Renate Francke – författare
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Für die Heine-Säkularausgabe musste eine Entscheidung bezüglich der chronologischen Anordnung getroffen werden. Gewählt wurde eine Anordnung, die zusammengehörige Werkkomplexe, zum Beispiel die Prosateile der "Reisebilder" oder die "Lutezia", als selbständige Bandeinheiten begreift. Ähnlich wie Heine selbst in der Ausgabe seiner französischsprachigen Werke bestimmte, werden in der Säkularausgabe gleichzeitig entstandene Texte nach inhaltlicher Übereinstimmung zusammengefast, so das sich eine leicht zu überschauende Anordnung des Gesamtwerkes ergibt. Band 3 enthält die Gedichte 1845 bis 1856mit „Romanzero" und Einzelgedichten aus den Jahren 1845 bis 1856.
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Der Band bietet den Kommentar zum Textband 3 der Edition mit den Sammlungen "Romanzero" (1851) und "Gedichte. 1853 und 1854" sowie dem umfangreichen Bestand der seit 1845 entstandenen und zum größten Teil von Heine nicht veröffentlichten Gedichte. Sowohl die Sammlungen wie jedes einzelne Gedicht werden in miteinander korrespondierenden Kategorien kommentiert. Im Abschnitt "Entstehung" werden die Textgeschichte der jeweiligen Texteinheit und ihre Druckgeschichte dargestellt, wie sie sich aus historischen und biographischen Zeugnissen (Textzeugen, briefliche Mitteilungen, Zeugnisse Dritter) ergeben. Die Auswertung aller überlieferten Handschriften ergab neue Erkenntnisse zum ursprünglichen Fundus, aus dem der "Romanzero" gestaltet wurde. Anhand der Korrekturbogen und des Briefwechsels wird nachgewiesen, dass – entgegen der bisherigen Auffassung – ein von Heine beabsichtigter Einschub mehrerer Gedichte in den "Romanzero" nicht zustande kam. Bei den einzelnen Gedichten wird im Überblick der genetische Prozess beschrieben, der den "Mitteilungen zum Text" durch die Verzeichnung aller Varianten zwischen ediertem Text und den anderen authentischen Textzeugen detailliert belegt wird. In den "Erläuterungen" werden unter den zum besseren Verständnis des Textes notwendigen Informationen über historische, literarische und biographische Fakten neue Quellen aus Heines später Lektüre und Reminiszenzen an frühe Leseeindrücke erschlossen. Durch Querverweise auf Parallelstellen in anderen Texten und Briefen werden die Erläuterungen mit Heines Werk vernetzt. Der Kommentar zu den 69 Einzelgedichten aus dem Nachlass belegt detailliert Heines Arbeit an den Texten, aber auch ihre Entstellung durch spätere Herausgeber, die bis heute die Textgeschichte bestimmt. Dem Band ist ein erläuterndes Personenregister und ein Verzeichnis aller Gedichtüberschriften und -anfänge mit Kennzeichnung der von fremden Herausgebern verliehenen Überschriften beigegeben.
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Für die Heine-Säkularausgabe musste eine Entscheidung bezüglich der chronologischen Anordnung getroffen werden. Gewählt wurde eine Anordnung, die zusammengehörige Werkkomplexe, zum Beispiel die Prosateile der "Reisebilder" oder die "Lutezia", als selbständige Bandeinheiten begreift. Ähnlich wie Heine selbst in der Ausgabe seiner französischsprachigen Werke bestimmte, werden in der Säkularausgabe gleichzeitig entstandene Texte nach inhaltlicher Übereinstimmung zusammengefast, so das sich eine leicht zu überschauende Anordnung des Gesamtwerkes ergibt. Band 8 ist über Deutschland 1833 bis 1836 und enthält Aufsätze über Kunst und Philosophie u.a. „Die romantische Schule", „Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland" und den Aufsatz über verschiedenartige Geschichtsauffassung.
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Der jetzt veröffentlichte Kommentar zum bereits seit längerem vorliegenden Textband 8 der Säkularausgabe enthält die Entstehungsgeschichten, Überlieferungen, Mitteilungen zu den Texten und Erläuterungen zu Heines Arbeiten der frühen dreißiger Jahre, in denen er sich mit der Geschichte von Literatur, Religion und Philosophie in Deutschland auseinandersetzt. Ursprünglich für das französische Publikum verfasst und zuerst übersetzt in französischen Zeitschriften veröffentlicht, erschienen die deutschen Fassungen (teilweise bearbeitet) bald nach den französischen. Sie sind im Entstehungsprozess eng miteinander verflochten, wie Entstehungsgeschichten, Überlieferung und Mitteilungen zum Text ausweisen. Der Band bietet (der Anordnung des Textbandes folgend), chronologisch nach dem Ablauf ihres Entstehungsprozesses geordnet, die Kommentierung der "Romantischen Schule" von 1836 und der zweiten Auflage von "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland" von 1852, in der Heine einen Teil der Zensurstreichungen der ersten Auflage von 1834 wieder ergänzte und mit einer neuen Vorrede seinen letzten Standpunkt zu diesem Werk erläuterte. Die von der Zensur in der "Romantischen Schule" gestrichenen Stellen werden aus der Druckvorlage im Textband als Fußnoten zum Text mitgeteilt. Weiter kommentieren die Editoren einen "Aufsatz über verschiedenartige Geschichtsauffassung" aus Heines Nachlass, der vermutlich 1833 entstand und thematisch in den Bereich der beiden großen Schriften gehört, und im Anhang des Textbandes publizierten Vorworte der beiden Bändchen "Zur Geschichte der neueren schönen Literatur in Deutschland" und eine Erklärung Heines zu den Zensureingriffen in "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland" von 1835, ferner zwei Paralipomena zur deutschen Literatur, die ursprünglich für die Fortführung der französischen Publikationen entstanden waren – der Text des einen, des Neunten Artikels, wurde von Heine für die Kapitel III bis V des Dritten Buches der "Romantischen Schule" herangezogen. Im Nachtrag werden Texte und Kommentare zweier Konzeptbruchstücke geboten, die im Zusammenhang mit den beiden großen Schriften entstanden sind, aber nicht bestimmten Textstellen zugeordnet werden können.
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