René John – författare
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Das Phänomen „Scheiterns“ findet man auf der Schattenseite der Gesellschaft. Ist es dann schon verständlich, dass dessen begriffliche Bestimmung und empirische Beschreibung durch die Sozialwissenschaften nur unzureichend ausfällt? Bis auf die organisationstheoretischen Bemühungen macht die Diskussion einen eher ungenügenden Eindruck. Dabei bildet Scheitern unvermeidlich die negative Folie für den Nachweis erfolgreicher Lösungen. Von daher weist Scheitern eine heimliche Prominenz auf, der sich die Sozialwissenschaften stellen müssen. Mit dem Buch wird die bisherige Diskussion dazu aufgenommen, fortgeführt und angereichert. Auf diese Weise wird ein weiterer Grundstein für die Etablierung der Perspektive des Scheiterns in den Sozialwissenschaften gelegt, mit dem nicht nur dieses höchst relevante Problem in den wissenschaftlichen Fokus gerückt wird, sondern überhaupt erst brauchbare Erkenntnisse über die Bedingungen der Möglichkeit des Erfolges zu gewinnen sind.
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Die Diskussion in diesem Band sorgt für eine sachliche Fundierung und Verbreitung der Debatte um soziale Innovationen. Das Verhältnis von Innovation und Gesellschaft insbesondere bei der Beobachtung sozialen Wandels sowohl in konkreten organisationalen als auch in allgemein
gesellschaftlichen Zusammenhängen wird aufgezeigt: Es gilt, Innovationen als temporär fixierte Lösungen für soziale Probleme zu thematisieren.
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Das Erleben der Welt kann nur unter der Voraussetzung ihrer Tatsächlichkeit erfolgen. Dazu muss ihre Konstruiertheit hinter ontischen Verweisen verschwinden. Erfolgt die erste Zurichtung der Welt kontingent, ist sie doch nicht beliebig, und die Konstruktion hat notwendige Folgen als Tatsachen. Dieser Sammelband und die gesellschaftlichen Debatten in Politik, Wirtschaft oder Massenmedien setzen hier an. Gelingt die Erinnerung an die anfängliche Konstruktion nicht, erfolgt Reflexion nur noch verkürzt und unzureichend. Die AutorInnen zeigen, dass es darauf ankommt, den sozial konstruierten Charakter der Welt in ihrer ontischen Wirkung zu begreifen.
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Gemeinschaft gilt seit Tönnies'' Gegenüberstellung mit dem Gesellschaftsbegriff als Prinzip der Vormoderne und weckt als solches Sehnsüchte oder Abwehr. Anhand einer Diskussion aktueller Beiträge gewinnt der Autor Anhaltspunkte für eine Untersuchung des Phänomens des Gemeinschaftsbezuges, wie dieser während des Hochwassers der Oder 1997 zu beobachten war.Wie sich zeigt, lässt sich die Frage nach dem Sinn, der Funktion und dem Funktionieren von Gemeinschaftsbezügen vom Individuum her beantworten. Die Gemeinschaft erscheint dann als ein nachgerade modernes Phänomen, das Voraussetzung für die Selbstbeschreibung von Individuen ist: Gemeinschaft ist unvermeidbar.