann hat dafur die knappste Formel gefunden: "e;Ich bin immer haufiger nicht mehr meiner Meinung."e; Dieses Staunen uber sich selbst ist der Ausgangspunkt dieses Buches. Die Herausgeber Ulli Kulke und Reinhard Mohr versammeln zwolf Autorinnen und Autoren, fast alle gepragt von 68, linken Milieus oder der grunen Bewegung. Sie fragen sich, wie es dazu kam, dass sie heute nicht mehr von der Revolution traumen und nicht mehr an den Sozialismus glauben; dass sie den Staat weder verteufeln noch vergottern; dass Marktwirtschaft, parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat fur sie zu den groen Errungenschaften zahlen; und dass ihnen die Freiheit so wichtig ist, dass sie auf betreutes Denken und Sprechen gut verzichten konnen. Erzahlt wird anschaulich und personlich: von Irrtumern und Kurskorrekturen, von Widerspruchen, von komischen und bitteren Momenten. Denn kaum etwas ist schwerer, als sich von einem vertrauten Weltbild zu losen, das zur geistigen und emotionalen Heimat geworden ist. Warum also tut man das? Gab es einen Moment, der alles drehte? Oder viele kleine Ansto e - in der Uni, im Beruf, im Privatleben? Vielleicht war es auch nur Rudi in der WG, der 1977 den Parmaschinken aus dem Kuhlschrank nahm und billige Bierwurst zurucklegte: eine lacherlich-kleine, doch sprechende Ungerechtigkeit im selbstverwalteten Kollektiv. Wie halt man den Abschied von der alten Gruppe aus, den Verlust von Freunden? Glaubt man danach an gar nichts mehr - oder bildet sich heimlich eine neue Blase, in der Kritik an Ideologien selbst zur Ideologie wird?Uber allem schwebt die Rede vom "e;Rechtsruck"e;. Anders als in Frankreich, wo "e;la Gauche"e; und "e;la Droite"e; seit jeher zwei feste Gro en sind, hat sich hierzulande in den letzten Jahren eine bequeme Gleichung eingebrannt: Wer nicht links oder wenigstens grun ist, gilt als rechts. Und wer rechts ist, steht schnell unter dem Verdacht, eigentlich rechtsradikal zu sein - also Nazi. Diese Abkurzung ersetzt kein Argument. Darauf antworten Ulrike Ackermann, Henryk M. Broder, Mathias Brodkorb, Monika Gruber, Antonia Grunenberg, Hubert Kleinert, Monika Maron, Harald Martenstein, Dieter Nuhr, Andreas Rebers, Samuel Schirmbeck und Peter Schneider mit ihren eigenen Geschichten: offen, konkret, widerspruchsbereit - und der Wirklichkeit zugewandt. Spannend wie ein Roman liest man, wie aus Erfahrungen Einsichten werden. Nicht als Bekenntnis, sondern als ehrliche Bilanz.
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Wir andern uns - auch im Denken. Wolf Biermann hat dafur die knappste Formel gefunden: "e;Ich bin immer haufiger nicht mehr meiner Meinung."e; Dieses Staunen uber sich selbst ist der Ausgangspunkt dieses Buches. Die Herausgeber Ulli Kulke und Reinhard Mohr versammeln zwolf Autorinnen und Autoren, fast alle gepragt von 68, linken Milieus oder der grunen Bewegung. Sie fragen sich, wie es dazu kam, dass sie heute nicht mehr von der Revolution traumen und nicht mehr an den Sozialismus glauben; dass sie den Staat weder verteufeln noch vergottern; dass Marktwirtschaft, parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat fur sie zu den groen Errungenschaften zahlen; und dass ihnen die Freiheit so wichtig ist, dass sie auf betreutes Denken und Sprechen gut verzichten konnen. Erzahlt wird anschaulich und personlich: von Irrtumern und Kurskorrekturen, von Widerspruchen, von komischen und bitteren Momenten. Denn kaum etwas ist schwerer, als sich von einem vertrauten Weltbild zu losen, das zur geistigen und emotionalen Heimat geworden ist. Warum also tut man das? Gab es einen Moment, der alles drehte? Oder viele kleine Ansto e - in der Uni, im Beruf, im Privatleben? Vielleicht war es auch nur Rudi in der WG, der 1977 den Parmaschinken aus dem Kuhlschrank nahm und billige Bierwurst zurucklegte: eine lacherlich-kleine, doch sprechende Ungerechtigkeit im selbstverwalteten Kollektiv. Wie halt man den Abschied von der alten Gruppe aus, den Verlust von Freunden? Glaubt man danach an gar nichts mehr - oder bildet sich heimlich eine neue Blase, in der Kritik an Ideologien selbst zur Ideologie wird?Uber allem schwebt die Rede vom "e;Rechtsruck"e;. Anders als in Frankreich, wo "e;la Gauche"e; und "e;la Droite"e; seit jeher zwei feste Gro en sind, hat sich hierzulande in den letzten Jahren eine bequeme Gleichung eingebrannt: Wer nicht links oder wenigstens grun ist, gilt als rechts. Und wer rechts ist, steht schnell unter dem Verdacht, eigentlich rechtsradikal zu sein - also Nazi. Diese Abkurzung ersetzt kein Argument. Darauf antworten Ulrike Ackermann, Henryk M. Broder, Mathias Brodkorb, Monika Gruber, Antonia Grunenberg, Hubert Kleinert, Monika Maron, Harald Martenstein, Dieter Nuhr, Andreas Rebers, Samuel Schirmbeck und Peter Schneider mit ihren eigenen Geschichten: offen, konkret, widerspruchsbereit - und der Wirklichkeit zugewandt. Spannend wie ein Roman liest man, wie aus Erfahrungen Einsichten werden. Nicht als Bekenntnis, sondern als ehrliche Bilanz.
Inbunden, Tyska
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Die Suche der Deutschen nach ihrer Identität ist geradezu sprichwörtlich. Immer wieder kommt es zum Streit über Begriffe wie Nation, Heimat und Leitkultur. Trotz aller historischen Veränderungen ist das Selbstbewusstsein der Deutschen immer noch von Extremen geprägt und schwankt zwischen moralischem Größenwahn und peinlicher Selbstverleugnung. Dazu kommt, dass die mediale Empörungskultur einseitige Sichtweisen fördert. Vor lauter Rassismus, Sexismus, Rechtsextremismus und Nationalismus erkennt manch braver Bürger sein eigenes Land nicht wieder.Für die bundesdeutsche Demokratie sind das bedrohliche Entwicklungen. Ohne eine vernunftgeleitete Wahrnehmung der Wirklichkeit verliert sie ihr Fundament. Reinhard Mohr beschreibt eindrucksvoll, warum es uns immer noch an republikanischem Selbstbewusstsein mangelt. Im Zentrum steht die Frage: Wo ist – zwischen AfD und Antifa – eigentlich die politische Mitte geblieben? Wofür stehen CDU, CSU und SPD? Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl sind diese Fragen dringlicher denn je.
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Tyska, 2023167 kr
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War Deutschland nicht eben noch das beliebteste Land der Welt, beneideter Exportweltmeister und begehrter Investitionsstandort mit einer funktionierenden Verwaltung und bestens ausgebildeten Fachkräften? Der Dreiklang aus Demokratie, Marktwirtschaft und Arbeitsdisziplin hat "Made in Germany" zum Weltkulturerbe gemacht. Trotz aller Krisen galten die 16 Merkel-Jahre als goldene Epoche von Wachstum und pragmatischer Staatsführung, doch zwei Jahre später zeigt sich das wahre Erbe der Ex-Kanzlerin: verteidigungsunfähige Bundeswehr, verfehlte Energiepolitik, Stagnation bei Integration, Digitalisierung, Bildung oder Wohnungsbau. Im Land fehlt es buchstäblich an allem, besonders die tragende Mitte der Gesellschaft ist betroffen.Die Autoren resümieren mit viel Humor und Liebe zum Detail, was in diesem merkwürdigen Land vorgeht und viele ratlos oder wütend zurücklässt: einen größenwahnsinnigen Moralismus, realitätsferne Illusionen, Angst vor der Freiheit, dazu eine Vollkasko-Mentalität und eine Wohlstandsverwahrlosung mit einer kräftigen Portion Geschichtsvergessenheit, die sich als "Lehre aus der Geschichte" tarnt.
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Tyska, 2025155 kr
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Nicht einmal drei Jahre Ampel-Republik haben genügt, um das Land in einen Zustand aus Wut und Verzweiflung, Resignation und Ratlosigkeit zu versetzen. Nie war eine Bundesregierung unbeliebter gewesen, nie war ihre Inkompetenz offensichtlicher.Nach der vorgezogenen Bundestagswahl geht nun eine neue Regierung aus CDU/CSU und SPD an die Arbeit, zu der die FDP, die die Ampel-Koalition letztlich zum Platzen gebracht hat, nicht mehr gebraucht wird. Aber was ist mit den Grünen, deren klimaneutral moralisierende Besserwisserei mit Hang zum Staatsdirigismus längst zur Bedrohung des Wirtschaftsstandorts Deutschland geworden war? Wie entwickelt sich der so lange dominante rotgrün-woke Zeitgeist?Der neue Bundeskanzler Friedrich Merz verspricht einen echten "Politikwechsel" bei Migration, Wirtschaft und Sozialstaat, muss aber zugleich nicht nur mit den notorischen Tücken einer Koalition ganz unterschiedlicher Parteien kämpfen, sondern auch mit den immer noch weit verbreiteten, auch in den öffentlich-rechtlichen Medien virulenten Ressentiments gegen den "herzlosen" Privatflieger mit "neoliberalem" Finanzhintergrund. Entscheidend wird sein, ob absehbare Einschnitte bei den ausufernden, nicht mehr finanzierbaren Sozialleistungen, vom "Bürgergeld" bis zur Rente, auf Verständnis in der Bevölkerung treffen.In diese brisante Gemengelage bringen Henryk M. Broder und Reinhard Mohr, bewährte Beobachter der irren deutschen Zustände, ein wenig Ordnung und Orientierung. Ein Bericht zur Lage der Nation, in der sich der lange vorherrschende grüne Zeitgeist im Sinkflug befindet und neue liberalkonservative Perspektiven sich erst noch in der Realität beweisen müssen. Von rechts und links außen wird es genug Störfeuer geben. Anknüpfend an ihren Bestseller Durchs irre Germanistan. Notizen aus der Ampel-Republik betrachten, protokollieren und resümieren die beiden Autoren mit den Verhältnissen schmerzhaft abgerungenem Resthumor, Ironie und gebotener Schärfe, wie sich das Land im politischen Umbruch präsentiert.