Die grösste aussenpolitische Krise der Schweiz in den vergangenen acht Jahrzehnten – das waren die zähen Verhandlungen um einen Vergleich zwischen Schweizer Banken, jüdischen Organisationen und amerikanischen Sammelklägern in der Auseinandersetzung um nachrichtenlose Vermögen auf Schweizer Banken in den 1990er Jahren. Der Chef der damaligen «Task Force Schweiz – Zweiter Weltkrieg», Thomas Borer, berichtet hier anhand bislang unveröffentlichter Dokumente aus seinem persönlichen Archiv von diesen Ereignissen. Aus der Innenperspektive charakterisiert er die Akteure in deutlichen Worten und skizziert Folgen und Versäumnisse, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein reichen. So ergeben sich unverstellte Einblicke in die Geschichte – und es entsteht mehr als ein Geschichtsbuch: Es wird auch deutlich, wie die Schweiz sich in aussenpolitischen Krisen in einer globalen Welt behaupten kann. Seit Wladimir Putin und Donald Trump eine regelbasierte internationale Ordnung zunehmend ausser Kraft setzen, sind solche Einblicke und Analysen aktueller denn je.
Die Kopps. Kein Ehepaar hat die Schweizer Öffentlichkeit stärker elektrisiert als Elisabeth und Hans W. Kopp. Sie waren Kinder des Kalten Krieges und lebenslänglich ein Liebespaar. Sie stiegen auf in die höchsten beruflichen und gesellschaftlichen Sphären des Landes. Zwei Leben, ein Schicksal. Sie: nach der Einführung des Frauenstimmrechts erste Gemeindepräsidentin der Deutschschweiz, erste Bundesrätin der Schweiz. Er: Wanderer zwischen den Welten, Starwirtschaftsanwalt, Universitätsdozent, Oberst im Generalstab, ''Medienpapst'', Sachbuch- und Belletristikautor. Dann, am 27. Oktober 1988, ein verhängnisvolles Telefonat zwischen den beiden Ehepartnern. Der Sturz. Die gesellschaftliche Vernichtung. Zusammen blieben sie trotzdem.
Die Kopps. Kein Ehepaar hat die Schweizer Öffentlichkeit stärker elektrisiert als Elisabeth und Hans W. Kopp. Sie waren Kinder des Kalten Krieges und lebenslänglich ein Liebespaar. Sie stiegen auf in die höchsten beruflichen und gesellschaftlichen Sphären des Landes. Zwei Leben, ein Schicksal. Sie: nach der Einführung des Frauenstimmrechts erste Gemeindepräsidentin der Deutschschweiz, erste Bundesrätin der Schweiz. Er: Wanderer zwischen den Welten, Starwirtschaftsanwalt, Universitätsdozent, Oberst im Generalstab, ''Medienpapst'', Sachbuch- und Belletristikautor. Dann, am 27. Oktober 1988, ein verhängnisvolles Telefonat zwischen den beiden Ehepartnern. Der Sturz. Die gesellschaftliche Vernichtung. Zusammen blieben sie trotzdem.
Aus der liberalen Revolution ist im Jahre 1848 der moderne Schweizer Bundesstaat hervorgegangen. Er steht auf drei Pfeilern: individuelle Freiheit, freie Marktwirtschaft sowie individuelle Selbstverantwortung. Auf diesem Fundament überstand die Schweiz zwei Weltkriege weitgehend unversehrt und entwickelte sich aus einem armen Alpenland zu einer wohlhabenden Nation. Doch dieses Fundament ist brüchig geworden. Es wächst eine Generation heran, die Wohlstand gewohnt ist und den Staat zunehmend als Selbstbedienungsladen für individuelle Wünsche sieht.Der Historiker René Lüchinger zeichnet in klarer Konsistenz das Werden, die Irrungen und Wirrungen der Schweizer Nation bis in die Gegenwart nach, immer unter dem Fokus des Liberalismus. Der Ökonom Gerhard Schwarz wagt einen Blick auf Chancen und Gefahren für den Liberalismus im 21. Jahrhundert. Was macht Freiheit aus, was bedeutet sie? Nicht zuletzt ist es diese Frage, die im Mittelpunkt des Buchs steht.