Richard Stoss – författare
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Der vorliegende Band liefert eine umfassende Bestandsaufnahme der Parteien demokratie in Deutschland. Er beschäftigt sich theoretisch wie empirisch auf breiter Grundlage sowohl mit der strukturellen als auch mit der funktionalen Dimension von Parteiendemokratie, analysiert also auf der einen Seite inner- und zwischen parteiliche Strukturen sowie deren Bestimmungsfaktoren und auf der anderen Seite die Funktionen der Parteien und deren Erfüllung. Zunächst erfolgt eine kritische Bestandsaufnahme der Theorie der Parteiendemokratie, danach wird die Parteien systementwicklung in Deutschland von ihren Anfängen im Reichsgründungsjahr zehnt bis nach der Bundestagswahl 1994 - einschließlich der Entwicklung in der ehemaligen DDR - analysiert und auf die institutionellen Rahmenbedingungen und sozialen Bestimmungsfaktoren dieser Entwicklung eingegangen. Den Abschluß der strukturellen Analyse bildet die eingehende Beschäftigung mit den innerpartei lichen Strukturen und Prozessen. Die funktionale Analyse widmet sich der Rolle der Parteien im politischen System und im Policy-Prozeß, wobei besonderer Wert einerseits auf die verschiedenen Ebenen des politisch-administrativen System- einschließlich der EU-Ebene - und andererseits auf die Beziehungsstrukturen zu den verschiedenen anderen Akteuren des intermediären Systems gelegt wird. Die einzelnen Beiträge gehen auf eine gemeinsame Tagung des Arbeitskreises Parteienforschung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung zurück, die im November 1995 in Berlin durchgeführt wurde. Die Herausgeber möchten an dieser Stelle sowohl der Bun deszentrale als auch allen Kolleginnen und Kollegen danken, die zum Gelingen der Tagung und zur Verwirklichung dieserVeröffentlichung beigetragen haben. Berlin und Stuttgart im November 1996 Oscar W. Gabriel Oskar Niedermayer Richard Stöss 9 I.
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Dieser Band vereinigt die Referate der zweiten Tagung des "Arbeitskreises Parteienforschung" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, die vom 19. bis 21. Juni 1991 in Mannheim zum Thema "DDR-Parteien im Um bruch" stattfand. Inhaltlich schließt er sich an das von uns 1993 herausgegebene Buch "Stand und Perspektiven der Parteienforschung in Deutschland" an, das primär die Parteienforschung der I alten I Bundesrepublik behandelt. Hier geht es nun um die Ausfonnung und Entwicklung des pluralistischen Parteiensystems in der ehemaligen DDR nach der Wende und um das Zusammenwachsen der ost und westdeutschen Parteien bis etwa März 1993. Mit der periodischen Veröffentlichung von Tagungsbeiträgen, die sich mit be deutsamen Schwerpunktthemen der Parteienforschung befassen, beabsichtigen wir, die Tätigkeit des Arbeitskreises einer breiteren wissenschaftlichen Öffent lichkeit bekannt zu machen und die Ergebnisse unseres Forschungszweigs auch für die politische Bildungsarbeit aufzubereiten. Wir hoffen, damit den Grundstein für eine Tradition gelegt zu haben, die ihre Fortsetzung in dem Sammelband "Die Entwicklung der Parteiensysteme Osteuro pas" finden wird, der noch in diesem Jahr erscheinen soll.
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PDF, Tyska, 2013542 kr
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Das Ziel der vorliegenden Studie besteht zunächst darin, die externen und die internen Ursachen für den dramatischen Rückgang der Wahlergebnisse der SPD zwischen 1998 und 2017 von 40,9 Prozent auf 20,5 Prozent zu ergründen und eine Erklärung für den Last-Minute-Swing auf überraschende 25,7 Prozent bei der letzten Bundestagswahl zu finden. Untersucht wird erstens, ob die SPD bei ihrer Talfahrt nach 1998 eher Opfer von ihr nicht zu verantwortender widriger gesellschaftlicher Entwicklungen geworden ist oder ob sie das Debakel durch eigenverantwortliches (Fehl-)Verhalten selbst verursacht hat und zweitens, ob die überraschende Kehrtwende 2021 das Ergebnis günstiger Wettbewerbsbedingungen im Wahlkampf oder kluger strategischer Planungen der Partei(führung) war. Schließlich stellt sich die für die Praxis und für die Zukunft der SPD nicht unerhebliche Frage, wie die neuere Entwicklung zu bewerten ist: Handelt es sich bei dem plötzlichen Höhenflug um das Ende oder nur um eine Unterbrechung des Niedergangs der SPD oder deutet sich eine substanzielle Trendwende im Sinne einer politisch-programmatischen und personellen Neuausrichtung der Partei unter Olaf Scholz an?